Dinkel und Grünkern: heimisch, gesund und gut für die Umwelt

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Dinkel ist ein schmackhaftes Urgetreide – gesünder und weniger schadstoffbelastet als Weizen. Insbesondere im Grünkern stecken dabei reichlich Vitamine und Mineralien.

Die über 6000 Jahre alte Kulturpflanze Dinkel erlebt dank ihrer Robustheit und Inhaltsstoffe ihre wohlverdiente Renaissance. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Getreidesorten kommt Dinkel aufgrund seiner harten Schalte ohne Pestizide aus und hält Schädlinge auf natürliche Weise fern.

Unterschied zwischen Dinkel und Grünkern

Dinkel enthält mehr gesunde Inhaltsstoffe als Weizen
Dinkel enthält mehr gesunde Inhaltsstoffe als Weizen
(Foto: CC0/ Pixabay / benibeny)

Grünkern (auch Grünkorn genannt) ist ein unreif geernteter Dinkel, der anschließend geröstet und getrocknet wird. Der Verbraucherservice Bayern hebt seinen Stellenwert für Gesundheit und Zukunft hervor und beschreibt ihn als gesunde Alternative zum Weizen. Denn Dinkel und vor allem Grünkern enthalten nicht nur mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weizen, sondern auch mehr und höherwertiges Eiweiß (Vorsicht bei Glutenunverträglichkeit!).

Landwirte reagieren und bauen den Verwandten des Weichweizens zunehmend häufiger an. Somit ist Dinkel ein regionales Produkt, das außerdem auch an Problemstandorten wachsen kann. Durch seine gute Lagerfähigkeit ist Grünkern das ganze Jahr über erhältlich.

Gesunder Dinkel: Mineralstoffe, Vitamine und Proteine

Selbstgebackenes Dinkelbrot.
Selbstgebackenes Dinkelbrot.
(Foto: CC0 / Pixabay / catkin)

Dinkel besitzt eine deutlich höhere Menge an Vitalstoffen als Weizen. So strotzt das Urgetreide geradezu vor Vitaminen und Mineralstoffen. In 100 Gramm Dinkel stecken zum Beispiel 4,3 Milligramm Eisen. Im Weizen hingegen sind es nur 3,3 Milligramm. Ähnlich verhält es sich bei den restlichen Nährstoffen. Außerdem ist es mit 10% Eiweißgehalt eine hervorragende Proteinquelle.

Ein Hindernis für die optimale Nährstoffaufnahme ist jedoch die Phytinsäure im Dinkel. Hierbei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, der die Mineralstoffe an sich bindet und für den Menschen unverdaulich macht. Abhilfe schafft ein mehrstündiges Einweichen des Dinkelkorns, das die „Umklammerung“ der Mineralien wieder löst. Das Wasser sollte anschließend weggegossen werden. Eine Ähnliche Funktion auf die Phytinsäure haben Hefe und Sauerteig: Dinkelbrot selber backen – Zutaten und Rezept.

Rezepte mit Dinkelmehl: Bratlinge und Grünkern-Brotaufstrich

Dinkelmehl überzeugt nicht nur durch seine Nährstoffe, sondern schmeckt auch ausgesprochen lecker. Sein nussig aromatischer Geschmack verleiht Speisen eine besondere Würze. Dabei ist Dinkelmehl für alle Mehlspeisen ebenso verwendbar wie Weizenmehl. 

Im Folgenden zwei Rezepte zur Inspiration für etwas Abwechslung in deiner Küche:

Dinkel-Bratlinge

Bio-Zutaten:

  • 130 g Dinkel, geschliffen oder Schrot
  • 150 ml Wasser
  • 1 Ei
  • 4 EL Paniermehl
  • 1 Prise Salz und Pfeffer
  • 1 TL Paprikapulver

Den Dinkel etwa zwei Stunden in Wasser quellen lassen und danach abgießen, um einerseits die Phytinsäure zu deaktivieren (s.o.) und anderseits am Ende einen weichen Bratling zu erhalten. 

Anschließend alle Zutaten mit dem Dinkel vermischen und so viel Paniermehl hinzugeben, bis ein fester Teig entsteht. Die fertige Teigmischung zu kleinen Fladen drücken und in der Pfanne bei mittlerer Hitze vier Minuten von beiden Seiten braten.

https://www.youtube.com/watch?v=9wQd1dDWwag

Grünkern-Brotaufstrich

Bio-Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 150 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Grünkern, geschrotet
  • 1 1/2 EL Majoran
  • 1 Prise Salz und Pfeffer und andere Gewürze nach Wahl

Die Zwiebel und den Knoblauch kleingehackt in der Pfanne anbraten. Die restlichen Zutaten in einem Topf aufkochen und bei mittlerer Hitze 30 Minuten quellen lassen.

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