Dieser Zeitungsbericht warnte schon 1912 vor unseren aktuellen Umweltproblemen

Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de – Pixource und Twitter (Veterans for Change)

Dieser Zeitungsbericht berichtete schon 1912 von dem Treibhauseffekt: In dem 106-Jahre-alten Text wird beschrieben, wie sich die industrielle Verbrennung von Kohle auf unser Klima auswirken wird.

Am 14. August 1912 erschien in der Neuseeländischen „Rodney and Otamatea Times, Waitemata and Kaipara Gazette“ ein kleiner Beitrag mit dem Titel „Kohleverbrauch verändert Klima“. Darin wird davor gewarnt, dass die „Brennöfen der Welt“ jährlich um die 2.000 Millionen Tonnen Kohle verbrennen, welches sich in der Atmosphäre zu rund 7.000 Tonnen CO2 anreichert. Dadurch werde die Luft zu einer „effektiveren Decke“ für die Erde, und würde sie erwärmen. Die Auswirkungen in einigen Jahrhunderten würden „beträchtlich“ sein.

Ein Bild von dem Artikel siehst du in diesem Tweet:

Klimawandel ist länger bekannt, als viele denken

Dass der Artikel auch wirklich aus dem Jahr 1912 stammt, gilt als erwiesen – er wurde nämlich auch in den Archiven der Nationalbibliothek von Neuseeland entdeckt. Außerdem erschien er einen Monat zuvor in der australischen Zeitung „The Braidwood Dispatch and Mining Journal“ und bereits im März in der US-Zeitschrift „Popular Mechanics“ – hier trug der Artikel den Titel: „Außergewöhnliches Wetter von 1911: Der Effekt der Verbrennung von Kohle auf das Klima – Was Wissenschaftler für die Zukunft vorhersagen“.

Tatsächlich war der Klimawandel bereits um die vorletzte Jahrhundertwende Thema: Der schwedische Wissenschaftler Svante Arrhenius sprach als erster von „Treibhausgasen“ – er beschrieb den Effekt in seiner Studie aus dem Jahr 1896. Später kam er außerdem zu dem Schluss, dass der industrielle Kohlausstoß den Planeten erwärmen könnte – und zwar um 4-6 Grad, sollte sich der Anteil von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre verdoppeln.

Arrhenius war sich allerdings nicht der Gefahren des Treibhauseffekts bewusst: „Der Anstieg des CO2 wird zukünftigen Menschen erlauben, unter einem wärmeren Himmel zu leben.“ Seine Forschung war damals weitgehend bekannt, und wurde sogar öffentlich diskutiert – Arrhenius befand sich nämlich im Zwist mit dem Physiker Knut Ångström, der seine Berechnungen scheinbar widerlegt hatte – heute wissen wir, dass Ångströms Berechnungen fehlerhaft waren.

Gefahren des Klimawandels

Wie wir heute wissen, wird der Klimawandel weitaus schwerwiegendere Auswirkungen haben, als bloß warmes Wetter. Die höheren Temperaturen führen zu steigenden Meeresspiegeln, Hitzewellen, Wasserknappheit und steigender Waldbrandgefahr – und das sind nur einige der absehbaren Folgen. In dieser Galerie zeigen wir dir, wie sich ein Temperaturanstieg von nur zwei Grad auf Deutschland auswirken würde: Klimawandel in Deutschland – mögliche Folgen 2040

Trotzdem werden nicht die nötigen Maßnahmen getroffen, um den Klimawandel aufzuhalten. In Deutschland stieß man 2016 laut dem Umweltbundesamt 909 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente aus – also das Vierfache des weltweiten Ausstoßes von 1912. Zwar sind die Zahlen rückläufig, aber um die für 2050 gesteckten Ziele zu erreichen, muss noch viel getan werden.

Das kannst du gegen den Klimawandel tun

Auch du kannst CO2 sparen: Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter, kaufe saisonales Obst und Gemüse und nutze öffentliche Verkehrsmittel. Buche keine weite Flugreise für den nächsten Sommer, oder nutze zumindest den CO2-Ausgleich. Mit einem CO2-Rechner kannst du außerdem deinen eigenen CO2-Fußabdruck berechnen – so erkennst du auf einen Blick, ob du deine Gewohnheiten ändern solltest.

Hier findest du noch mehr Tipps, wie du Treibhausgase verringern kannst: Klimaschutz: 14 Tipps gegen den Klimawandel, die jeder kann

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