Präsentiert von:

- Anzeige -

#MachKaffeeFair – unterstütze die Kaffeerevolution

© TransFair e.V. *Bei dem abgebildeten Becher handelt es sich um einen Keramikbecher

Über die Hälfte der Kaffeetrinker in Deutschland greift mehrmals täglich zur Tasse. Doch das Heißgetränk steckt in der Krise: Die Preise sinken, der Anbau lohnt sich kaum noch. Was du dagegen tun kannst? Trink fairen Kaffee.

Kleine Röstereien, hippe Cafés und Trends wie Cold Brew oder Spezialitätenkaffee zeigen: Kaffee ist Kult und vielfältig wie noch nie. Doch bei den Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern kommt von dem Geschäftsboom der letzten Jahre wenig an: Die internationalen Kaffeepreise bewegen sich seit Monaten auf extrem niedrigem Niveau und decken nicht einmal die Produktionskosten. Im Frühjahr 2019 sanken die Preise für 500 Gramm Rohkaffee zeitweise auf unter einen Euro – ein historischer Tiefststand. Das zeigt: Kaffee steckt in der Krise.

Während eine Handvoll großer Kaffeekonzerne seit Jahren von wachsenden Gewinnen profitiert, verbleibt wenig Wertschöpfung in den Anbauländern. Das belegt die Studie „Kaffee – eine Erfolgsgeschichte verdeckt die Krise“. Politische Maßnahmen könnten den Markt gerechter gestalten. Mit der Unterzeichnung der Sustainable Developement Goals (kurz SDGs) – den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen – hatte die Bundesregierung zugesichert, den Markt gerechter zu gestalten. Passiert ist in den vergangenen vier Jahren aber kaum etwas – die Kaffeekrise ist dafür der beste Beweis.

Um den Druck auf die Bunderegierung zu erhöhen, hat Fairtrade fünf konkrete Forderungen an Kanzlerin Merkel formuliert, um fairen Handel und speziell fairen Kaffeekonsum zu fördern. Eine Forderung ist beispielsweise die Abschaffung der Kaffeesteuer für fair gehandelten Kaffee. Damit würde jede 500-Gramm-Packung Fairtrade-Kaffee automatisch 1,10 Euro günstiger – verbraucherfreundlicher lässt sich fairer Kaffeekonsum kaum fördern.

© TransFair e.V.

Viele Promis wie Hannes Jaenicke, Lavina Wilson, Cosma Shiva Hagen oder Lea Marlen Woitack unterstützen die Forderungen von Fairtrade. Damit die Bundesregierung ihre Nachhaltigkeitsziele nicht verfehlt, muss aus dem Protest allerdings eine große Bewegung werden: Dazu zählt jede Stimme!

Mit zwei Klicks bist du dabei!

Mit wenig Aufwand könnt ihr den fairen Handel unterstützen und euch für Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern einsetzen: Mit den Twitter-Vorlagen von Fairtrade fordert ihr Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Handeln auf. Wer keinen Twitter-Account hat, kann einfach die Mailvorlage nutzen.

© TransFair e.V.

Tweet senden

Schwarze Zukunft für die edlen Bohnen?

Gerade jüngere Menschen sehen im Anbau von Kaffee keine Zukunft. Viele zieht es in die Städte, wo sie auf andere Verdienstmöglichkeiten und bessere Einkommen hoffen.

Wer bleibt, steht vor großen Herausforderungen: Der Klimawandel begünstigt Schädlinge und Krankheiten wie den Kaffeerost – ein Pilz, der selbst große Kaffeebestände dahinraffen kann. Nur wenige Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern haben ausreichend Ersparnisse, um etwa Ernteausfälle aufzufangen und neue Kaffeepflanzen anzuschaffen. Viele Familien sehen keinen anderen Ausweg, als alles zurückzulassen und ins Ausland zu fliehen. Allein 2018 gaben über 350.000 Menschen aus El Salvador, Guatemala und Honduras ihre Heimat auf – ein Großteil von ihnen Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern.[1]

© TransFair e.V.

Von McDonalds aufs eigene Kaffeefeld

Auch Olga Alvarado verließ ihr Heimatland Honduras, in dem sie keine wirtschaftliche Perspektive mehr sah. Honduras ist eines der wichtigsten Kaffeeanbauländer der Welt – doch der aktuelle Preisverfall treibt viele der Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern über die Landesgrenzen.

Noch vor der aktuellen Flüchtlingskrise floh die damals 18-jährige Olga über den Grenzfluss Rio Grande durch die Wüste in die Vereinigten Staaten. Ihren damals einjährigen Sohn ließ sie bei der Großmutter zurück. Sie hatte großes Glück und schaffte es in die USA. Acht Jahre lang arbeitete sie im Schichtbetrieb zweier Schnellrestaurants, tagsüber bei McDonalds und nachts bei Wendy‘s. Mit einigen Ersparnissen kehrte sie schließlich zurück, kaufte sich ein Stück Land und schloss sich der Fairtrade-zertifizierten Kaffeekooperative COAQUIL an.

Heute, mit 31 Jahren, steht sie auf eigenen Beinen, verdient genug Geld, um sich und ihre Familie zu ernähren. Ohne fairen Handel wäre das nicht möglich gewesen.

40 bis 50 Prozent mehr Geld durch fairen Handel

Durch die Fairtrade-Zertifizierung erhalten die Kaffeeproduzentinnen und -produzenten einen festen Mindestpreis – ein Sicherheitsnetz, das sie bei schwankenden Börsenpreisen auffängt und ihnen Planungssicherheit gibt.

Zudem bekommen die Kooperativen einen zusätzlichen Aufschlag, die sogenannte Fairtrade-Prämien. Mit der Extrazahlung können die Genossenschaften Gemeinschaftsprojekte ihrer Wahl finanzieren: Straßen reparieren oder Schulklassen mit Lernmaterialien ausstatten. Ein Viertel der Prämie muss in die Qualitätsverbesserung der Kaffeebohnen investiert werden. Wer Bio-Kaffee anbaut, bekommt einen weiteren Aufschlag.

Durch den Zusammenschluss in Genossenschaften verbessert sich die Verhandlungsposition der Bäuerinnen und Bauern. Sie können Unternehmen größere Warenmengen anbieten und werden so zu attraktiveren Handelspartnern. Den Kleinbauernfamilien, die keiner Fairtrade-Kooperative angehören, geht es deutlich schlechter: Sie bekommen 40 bis 50 Prozent weniger Geld für ihre Ernte und sind den Schwankungen am Weltmarkt schutzlos ausgeliefert.

© TransFair e.V.

Viele Kooperativen verkaufen noch zu wenig unter fairen Bedingungen

Aus diesem Grund hoffen viele Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern mit der Fairtrade-Zertifizierung mehr Geld für ihre Bohnen zu bekommen. Diese Rechnung geht allerdings nur auf, wenn gleichzeitig die Nachfrage nach fair gehandeltem Kaffee steigt.

In Lateinamerika verkaufen Kooperativen im Durchschnitt 60 bis 70 Prozent ihrer Ernte zu fairen Bedingungen. In Asien und Afrika können sie dagegen nur 25 Prozent der Ernte unter Fairtrade-Bedingungen verkaufen. Würde in Deutschland mehr fairer Kaffee getrunken, könnten mehr Menschen von stabilen Preisen und Prämien profitieren.

Fazit: Wer in Zukunft noch Kaffee trinken möchte, egal, ob Siebträger- oder Kapsel-Liebhaber, muss den Menschen, die ihn anbauen, Perspektiven geben. Nur wenn Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern von der harten Arbeit auf den Kaffeefeldern leben können, werden nachfolgende Generationen bereit sein, es ihnen gleich zu tun.

Was kannst du sonst noch tun? Mach mit bei der längsten Kaffeetafel der Welt!

© TransFair e.V.

Den Kaffeemarkt fairer gestalten – das ist das Ziel der großen Protestaktion zur Kaffeekampagne von Fairtrade. Wer mitmachen möchte, lädt Freund*innen, Kolleg*innen oder Nachbar*innen zu einer fairen Kaffeetafel ein.

Über die Kampagnenwebseite www.coffee-fairday.de wird die Gästeanzahl eingetragen – schon seid ihr Teil der längsten fairen Kaffeetafel der Welt. Mit jedem Gast wächst die virtuelle Tafel um einen Meter.

Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen nehmen automatisch an einem Gewinnspiel teil und bekommen die Chance auf einen Jahresvorrat Fairtrade-Kaffee.

Das könnte dich auch interessieren:

[1] Zahlen des UNHCR

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.