Uns droht eine Heißzeit – Forscher sprechen deutliche Warnung aus!

Foto: Pixabay unter CC0

Bei der aktuellen Hitzewelle wird es wohl nicht bleiben: Forscher warnen vor einer Heißzeit – unklar ist, wann sie kommen wird. 

Selbst wenn wir das Klimaziel des Pariser Klimakommens erreichen, besteht in der Zukunft die Gefahr einer Heißzeit. Einen Bericht dazu veröffentlichte jetzt ein internationales Team von Wissenschaftlern im amerikanischen Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences„.

Demzufolge würde sich die Erde langfristig um etwa vier bis fünf Grad Celsius erwärmen und der Meeresspiegel um 10 bis 60 Meter ansteigen. Bei welchem Temperaturanstieg die kritische Grenze erreicht sei und der Klimawandel sich selbst verstärke, sei bislang allerdings unklar. Die Forscher halten sich mit Äußerungen zurück und sprechen eher eine grundsätzliche Warnung aus.

Kippelemente sorgen für Heißzeit

In dem Bericht wurden verschiedene Szenarien ausgearbeitet. Dabei liegt der Fokus auf sogenannten Kippelementen, die eine Erderwärmung verursachen könnten – auch ohne menschlichen Einfluss.

Kippelemente sind etwa die auftauenden Permafrostböden in Russland, die Eisschmelze in der Antarktis, die sich erwärmenden Methanhydrate auf dem Meeresboden und die großen Ökosysteme wie der Amazonas-Regenwald. Sie sind Teile des Klimasystems – kippt eines von ihnen aus dem Gleichgewicht, könnte der Klimawandel weiter verstärkt werden. Das wiederum könnte weitere dieser Elemente kippen – und so zu einer Heißzeit führen.

„Das Ergebnis wäre eine Welt, die anders ist, als alles, was wir kennen“

Kippelemente könnten sich also wie eine Reihe von Dominosteinen verhalten, sagt Mitautor Johan Rockström, Direktor des Stockholm Resilience Centre (SRC) und designierter Ko-Direktor des PIK. „Das Ergebnis wäre eine Welt, die anders ist, als alles, was wir kennen“, wird Mitautor und PIK-Gründungsdirektor Hans Joachim Schellnhuber bei zeit.de zitiert.

Eisbär Klimawandel Tipps
Durch die Erderwärmung könnte sich die Erde drastisch verändern. (Foto: CC0 Pixabay)

Derzeit haben wir eine durchschnittlich ein Grad höhere Temperatur als noch zu Beginn der Industrialisierung. Laut den Autoren könnte es schwieriger werden als bisher angenommen, das Klimaziel des Pariser Abkommens einer Erwärmung von 1,5 bis 2 Grad Celsius zu halten.

Heißzeit: Die Risiken dürfen nicht ignoriert werden

In dem Bericht werden viele einzelne Studien vereint und eingeordnet. Ab welcher Erwärmung ein konkretes Risiko für eine Heißzeit besteht und sich der Zustand der Erde deutlich ändern könnte, kann allerdings noch nicht sicher gesagt werden. Die Forschung müsse sich deshalb schnellstmöglich daran machen, dieses Risiko besser abzuschätzen, meint auch Schellnhuber.

Dennoch sei die Studie ein wichtiger und provozierender Artikel, sagt Jonathan Overpeck von der University of Michigan. „Die Risiken zu ignorieren, könnte katastrophal für den Menschen und den Planeten werden.“

Klima schützen ist wichtiger denn je

Schellnhuber appelliert vor allem an die Politik, die jetzt besonders gefordert sei, etwas gegen den Klimawandel zu tun. Der Kohleausstieg sollte so schnell wie möglich umgesetzt werden, das sei aus wissenschaftlicher Sicht klar. Doch auch jeder Einzelne könne etwas beitragen, um dem Klimawandel zu begegnen.

Zum Beispiel diese 14 Tipps, die jeder in seinen Alltag integrieren kann. 14 Tipps gegen den Klimawandel, die jeder kann

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(6) Kommentare

  1. In diesem Artikel hat sich ein kleiner, aber nicht unerheblicher Fehler eingeschlichen. Es muss hier „um vier bis fünf Grad Celsius“ heißen, nicht „auf vier bis fünf Grad Celsius“, ansonsten ginge es schon eher in Richtung nächste Eiszeit.

  2. Man muss sich die Lügen zum Klimawandel von EIKE e.v, bewusste Leugner, anschauen!
    Alles auf Wikipedia zu lesen!
    Wer steckt dahinter? Ein Michael Limburg, AfD-Mitglied! Außerdem ein paar Altgediente von der FDP.
    So ein Unsinn, der Mensch mit seinem Verhalten würde nichts zum Klimawandel beitragen, die Natur würde nur allen Pfusch selber machen??
    Das viele Plastikzeug im Meer hat nicht die Natur hervorgebracht. Nur EIN Beispiel.
    Nichts denken, diese Schwätzer. Worum geht es ihnen?
    Auch AfD-Politiker wollen nur eines: Wählerstimmen.
    Populisten ist jedes Mittel recht. Bei einfältigen Wählern kommt das eben gut an, dass sie angeblich nichts dafür können für den Klimawandel und nichts für den Umweltschutz tun müssen!
    Die Typen der FDP durchschaut man auch: Der Wirtschaft so wenig wie möglich Auflagen machen, weil sie angeblich auch nichts dazu beiträgt – besonders die Chemiewerke, die ihren chemischen Dreck ins Abwasser leiteten und das Fischesterben mit verursachten.
    Heute nicht mehr, weil auch die Wirtschaft Auflagen bekam. Genauso, wie es die vielen Tenside in den Waschmitteln nicht mehr gibt. Braucht man auch nicht, unsere Wäsche wird auch ohne sauber.
    Die Wirtschaft kann nicht treiben, was sie will.
    EIKE e.V sind billige Klimaleugner!
    Ein Wissenschaftler vom Max Planck-Institut für Klimaforschung sagte:
    Nicht die mindesten Standards für wissenschaftliche Forschung werden bei EIKE eingehalten.
    Die EIKE-Leugner geben sich aber als wissenschaftlich aus!!
    Verlogen!
    Voraussetzung für jeden seriösen Wissenschaftler ist, dass er eine Dissertation geschrieben hat, immer eine schwere Arbeit mit viel Zeitaufwand.
    Das muss sein!
    Dazu ist eine Diss nämlich da, um nachzuweisen, dass man zu wissenschaftlichem Denken und Arbeiten fähig ist, das jeder Forscher bei seiner Arbeit braucht.
    EIKE e.V. sind Lügner!
    Typisch AfD! Deshalb plärren sie auch von Lügenpresse herum und der Trump, auch ein dummer Klimaleugner, quatscht von Fake news = falsche Aussagen.
    Passt!

  3. Our planet will die, if we do not understand.
    It’s time for some acts, our globe needs a helping hand.
    As long as people deny and they still refuse to see,
    our troubles will grow and tomorrow they will still be.
    The pack ice is now melting frightening as an indication of the climate change.
    Global warming is increasing, polar bears are the first victims,
    because their habitat melts away under their paws.
    The polar bears days are numbered as a matter of fact,
    we cannot deny, it is high time that we act.
    It could seem so far away, but it isn’t – don’t you see?
    We are living indeed in the middle of misery.
    Leaning back in our chair relaxing and then complacently wait and see,
    would be a very big mistake, we must finally awake,
    there are some bad habits we must quickly break.
    While we continue to pretend that everything is fine,
    our world is already changing its design.
    However we decide, which path we want to take,
    the future of us all is lying in our hands.

  4. Ich finde das Bild von Pixabay mit dem relativ kräftigen Eisbären nicht wirklich geeignet, um die drastischen Folgen des Klimawandels für diese bedrohte Tierart sichtbar zu machen.
    Es gibt Fotos, die eine deutlichere Sprache sprechen und dennoch das ganze Ausmaß nur annähernd visualisieren können.

    Hier gibt es einige der Problematik angemessenere Fotos der Fotografin Kerstin Langenberger, die bereits aus dem Jahr 2015 stammen:
    https://motherboard.vice.com/de/article/mg78ba/diese-fotos-abgemergelter-eisbaeren-verdeutlichen-das-ganze-drama-der-polarschmelze-778

    Der Eisbär, ein einzigartiges Zeugnis für die Evolution, ist längst zum Symbol des Klimawandels geworden. Eine Ikone der Tierwelt ist vom Aussterben bedroht und steht daher bereits zusammen mit einigen anderen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten (Weltnaturschutzunion IUCN) und viele weitere werden noch folgen.

  5. Wir können uns mit der Klimaveränderung nur noch abfinden und arrangieren. Sie ist in vollem Gange und ab einer bestimmten CO2 Grenzüberschreitung irreversibel.
    Nun kommt die Methan-Ausgasung die 3-fach am „Klimaschalter“ wirkt zum tragen.
    Deshalb gilt es nun die Verhältnisse zur Kenntnis zu nehmen und mit ihnen vernünftig umzugehen.

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