Jetzt veröffentlicht: Stephen Hawkings letzte Botschaft an die Menschheit

Stephen Hawking
"Az univerzum, ahogy Stephen Hawking látja" von Lwp Kommunikáció unter CC-Lizenz-BY 2.0

Am Dienstag erschien Stephen Hawkings letztes Buch. Es enthält seine Einschätzungen zu aktuellen politischen Entwicklungen und jede Menge Warnungen – und ist seine letzte Botschaft an die Menschheit.

Das Buch heißt „Brief Answers To the Big Questions“ – „Kurze Antworten auf die großen Fragen“. Der Titel erinnert an Stephen Hawkings Bestseller „A Brief History of Time“, das der Physiker in den 80er-Jahren veröffentlichte. Wie schon damals soll das aktuelle Werk komplexe Themen einfach erklären.

Das neue Buch besteht aus einer Sammlung von Artikeln und Essays, die Stephen Hawking vor seinem Tod verfasst hatte. Die Sunday Times hat Auszüge daraus veröffentlicht – wie schon so oft hat Stephen Hawking einige beeindruckenden aber auch beängstigende Aussagen gemacht.

Stephen Hawking warnt vor Umweltkatastrophen

„Auf die eine oder andere Art sehe ich es als unvermeidlich an, dass entweder eine nukleare Auseinandersetzung oder eine Umweltkatastrophe die Erde irgendwann in den nächsten 1000 Jahren lahmlegen wird.“ Damit die Menschheit weiter bestehen kann, gebe es nur eine Hoffnung: „Bis dahin hoffe und glaube ich, dass unsere geniale Rasse einen Weg gefunden haben wird, sich von den Verbindungen mit der Erde loszureißen und so die Katastrophe überleben zu können.“

Ähnliche Warnungen von Stephen Hawking kennt man bereits, schon früher hatte er empfohlen, dass die Menschheit andere Planeten im Weltraum kolonialisieren solle.

Eine unerschöpfliche Energiequelle

Stephen Hawking
Stephen Hawking ("Az univerzum, ahogy Stephen Hawking latja" von Lwp Kommunikacio unter CC-BY-2.0)

Hawking hatte aber auch Ideen, wie die Erde noch gerettet werden kann: „Die Entwicklung von Fusionsenergie würde eine praktische Energiequelle liefern und uns mit einem unerschöpflichen Vorrat an Energie versorgen, ohne Umweltverschmutzung oder globale Erderwärmung“, steht in seinem neuen Buch.

Die Gewinnung von Fusionsenergie funktioniert über Kernfusionsprozesse – zwei Atomkerne verschmelzen unter hohem Druck und starker Hitze, wodurch Energie freigesetzt wird. Solche Kernfusionen laufen ständig im Inneren der Sonne ab, wodurch die Strahlungsenergie der Sonne entsteht. Diesen Prozess wollen Wissenschaftler auch auf der Erde erzeugen. Schon seit Jahren laufen Experimente und Versuche, ausgereift ist die Technologie aber noch nicht.

Gefahr durch „Supermenschen“

Für Stephen Hawking gibt es neben dem Klimawandel oder nuklearen Katastrophen noch eine weitere Bedrohung für die Menschheit – die Entstehung von „Supermenschen“: „Es gibt keine Zeit mehr abzuwarten, bis die darwinsche Evolution uns intelligenter oder gutmütiger macht. Wir gehen jetzt in ein Zeitalter ein, das man selbst-entworfene Evolution nennen kann, in dem wir unsere DNA verändern und verbessern können.“

Zwischen den Supermenschen mit verbesserter DNA und den „gewöhnlichen“ Menschen werde es Probleme geben: „Vermutlich werden sie [die gewöhnlichen Menschen] aussterben oder unwichtig werden. Stattdessen wird es ein Wettrennen zwischen sich selbst-designenden Wesen geben, die sich ständig verbessern.“

Nicht alle Botschaften von Stephen Hawking sind allerdings so düster. Seine Aufforderung an junge Menschen: „Es ist entscheidend, dass ihr nicht aufgebt. Lasst eurer Vorstellungskraft freien Lauf. Gestaltet die Zukunft.“

Das Buch „Brief Anwers To the Big Questions“ gibt es zum Beispiel bei * Buch7.de 

Weiterlesen auf Utopia.de:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(15) Kommentare

  1. …weise Worte eines klugen Mannes. Warum bloß sitzen solche Leute nicht in den Vorständen und Geschäftsetagen der großen Konzerne oder in der Politik und überall dort wo über die Zukunft der Menschen entschieden wird?
    Also ich würde ihn wählen und Harald Lesch als sein Vize 🙂 – Ernsthaft!
    Es kann doch nicht sein, dass sich immer wieder Typen wie Trump an die Spitze mogeln, nur weil sie skrupellos genug sind um ihre Klientelpolitik durchzusetzen, entgegen den Bedürfnissen der großen Mehrheit der Menschen!
    Ja „America first“ – das allein ist schon eine Anmaßung, gleich zwei Kontinente für sich beanspruchen zu wollen… eine Frechheit was sich manche Menschen so rausnehmen, von grundlegenden Umwelt- und Menschenrechtsverletzungen ganz zu schweigen!
    Uns kleinen Leuten bleibt nur noch die Wahl welche Firma wir mit unserem Geld unterstützen. Meiner Meinung nach sollte dieses sehr wirksame Mittel auch viel mehr von der Politik genutzt werden um eine Änderung zu bewirken denn letztendlich würden dann auch mal die normalen Menschen davon profitieren, nicht nur die für die Gewinnmaximierung an oberster Stelle steht (wobei die Folgekosten dann wieder die Allgemeinheit tragen muss).
    Ja, wie lange soll das noch gut gehen? Wenn wir so weiter machen glaube ich nicht dass unsere Zivilisation noch 1000 Jahre existiert… dauerhaft einen 2. Planet zu besiedeln – ein schöner Traum …

  2. Letztlich stecken dahinter nichts anderes als die beiden uralte ethischen Fragen:
    Was ist Fortschritt? Und wie weit darf die Menschheit habe gehen?
    Diese beiden Fragen sind so alt wie die Menschheit selbst.
    Irrtümer eingeschlossen. Denn ob eine Entscheidung und eine Entwicklung richtig oder falsch war, weiß man leider immer erst hinterher …

  3. Unumstritten, es gibt jede Menge Fortschritte in der Technik und die Erkenntnisse in den Naturwissenschaften schreiten rasend voran. Das Verständnis menschlichen Verhaltens, von sozialen Interaktionen und deren Auswirkungen ebenfalls. Ja, aber da stellt sich mir die Frage: wer profitiert am Ende von all diesen Erkenntnissen und wie werden diese Erkenntnisse in die richtige Relation zueinander gesetzt? Klar, wir als privilegierte Bürger können uns unsere Meinung ziemlich umfassend bilden und wenn wir es wollen können wir auch halbwegs selbstbestimmt leben – oder wir bilden es uns zumindest ein 😉
    Aber die Mehrheit der Menschen hat nur die Wahl in diesem System zu funktionieren oder unterzugehen. Die Hierarchie ist immer noch klar von oben nach unten. Weiterhin diktieren Wenige dem Rest wo es lang geht und ziehen ihren Vorteil daraus. Feudale Zustände nicht viel anders wie im Mittelalter aber die Umwelt wird nun im globalen Ausmaß in einem Rekordtempo im wahrsten Sinne des Wortes verwüstet!
    Macht über andere auszuüben – übersteigertes Geltungsbedürfnis weil zu wenig Liebe von Mama/Papa bekommen (um an Sigmund Freud anzuknüpfen). Dabei haben im 21. Jahrhundert die Meisten immer noch keinen Zugang zu Bildung, geschweige denn irgendwelche Rechte an Mitbestimmung am gesellschaftlichen Wandel. Wo ist der soziologische Fortschritt? Ich sehe überall nur noch kleine Möchtegern-Superstars die ihre Community ständig mit neuen Selfies und möglichst krassen Statements beglücken wollen…

  4. Der Fortschritt liefert Unmengen an Informationen. Das ist die neue Währung und diesen Umstand nutzen Firmen und Staaten für Spionage und Manipulation im ganz großen Stil! Die Erkenntnisse werden natürlich nicht veröffentlicht sondern gnadenlos für eigene Interessen ausgenutzt.
    Seit einigen Jahren haben sich Firmen wie Cambridge Analytics darauf spezialisiert umfassende Profile von Menschen anzulegen, nutzen u.a. persönliche Daten von Facebook und versuchen die Leute gezielt zu manipulieren. So agieren die Mächtigen heutzutage und die Horde von leicht zu beeinflussenden Menschen folgen jedem neuen dummen Trend weil sie es nicht besser wissen (-> Brot und Spiele für die Massen).
    Eigentlich bin ich Optimist aber leider sieht es zur Zeit echt danach aus, dass Fortschritt hauptsächlich die ausbeuterischen Methoden der Mächtigen noch effizienter macht. Wir sehen es ja alle an den zahllosen Beispielen…
    Es sitzen einfach die Falschen an den Hebeln der Macht, die gewählten Volksvertreter stecken zu tief mit drin und die wenigen Idealisten können nicht wirklich etwas bewegen weil eine mächtige Lobby alles daran setzt um genau das zu verhindern.
    Angesichts all dieser Entwicklungen sind grundlegende Veränderungen längst überfällig! Wir brauchen dringend eine friedliche Revolution von unten die die grundlegenden Probleme angeht, denn die da oben haben augenscheinlich kein Interesse daran. Dabei geht es um nichts Geringeres als die Zukunft der Menschheit!
    Die Meisten scheinen immer noch zu denken so „toll“ wie es heute läuft wird es immer weiter gehen. Die Erde – ein riesiger Spielplatz auf dem wir uns gedankenlos austoben können wie wir wollen… die Natur wird uns eines Besseren belehren! Auf jede Aktion folgt eine Reaktion. Das war schon immer so. Klare Gesetzmäßigkeiten die kluge Köpfe wie Hawking seiner Zeit erkannten und die zu Recht dafür gelobt werden… nur, es wird Zeit dass auch die gesamte Menschheit endlich ihre Lehren daraus zieht!
    Bei allen negativen Entwicklungen bin ich aber froh, dass es noch Menschen wie hier bei Utopia gibt, denen nicht alles außer Geld egal ist, die bereit sind etwas für eine bessere Zukunft zu tun und den gesellschaftlichen Diskurs am laufen halten 🙂
    Da fällt mir ein ich muss doch mal nachschauen, ob heute der Speicher meiner neuen Photovoltaikanlage richtig funktioniert…

  5. Bliebe die Frage, wie es danach weiter gehen soll. Jeder Mensch hat nun mal seine Sicht der Dinge, seine Wünsche und seine Vorstellungen. Und jeder hat nun mal seine individuellen Stärken und Schwächen. genau das macht den Menschen ja zum Individuum. Das war aber in der Geschichte auch immer wieder der Auslöser von Konflikten – im Großen wie im Kleinen. Daher ist es schon sinnvoll, eine Grundordung zu definieren, die für alle verbindlich ist. Und seine Hierarchie, die deren Einhaltung überwacht.
    Das es dabei immer wieder zu auswüchsen kommt und immer wieder Leute geben wird, die es damit übertreiben liegt in der Natur das Sache – weil der Mensch eben ein Individuum ist.
    Und dann ist natürlich viees eine Frage des Glaubens (nicht im religösen Sinne!):
    So hat es z.B. im Frühjahr 1953 in der damaligen Sowjetunion tatsächlich Leute gegeben, die ins Wasser gegangen sind, weil sie sich ein Leben ohne Stalin schlicht nicht vorstellen konnten.
    Deshalb solle man sich tunlichst hüten, irgendwelche Personen über das Maß zu glorifizieren und deren ANsichten oder Verhaltensweisen zu Dogma zu erheben – sondern sich vielmehr seinen eigenen Kopf und seine eigenen Ansichten bewahren.
    Marx hat ja auch nur den Kapitalismus analysiert – aber seine Anhänger haben das dann gleich zum Dogma erhoben. Und das hat am Ende in den Untergang geführt.

  6. Ja, und da stimme ich Ihnen auch zu, lieber denkenderBürger 🙂
    Der Mensch ist ein Individuum und möchte sich ganz entsprechend der persönlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten entfalten können, frei denken (!), seine Meinung äußern und darüber diskutieren um einen Konsens zu finden. Davon gehe ich bei einer zivilisierten Gesellschaft mal aus und da spricht natürlich auch nichts dagegen, solange man dabei Niemandem Schaden zufügt! So ähnlich steht es ja auch im Grundgesetz.
    Aber jetzt müssen wir uns nur mal ansehen was auf der Welt wirklich im Namen unserer „grenzenlosen Freiheit“ geschieht.
    Moralisch ist das schon lange nicht mehr zu vertreten, oder war es noch nie…
    Wie können wir da mit unseren Grundsätzen fröhlich unserer „grenzenlosen Individualität“ frönen wenn Vieles auf Ausbeutung von Mensch und Natur beruht?
    Ich denke wenn wir uns eine bessere Welt wünschen, sollten wir uns die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung nicht all zu sehr zum Beispiel nehmen. Es gibt auch immer einen anderen Weg 😉
    Ja, mal zur Abwechslung den eigenen Kopf benutzen! Aber vorher Einschalten nicht vergessen! – Interessant das mit den Stalin-Anhängern, ja wie die Lemminge.. haha
    Aber im Ernst, vieles des heute „normalen“ menschlichen Handelns ist weder gut für uns noch für andere aber hat sich teilweise über Generationen in den Köpfen (und neuste Studien sagen sogar in den Genen) festgesetzt und das zieht sich einmal quer durch alle Lebensbereiche. Unrecht und Machtmissbrauch haben lange Tradition und haben überall tiefe Narben hinterlassen…
    Warum versuchen denn die Leute heute so extrem individuell zu sein, dass sie schon wieder alle gleich sind?
    Man könnte sich auch fragen: haben die nichts besseres zu tun?
    Ist das die Suche nach dem verloren gegangenen Selbst? – nach einem Sinn im Leben in einer unnatürlichen Welt die keine wirkliche Orientierung mehr bietet? Das Familienmodell hat ja scheinbar auch ausgedient. – Ok, ein paar Unverbesserliche halten daran fest und haben den Glauben an die Liebe noch nicht verloren 😉
    …Andere poppen sich munter durch die halbe Welt oder legen sich n Hund zu als Familienersatz.
    Naja, und diese gefühlslose Leere und Ziellosigkeit nutzen die netten Herren des Geldes, Werbeleute und Glaubensfanatiker dann kräftig aus.
    Wissenschaft kann da eine Orientierung bieten, aber Rationalismus ist auch nicht alles. Ich glaube schon da gibt’s noch mehr… viel mehr 🙂

  7. Leider sind die Gedanken die wir uns heute machen müssen immernoch grundlegender Natur.
    Manchmal würde ich lieber die vielen ungelösten Probleme vergessen, mich nur noch mit schönen Dingen befassen aber wenn wir unseren Teil beitragen wollen ist Jede/r gefragt!
    Jede/r auf ihre/seine individuelle Art 😉
    Und um auf Ihre Frage zurückzukommen: Es gibt kein danach. Es gibt ja auch keinen Schalter den man umlegt und alles ist gut. Es ist ein fortwährender Prozess denn der Weg ist das Ziel. Und Fehler machen ist durchaus erwünscht, um daraus zu lernen.
    Natur bedeutet echte Vielfalt, Menschen wie Hawking waren noch echte Originale, aber was viele Menschen heute Individualität nennen sind oftmals nur noch Variationen ein und derselben globalen Konsumgesellschaft.
    Nichtsdestotrotz glaube ich dass es eine bessere Zukunft für Alle geben kann. Wie auch immer die aussehen mag aber basierend auf allgemeingültigen Werten die natürlich auch für die Mächtigen gelten. Niemand hat behauptet dass es einfach wird. Aber sonst wäre es ja auch keine Herausforderung.

  8. Moral ist immer etwas subjektives – eine objektive Moral, die man in Zahlen und Formeln bemessen kann gibt es schlicht nicht. Deswegen hat jeder eine andere Moral.
    Auch ein Trump, ein Putin oder ein Erdogan und selbst ein Uli Hönes hat Moral, nur eben eine andere als wir.
    Deswegen ist es immer schwierig, über die Moral eines anderen zu urteilen – weil man damit automatisch beginnt, die eigene Moral über diejenige des Betreffenden zu erheben. Und da ist der Konflikt vorprogrammiert.
    Wenn also (um mal zum Thema zurück zu kommen) Hawkins und die Apokalypse prophezeiht und uns Wege zu deren Verhinderung aufzeigt, dann mag er dmit zwar grundsätzlich REcht haben, aber eben nur auf seine Weise und nur aus der Sicht seiner Moralvorstellungen. Es wird garantiert tausende Leute geben, die anderer Meinung sind und es gibt garantiert tausende von Argumenten, die mehr oder weniger gegen die Thesen von Hawkins sprechen.
    Und da an der richtigen Stelle den richtigen Weg zu finden und im richtigen Moment die richtige Entscheidung zu treffen, ist mehr eine grundlegende Frage. Sie ist auch mit vielen Risiken verbunden, weil sich eben erst hinterher rausstellen wird, ob es der richtige Weg und die richtige Entscheidung war.

  9. Stephen Hawking in allen Ehren. Er war vielleicht einer der begabtesten Wissenschaftler unserer Zeit, und er ließ sich vielleicht hinreißen Antworten auf Fragen zu geben, die medienhörige Konsumenten zwangsläufig stellen.
    Gehe davon aus, das selbst der begabteste Wissenschaftler nicht weiß, wie Leben entsteht, keine Ahnung von Anfang und Ende hat. Egal wie groß das Wissen auch sein mag, es wird immer ein unendlich kleines Fragment in der Unendlichkeit bleiben.
    Also, lieber Steven, ohne wissenschaftliche Arbeit schlecht machen zu wollen, ich stelle diese Prognosen sehr in Frage; Bzw. ich lasse mich nicht dazu hinreißen mich davon einlullen zu lassen oder auf diesem scheinbar hohen Niveau zu kommunizieren.
    Was mir wichtiger erscheint, als das, was auf Grund wissenschaftlicher Prognosen geschehen wird, ist das Leben im Hier und Jetzt. Einschließlich der Fähigkeit, Verantwortung durch erwachtes Bewusstsein tragen zu können. Nicht auf die Katastrophe warten, sondern durch ethisch/moralisches Leben den Beitrag zu leisten, der von Glaube und Hoffnung (auch von Glaube und die Hoffnung in die Wissenschaft) unabhängig ist.
    Auch wenn ich weiß, dass morgen die Welt unbewohnbar wird, oder dass ich morgen sterbe, es nimmt mir nicht die Möglichkeit im Hier und Jetzt voll bewusst zu sein und jederzeit die Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen. Den Egoismus zu überwinden, und das Leben selbst noch im Tod zu bejahen, in Demut zu erkennen, dass das Selbst Nichts und Alles ist.

    Was währen wir ohne erwachtes Bewusstsein? …

  10. Richtig, ich stimme Ihnen voll zu. Er war sicher ein hochbegabter Wissenschaftler und ich habe auch nicht alles von ihm gelesen. Aber die Zitate, die im Beitrag gebracht werden, sind schon sehr abgehoben, um es mal positiv zu bezeichnen.
    „Es gibt keine Zeit mehr abzuwarten, bis die Darwinsche Evolution uns intelligenter oder gutmütiger macht. Wir gehen jetzt in ein Zeitalter ein, das man selbst-entworfene Evolution nennen kann, in dem wir unsere DNA verändern und verbessern können.“ – was ist das für eine Aussage? Hier wird zur Zucht von Menschen mit besonderen Eigenschaften aufgerufen, „gewöhnliche Menschen“ sollen aussterben. Hmmmm, das hatten wir doch schon einmal….? Wer bitte, macht dann die „gewöhnlichen“ Arbeiten, denn alles wird KI nie ersetzen können. Ich halte das für sehr gefährlich, was er da prognostiziert. Ebenso, die Erde zu verlassen, weil wir sie zugrunde gerichtet haben. Gut, wandern wir aus und richten den nächsten Planeten zugrunde. „Geniale“ Rasse, vielleicht in einigen Punkten. Aber im evolutionsbiologischen Sinne wohl kaum. Ohne den Menschen war die Natur so zweckmäßig, dass sie Unnützes sich nicht vermehren ließ oder durch Krankheiten dezimiert hat, ansonsten geht es immer ums sinnvolle Überleben und den Erhalt der eigenen Art. Davon ist die „Geniale“ Menschheit leider sehr weit entfernt. Da nützt das Auswandern und Designen von Erbanlagen auch nicht. Zumal man sich fragen muss, wer denn entscheidet, welches Individuum denn würdig sei, zum „Supermenschen“ zu mutieren?
    Ich halte solche Aussagen für sehr gefährlich, vor allem, wenn sie so blank geäußert werden.

  11. eine komplett patriarchal-christliche Sichtweise, die das vermeintliche Genie (für mich eher Misogynist) von sich gibt.
    Anstelle der natürlichen Geburt durch die Mutter (= Matrifokalität) steht hier die Ingenieurs-mäßige, künstliche Konstruktion von Leben aka dem „Supermenschen“, ganz analog der Schöpfer-Geschichte in der Bibel, wo Gott als Ingenieur auf unnatürliche Weise Leben schöpft.

    Ganz analog dem Rausschmiss aus dem Paradies, wird die Erde hier als verdammt und unheilig angesehen und nur das Außer-Irdische, Himmlische verehrt.

    Genau das ist aber der Kern aller Probleme: Die Entweihung der Frau, der heiligen Geburt, des Lebens, der Erde und unserer Verbindung zur Erde.

    Der Typ ist kein Genie für mich, sondern gibt nur wider, das die Leute im Patriarchat ohnehin ideologisch durch die Bibel etc. eingeimpft bekommen haben.

    Die Lösung ist, uns wieder zu verbinden mit der Natur und der Erde, dann zerstören wir unsere Lebensgrundlage nicht weiter.

    Dass ihr, liebe utopia, das so teilt, finde ich fragwürdig. Ist doch nur PR für sein neues Buch. Etwas mehr kritischen Journalismus bei euch fände ich toll, gerade das sehe ich als eure große Stärke an.

    An dieser Stelle verweise ich gern an die brillante Analyse von Starhawk:
    https://www.youtube.com/watch?v=zV-MsQYrW0g

  12. In welcher Form war Hawking ein Frauenfeind? Er versucht doch einfach nur auf möglichst rationalen Beobachtungen beruhend eine Prognose für unsere Zukunft zu machen. So wie es Wissenschaftler machen sollten.

  13. Da ich sehe, dass Hawking gerade nicht so gut davon kommt, muss ich doch glatt auch nochmal meinen Senf dazugeben und ein bisschen Partei ergreifen… ich verstehe nämlich seine Zitate auch eher als Warnung 😉
    Und ich bin froh, dass sich so viele hier so wie ich, an diesem düsteren Zukunftsszenario stören. Meiner Meinung nach beschreibt Hawking so einfach nur die Zukunft, die uns erwartet wenn die Menschheit weiterhin rücksichtslos diesen leistungs- und wettbewerbsorientierten Weg geht und dabei sogar den Missbrauch an der eigenen Rasse (darf man das noch sagen?) ebenso wie des gesamten Planeten toleriert um davon zu profitieren. Und ganz nebenbei und unabhängig von Hawking sehe ich ebenfalls genau DAS auf uns zu kommen. Beispiele oder zumindest sehr gute Ansätze dafür gibt’s ja genug…
    Wer weiß was in den geheimen Labors gerade geschieht, in den bekannten Ländern in denen ethische Bedenken keine Rolle spielen. Und ich glaub da sind wir uns alle einig, vieles was da passiert wollen wir sicher nicht in der Zukunft erleben!
    Genau deshalb muss es in einer zivilisierten Gesellschaft einfach unmissverständliche Regelungen geben die die von uns so hoch geschätzte Würde des Menschen und des Lebens im Allgemeinen grundsätzlich und für Jedermann und -frau gleichermaßen verpflichtend sicherstellt. Dann würden sich schon viele Fragen von ganz alleine klären und wir müssten die gleiche Grundsatzdiskussion nicht immer und immer wieder führen. Wir könnten uns ja zur Abwechslung vielleicht auch mal „menschlich“ weiterentwickeln. Und damit meine ich auch das Potential zu entdecken dass wirklich in uns steckt. (aber damit meine ich jetzt nicht gut genug um bei DSDS mitzumachen 😉 – Nein! ein Hoch auf RTL und Co! ,die uns doch nur mit wertvoller leichter Unterhaltung beglücken wollen! (…und nur ein bisschen manipulieren)) Aber jetzt mal im Ernst, wir sind die Spezies die es in der Hand hat und wir sind gerade dabei es voll zu verbocken! Es wird Zeit für unsere Handlungen auch endlich mal die Verantwortung zu übernehmen! Im Kleinen wie im Großen!
    Ich denke auch da sind wir uns alle einig sonst wären wir nicht hier bei Utopia 🙂
    Es muss sich was tun, damit gerade dieses von Hawking beschriebene Szenario nicht eintrifft! Für mich war Hawking ohne Frage ein einzigartiger Physiker, großer Denker und Mensch. Aber man muss gar kein Genie sein um aus der Geschichte und der Gegenwart zu lernen und einen Vorgeschmack auf das zu bekommen was uns noch erwartet…

  14. Das Vermögen der 2000 Superreichen ist im vergangenen Jahr um einen Rekordwert von 20 % gestiegen, gleichzeitig rasen wir weiterhin voll auf die nächste Krise zu bis die Blase wieder platzt… tja, die Methoden der Geldvermehrung auf Kosten der Natur und durch Ausbeutung der Ärmsten werden immer dreister und effizienter und die Regierungen gucken einfach zu. Der Markt wird das schon von alleine regulieren… jaja! Ganz bestimmt wird er das tun (kopfschüttel)

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.