8 häufige Weihnachtsfehler – und wie du sie vermeidest

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Weihnachten – das bedeutet Besinnlichkeit, Familie und Freude? Nicht immer. In vielen Familien wird das Fest der Liebe jährlich zum Stressfaktor. Und auch für die Umwelt ist Weihnachten oft belastend. Damit du die Weihnachtszeit auch wirklich genießen kannst, solltest du folgende Fehler vermeiden.

1. Zu hohe Erwartungen haben

An Weihnachten ist endlich mal wieder die ganze Familie versammelt – da soll alles perfekt und möglichst harmonisch sein. Die hohen Erwartungen an das Fest vermasseln es jedoch oft schon Tage vor dem 24. Dezember. Statistiken zufolge gibt es an Weihnachten besonders oft Streit in der Familie.

Versuche dieses Jahr, die Weihnachtszeit etwas entspannter anzugehen und den Erwartungsdruck zu reduzieren. Tipps hierfür: Weihnachten ohne Stress: 12 Minimalismus-Tipps

2. Den falschen Weihnachtsbaum kaufen

Weihnachtsbaum-Alternativen: bio, regional oder mieten

Jedes Jahr kaufen wir in Deutschland mehr als 20 Millionen Weihnachtsbäume. Sie bleiben für ein paar Wochen im Wohnzimmer stehen, dann landen sie im Müll oder werden anderweitig entsorgt. Dieser Brauch ist an sich schon ziemlich unnachhaltig.

Was das Ganze noch schlimmer macht: Die meisten Bäume stammen aus Plantagen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden – eine enorme Belastung für Böden, Gewässer und Tiere, insbesondere Insekten. Dass wir uns diesen Chemiecocktail nach Hause holen, ist ebenfalls keine schöne Vorstellung.

Eine Alternative sind zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume. Sie wurden in Mischkulturen gepflanzt und nicht mit Pestiziden behandelt. Du erkennst sie an Siegeln der Bio-Anbauverbände, vor allem BioBiokreisBiolandDemeter und Naturland. Es gibt auch Bäume, die FSC– oder PEFC-zertifziert sind.

3. Die falsche Schokolade kaufen

Mehr: 10 Produkte, die viel versprechen – und ehrliche Alternativen

Auch bei Schokolade kann man einiges falsch machen: Die Schokolade in Adventskalendern beispielsweise ist oft mit Mineralölrückständen belastet. Und die Weihnachtsmänner und andere Schoko-Leckereien von konventionellen Herstellern sind kritisch – aber nicht nur wegen potentieller Schadstoffe. Schokolade gehört zu den Produkten, die du fair und bio kaufen solltest, denn Kinderarbeit und Ausbeutung sind auf Kakaoplantagen nach wie vor weit verbreitet.

Empfehlenswerte Schokolade:

4. Jede Menge Verpackungsmüll produzieren

Das schönste an den Weihnachtsgeschenken ist wahrscheinlich der Moment, an dem man sie auspackt. Natürlich sehen die verpackten Geschenke toll aus, zurück bleibt jedoch ein Haufen Papier- oder Kunststoffmüll. Wenn man bedenkt, mit wie viel Energieaufwand und Ressourcen Geschenkpapier produziert, gebleicht, beschichtet und gedruckt wird, ist das eine ganz schöne Verschwendung.

Auf Geschenkpapier zu verzichten, kommt für viele trotzdem nicht in Frage. Aber es gibt Alternativen, die etwas nachhaltiger sind:

  • Nutze zum Verpacken Zeitungspapier, alte Notenblätter oder anderes Papier, das du ohnehin schon zu Hause hast.
  • Kaufe nur Recycling-Geschenkpapier (erkennst du zum Beispiel an dem Blauer-Engel-Siegel)
  • Nutze Tücher, Blechdosen oder Glas als Verpackung

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5. Geschenke massig online einkaufen

In der Vorweihnachtszeit leiden vor allem die Paketboten – denn der Online-Handel erreicht einen Höhepunkt. Jeder Bote muss täglich hunderte Pakete ausliefern und hat jeweils nur wenige Minuten Zeit. Die Zusteller arbeiten unter immensem Druck – werden aber in den meisten Tarifverträgen miserabel bezahlt.

Wer die Paketboten schonen möchte, sollte seine Weihnachtseinkäufe also lieber „offline“ erledigen. Wenn du in kleinen Geschäften statt in großen Kaufhäusern einkaufst, unterstützt du zugleich den lokalen Einzelhandel.

Studien zufolge ist der Online-Handel übrigens deutlich umweltschädlicher, als der Kauf in Geschäften vor Ort. Gründe dafür sind unter anderem komplizierte, emissionsreiche Transporte, Einwegverpackungen für den Versand und Retouren. Mehr Informationen dazu bei der Verbraucherzentrale. Ein Grund mehr, die Geschenke nicht im Internet zu bestellen.

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6. In Einkaufspassen oder Einkaufszentren gehen

Online bestellen ist nicht empfehlenswert – in der Weihnachtszeit in Geschäften einzukaufen, ist aber auch keine gute Idee. Denn die Läden sind überfüllt mit gestressten Menschen, die auf der Suche nach den perfekten Weihnachtsgeschenken sind. Wer sich also nicht durch Menschenmengen schieben möchte, sollte Einkaufsmeilen und Einkaufszentren am besten schon ab Ende November meiden. Besser: Kleine Läden, abseits fer großen Konsum-Straßen aufsuchen. Eine andere gute Alternative: Weihnachtsgeschenke stattdessen selber machen oder Zeit schenken.

7. Weihnachten als Fleischfest feiern

Mehr absurde Bilder: 26 Bilder, auf denen Weihnachten wehtut

Egal ob Weihnachtsgans oder traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat: An Weihnachten gibt es in den meisten Haushalten ein Fleischgericht. Meistens nicht nur am 24. Dezember, sondern auch an den beiden folgenden Feiertagen.

Die Supermärkte wissen das und machen zur Weihnachtszeit spezielle Angebote. (Bei Netto gab es beispielsweise vor kurzem sogar Zebra- und Känguru-Steak zu kaufen.)

Der Fleischkonsum steigt zu Weihnachten – das meiste Fleisch stammt noch immer aus konventioneller Tierhaltung. Vor allem bei Gänsen ist die Haltung mit viel Leid verbunden, unter anderem wegen der qualvollen Stopfmast und Lebendrupf.

Versuche dieses Weihnachten, deinen Fleischkonsum zu reduzieren – oder ganz auf Fleisch zu verzichten. Auch ein vegetarisches Weihnachtsessen kann lecker und festlich sein. Rezepte und Inspirationen:

8. Weihnachten als Konsumfest feiern

An Weihnachten geht es eigentlich um Nächstenliebe, Dankbarkeit und Familie. Allerdings hat man den Eindruck, dass Weihnachten heute vor allem zum Schenken da ist. Die Wunschlisten werden von länger, die Erwartungen größer und die Geschenke teurer – und die meisten machen mit.

Am meisten profitiert davon der Handel. Er macht in der Weihnachtszeit den höchsten Umsatz im Jahr. Das schlimmste: Oft beschenken wir uns gegenseitig mit Dingen, die niemand braucht und quälen uns dafür durch überfüllte Läden. Aber es geht auch anders: Weihnachten ohne Konsumwahn – sondern mit Sinn

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