Dm und Rossmann starten neue Strategie gegen Plastikmüll

Foto: CC0 Public Domain / Pixabay

Wer bei dm oder Rossmann einkauft, soll künftig leichter erkennen können, wie viel recyceltes Plastik eine Verpackung enthält – und sich so für die umweltschonendere Packung entscheiden können. Dabei soll ein neues Logo helfen.

Obst, Gemüse und viele andere Lebensmittel lassen sich vergleichsweise unkompliziert plastik- und verpackungsfrei einkaufen – selbst in konventionellen Supermärkten. Anders ist das bei vielen Kosmetik- und Reinigungsprodukten: Bodylotion, Duschgel oder Geschirrspülmittel findet man fast ausschließlich in Plastikverpackungen.

Eine Initiative der Drogerieketten dm und Rossmann soll Kunden nun dabei helfen, beim Einkauf zumindest weniger „neuen“ Plastikmüll mit nach Hause zu nehmen. Funktionieren soll das über eine Kennzeichnung, erklärt ein Verantwortlicher von dm der Süddeutschen Zeitung. An jedem Produkt soll erkennbar sein, wie hoch der Anteil an „Rezyklat“ ist, also der Anteil an wiederverwertetem Kunststoff.

Dm und Rossmann haben noch weitere Pläne

Wenn Kunden wissen, welche Packung mehr Rezyklat enthält und damit umweltfreundlicher ist, werden sie sich für das entsprechende Produkt entscheiden – so die Idee. Wie diese Kennzeichnung konkret aussehen soll, steht noch nicht fest. Der Süddeutschen Zeitung zufolge erwägt dm ein Logo mit Ampel-Prinzip. Ende März soll eine Entscheidung fallen.

Dm und Rossmann planen neben dem Recycling-Logo noch eine weitere Maßnahme: Hinweise auf den Produkten sollen künftig erklären, wie sie entsorgt werden sollten. Es geht dabei um mehr als nur die Unterscheidung zwischen gelbem Sack oder Restmüll. Die Hinweise sollen zum Beispiel erklären, wie man die Ummantelung eines Produkts am einfachsten entfernt. Wenn Verpackungen richtig entsorgt werden, lassen sie sich besser recyceln.

Plastikverpackungen: Deutschland ist EU-Spitzenreiter

Die Initiative von dm und Rossmann ist ein Schritt in die richtige Richtung – unserer Ansicht nach könnte sie aber noch weiter gehen. Beispielsweise sollten Verpackungen mit einem geringen Rezyklat-Anteil teurer werden. Wenn umweltschädliche Produkte mehr kosten, werden sie für Kunden unattraktiver.

Noch wichtiger ist jedoch, dass wir unseren Umgang mit Plastik grundsätzlich verändern. Jede Person in Deutschland verbraucht mehr als 220 Kilogramm Verpackungen im Jahr – so viel in keinem anderen EU-Land. Und jedes Jahr wird es mehr Plastikmüll.

Unser Plastikmüll im Ausland

Nur ein geringer Anteil des Plastiks wird recycelt. Der Rest wird verbrannt, landet in Mülldeponien, in der Umwelt oder im Ausland: Die SZ online veröffentlichte Anfang des Jahres erschreckende Bilder aus Malaysien, auf denen riesige Müllberge aus deutschem Plastikmüll zu sehen sind. Jedes Jahr gelangen demnach hunderttausende Tonnen Plastik aus Deutschland in das Land. Was du selber tun kannst, um Plastikmüll zu reduzieren:

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(1) Kommentar

  1. Ich halte die Kampagne für reines Greenwashing. Ich sehe nicht weniger, sondern immer mehr Produkte, da tröstet mich auch kein Recycling-Anteil in der Verpackung. Ich erwarte ein radikales Umdenken. Dm wird immer seltener mein Laden, weil ökoligisch sinnvollere Produkte gegen sinnentleerte eingetauscht und ausgelistet werden.

    Offensichtlich hat dm nicht verstanden, dass das Klima sich nicht die Bohne für uns interessiert, es bleibt Klima, nur wir müssen dann halt wieder verschwinden – wir, die Krankheit, von der die Welt dann wieder genesen kann.

    Aber bis dahin können wir uns ja fröhlich mit 50 verschiedenen Sorten Duschzeug vergnügen… .

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