Plastikfrei: Bei dm gibt es jetzt Nudeln in Papier verpackt

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Fotos: © dm und Utopia

Neuigkeiten von dm: Seit vergangener Woche kann man bei der Drogeriekette Nudeln plastikfrei einkaufen. Die Nudeln sind nicht nur nachhaltig verpackt, sondern auch Naturland-zertifiziert. Der Preis hat es allerdings in sich.

Egal ob bio oder konventionell – Nudeln sind in der Regel in Plastik verpackt. Bei dm gibt es nun eine Alternative: Seit kurzem verkauft die Drogerie Nudeln der Marke „Alb-Gold“ in Papiertüten.

Das Papier stammt von Bäumen aus FSC-zertifizierter Forstwirtschaft, bedruckt wurden die Tüten mit „wasserlöslicher, naturverträglicher Farbe“, heißt es auf der Unternehmenswebseite. Insgesamt fünf verschiedene Nudelsorten bietet das Unternehmen an: Penne, Fussili und Drelli aus Hartweizen, sowie Penne und Fussili aus Dinkel.

Das kosten die Nudeln bei dm

Alle Nudeln sind außerdem Naturland-zertifiziert. Naturland gehört zu den deutschen Bio-Anbauverbänden und hat strengere Kriterien als das reguläre Bio-Label der EU.

Einen Nachteil haben die plastikfreien Nudeln jedoch: Sie sind vergleichsweise teuer. Eine 500-Gramm-Packung kostet bei dm 2,45 Euro (die Hartzweizen-Sorten) oder 2,85 Euro (Dinkel). Zum Vergleich: Die „regulären“ Bio-Nudeln der dm-Eigenmarke kosten zwischen 75 Cent und 1,95 Euro für 500 Gramm.

Plastik ist billiger und stabiler

Der höhere Preis ist darauf zurückzuführen, dass die Papiertüte deutlich teurer als eine Plastikverpackung ist, erklärt uns eine Sprecherin der Nudelmarke. Alb Gold musste eigens eine Maschine für die Herstellung der Verpackung kaufen. Es habe auch einige Zeit gedauert, passendes Papier zu finden, das stabil und belastbar genug ist.

Es sei prinzipiell gar nicht so leicht, Nudeln in Papier statt Plastik zu verpacken. Das Problem: Die Papiertüten gehen schnell kaputt, weil die harten Nudeln das Papier aufreißen oder durchstechen. Alb-Gold kann deshalb auch nicht alle Nudelsorten in Papier anbieten: Spaghetti und andere lange Nudeln gibt es weiterhin in Plastik.

Plastikmüll ist ein großes Problem für die Umwelt und uns Menschen. Insofern macht Alb Gold mit seiner Papierverpackung schon vieles besser als andere Hersteller, die ihre Produkte immer noch in Plastik verpacken. Doch auch für die die Papierverpackungen werden wertvolle Ressourcen wie Holz, Wasser und Energie aufgewendet – und das für ein Produkt, das schnell wieder im Müll landet. Dass es auch ganz ohne Verpackungen funktioniert, zeigen übrigens verpackungsfreien Supermärkten. Dort kommen Nudeln und Co. einfach in selbst mitgebrachte Behälter und Taschen.

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(3) Kommentare

  1. Da unser Papierverbrauch schon heute zu hoch ist, sehe ich Papierverpackungen nicht als Lösung. Außerdem darf aus gutem Grund, bei Lebensmitteln kein Recyclingpapier verwendet werden. Das heist es braucht Bäume und viel Wasser und Chemie für die Papierherstellung. FSC ist auch nicht so gut, weil z.B. in Schweden auch Clearcuts FSC-Zertifiziert werden. Greenpease und RobinWood sind nicht ohne Grund aus dem FSC ausgestiegen. Wo bleiben die Behälter zum selbst abfüllen nur das ist die Lösung und damit sich dies auch lohnt, Einweg-Verpackung besteuern!

  2. Papier lässt sich wunderbar z.B. aus Hanf herstellen.
    Hanf wächst schnell nach, verbessert den Boden und hat insgesamt eine Menge zu bieten. Man muss keine Bäume abholzen, um Papier herzustellen.

    Die Behälter zum Selbstabfüllen wurden vor ca 20 Jahren bei Alnatura gezwungenermaßen abgeschafft, weil sie aus hygienischen Gründen verboten wurden.
    Allerdings wäre es ja ein Leichtes sie so zu konstruieren, dass die Ware aus einem Spender fällt, so dass sie nur zum Neubefüllen geöffnet werden müssten.

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