EU warnt vor dem Aussterben der Menschheit – entscheidendes Jahr 2030

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Eine neue, offizielle EU-Studie zu Zukunftstrends und Strategien in Sachen Klimapolitik warnt: Die Menschheit ist vom Aussterben bedroht, wenn wir nichts ändern – und zwar bald.

Eine am Freitag von der ESPAS (European Strategiy and Policy Analysis System) veröffentlichte Studie zeichnet ein düsteres Bild unserer Zukunft: „Sollten Temperaturen über 2030 hinaus weiter ansteigen,“ heißt es dort, „werden wir mit häufiger vorkommenden Dürren und Überschwemmungen konfrontiert sein, mit extremerer Hitze und der Armut von 100 Millionen von Menschen.“

Temperaturanstieg kann Ende der Menschheit bedeuten

Abgesehen davon würde es immer häufiger zu unkontrollierbaren Waldbränden kommen und immer mehr Menschen befänden sich auf der Flucht – vor allem in Städten würden sich Menschen dann ansammeln. Im schlimmsten Fall aber bedeute ein weiterer Temperaturanstieg das „Aussterben der gesamten Menschheit.“

Das bedeutet: steigen die Temperaturen bis zum Jahr 2030 weiter an, kann das unser Ende bedeuten. Eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur um 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter sei das Maximum, das der Planet aushalten könne, so die Studie.

Um dieser Herausforderung begegnen zu können, müssen sich die Hauptverursacher zusammenschließen: Europa, die USA und China hätten den größten Einfluss auf das Klima.

EU-Studie: Klimawandel ist das wichtigste Zukunftsthema

Die Studie mit dem Titel „Globale Trends 2030: Herausforderungen und Entscheidungen für Europa“ macht deutlich: Der Klimawandel ist das wichtigste politische Zukunftsthema. Darüber hinaus weist die EU-Studie auf weitere Veränderungen hin, mit der die Menschheit künftig konfrontiert sein werde.

So schreiben die Autoren auch über demographische Herausforderungen: Im Jahr 2030 werden 8,6 Milliarden Menschen auf der Erde leben – eine Milliarde Menschen mehr als jetzt. Die Gesellschaft werde zudem immer älter und immer mehr Menschen würden in Städten wohnen, was eine höhere Kriminalitätsrate zur folge haben könnte.

Mögliche Folgen für die Zukunft

Würden wir auf diese Veränderungen nicht angemessen reagieren, könnten das in der Zukunft dramatische Folgen haben: Die Schere zwischen Arm und Reich könnte weiter auseinandergehen, was populistischen Parteien Auftrieb geben würde. Europa könnte stärker auseinander driften und als Ergebnis würden Werte wie Demokratie, Menschenrechte und friedliche Konfliktlösung weltweit an Bedeutung verlieren.

Deshalb müsse jetzt und nicht in Zukunft gehandelt werden: „Unsere Ziele für die Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren, wird die wichtigste Aufgabe sein“, heißt es in dem Fazit des Berichts.

Die Inhalte der Studie decken sich weitgehend mit den sechs Forderungen der „Fridays for Future“-Bewegung der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg. Weltweit gehen Jugendliche seit Wochen auf die Straße, um für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren.

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(25) Kommentare

  1. Mit Hungersnöten, Hitze, Kälte, Naturkatastrophen, tödlichen Krankheiten war der Mensch und seine Vorfahren von Anbeginn konfrontiert. Sie haben durch ihre evolutionäre Kraft dazu beigetragen, dass unsere Vorfahren sich zu den Menschen, die wir heute sind, entwickelt haben. Völlige Quatsch, zu behaupten, das würde die Menschheit ausrotten – widrige Umweltbedingungen hat sie erst erschaffen. Die Menschheit wird nicht am Klimawandel sterben. Von der Ausrottung bedroht ist sie aber tatsächlich. Denn sie wird an ihren Massenvernichtungswaffen zugrunde gehen. Die Frage ist nicht ob sondern nur wann. Noch vor oder erst nach dem Klimawandel? Das wußte schon Albert Einstein: „I don’t know with which weapons man will fight in world war III, but in world war IV man will fight with sticks and stones“. Und das ist noch eine sehr optimistische Prognose. Der Grund, warum der Klimawandel als Problem so gepuscht wird und dadurch andere viel existenziellere Probleme praktisch völlig aus dem Blickfeld geraten, ist auch klar: Es ist unsere Marktwirtschaft. Mit Lösungen für den Klimawandel kann man Geld verdienen. Mit Lösungen für für den atomaren Overkill geht das nicht. Folglich hat auch keiner Interesse, auf das Problem ständig hinzuweisen.