Energieeffizienz-Klassen und energieeffiziente Geräte

Was bedeuten eigentlich die Energieeffizienzklassen?
Illustration: Miro Poferl

Jeder, der schon einmal ein Haushaltsgerät gekauft hat, ist den Energieeffizienz-Klassen begegnet. Denn deutlich sichtbar muss an jedem Gerät ein Etikett mit der Energieeffizienz-Klasse angebracht sein. Doch was bedeutet das EU-Energie-Label? Kann man damit wirklich bewusst umweltfreundlich einkaufen?

Seit den frühen 90ern regelt eine EU-Richtlinie europaweit die Energieeffizienz-Klassen und den Einsatz des Energieeffizienz-Etiketts, das deswegen auch EU-Energie-Label heißt.

Ursprünglich definierte man sieben Effizienz-Klassen

  • von A (grün, am besten, also besonders niedriger Energieverbrauch)
  • bis G (rot, am schlechtesten, also besonders hoher Energieverbrauch).

Das regenbogenfarbene EU-Energie-Label findet sich heute vor allem auf Haushaltsgeräten (Kühlschränken, Waschmaschinen, Geschirrspülern, Wäschetrocknern, Backöfen, Staubsaugern u.a.), ferner auf Fernsehern, Lampen und Autos. Wenn du mehr dazu wissen willst, was hinter dem Begriff Energieeffizienz im Allgemeinen steckt, klick hier.

Update: Staubsauger vorerst ohne Label

Ende Januar 2019 wurde bekannt, dass Staubsauger ab sofort ohne das bewährte Energie-Label auf den Markt kommen. Der Grund: Die entsprechenden EU-Regeln liefen aus, weil die EU-Kommission keine  Rechtsmittel gegen ein Gerichtsurteil einlegen wollte. Die EU-Kriterien für Staubsauger werden allerdings ohnehin gerade überarbeitet (siehe unten). Deshalb ist anzunehmen, dass Staubsauger ab Anfang 2020 wieder über das EU-Energie-Label verfügen werden, dann mit neuen Abstufungen von A bis G. In der Zwischenzeit werden im Handel sowohl Staubsauger mit den alten Auszeichnungen als auch solche ohne Label zu finden sein.

Probleme der Energieeffizienz-Klassen

Die Energieeffizienz-Klassen und damit das EU-Energie-Label haben allerdings einige Probleme:

  1. Die Energieeffizienz eines Kühlschranks lässt sich nicht direkt mit der einer Glühlampe vergleichen. Deswegen ist die Effizienz-Skala für jedes Gerät, das die Kennzeichnung tragen muss, nach komplizierten Kriterien separat definiert.
  2. Eine Einteilung in schulnotenähnliche Werte in ursprünglich sieben, heute bis zu zehn Klassen lässt immer noch viel Spielraum innerhalb der jeweiligen Klassen, was den Energieverbrauch eines Geräts angeht.
  3. Welches Produkt die Bestnote A verdient, wurde vor 20 Jahren mit Hilfe eines Referenzgerätes festgelegt. Dank technischer Verbesserungen gab es in einigen Produktgruppen bald Produkte, die energiesparender waren, als ein A-Gerät bis dahin sein musste. Die Folge wäre gewesen, dass bessere und schlechtere Geräte gleichermaßen ein A erhalten hätten. In der Not legte man neue Klassen fest, die „noch besser“ als A sein sollten, nämlich A+, A++ und A+++. Das schuf unnötige Verwirrung.
  4. Zumal noch Folgendes hinzukommt: Die Skala reicht nicht überall von A+++ bis G. In einigen Produktgruppen gibt es gar keine Geräte mit A+++ (zum Beispiel bei Staubsaugern), in anderen sehr wohl. Auch reichen nicht alle Labels bis hinunter zum Buchstaben G, sondern nur bis D (zum Beispiel die von Wäschetrocknern).

Energieeffizienz-Klassen auf dem EU-Energie-Label

Die Skala sieht heute etwa so aus wie im folgenden Bild und reicht insgesamt vom bestmöglichen Wert A+++ über schlechtere, aber noch gute Werte wie A++, A+ und A bis zum wirklich schlechten G. Wie erwähnt, schöpfen aber nicht alle Produktgruppen die Skala ganz aus.

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Beispiel für ein Energie-Label der EU in der momentanen Optik (seit 2010). Dieses Label gilt für Kühlschränke. (Bild: WikimediaCommons)

Doch welcher unbefangene Käufer käme auf die Idee, dass A++ nicht „supergut“, sondern tatsächlich zweitklassig ist, was die Energieeffizienz angeht? Außer natürlich in Warenkategorien, in denen es zum Beispiel noch keine Modelle mit A+++ gibt, etwa bei den Staubsaugern: Dort ist A++ zurzeit die höchste Auszeichnung. Für Verbraucher ist das mitunter schwer nachvollziehbar.

Kritiker bemängeln an den Energieeffizienz-Klassen auch, dass sie zu stark vereinfacht seien: Der Konsument wiegt sich damit in Sicherheit, etwas Gutes getan zu haben, während es besser wäre, er würde sich gründlicher informieren und so möglicherweise auf ein Gerät stoßen, das noch wesentlich umweltfreundlicher ist. Oft wäre es auch das Beste, auf eine Anschaffung ganz zu verzichten – wie im Fall von Wäschetrocknern, die unnötige Energiefresser sind. Auch ist es oft klüger, ein bestehendes Gerät noch eine Weile weiterzunutzen (oder reparieren zu lassen), statt ein neues anzuschaffen.

Zur weiteren Verwirrung trägt auch die eher grobe Skalierung bei: Für ein B bei Lampen muss sich beispielsweise der sogenannte Energieeffizienzindex EEI im Bereich zwischen 0,24 und 0,60 befinden (siehe das entsprechende EU-Gesetz). Eine 0,60er-Lampe verbraucht aber 2,5 Mal so viel Strom wie eine 0,24er-Lampe. Doch diese Information wird von Herstellern entweder gar nicht angegeben oder gut versteckt. Wer sich also allein auf die Note B verlässt, aber eine 0,60-Lampe (statt einer 0,24er) erwirbt, der meint es gut – und macht es schlecht.

Mogeln die Hersteller bei den Energieeffizienz-Klassen?

Leider ja. Möglich ist das, weil das Label für die Energieeffizienz-Klassen nicht (wie beispielsweise eine TÜV-Plakette) extern vergeben wird, sondern direkt vom Hersteller selbst angebracht wird – oder sogar erst vom Händler. Kontrollen sind selten und strichprobenartig, in einigen EU-Ländern finden sie überhaupt gar nicht statt.

In der Vergangenheit kam es deshalb immer wieder zu Schummeleien. Als der Verband der Verbraucherzentralen und der Bund für Umwelt und Naturschutz die Kennzeichnung über 10.000 Haushaltsgeräte überprüften, machten sie eine unerfreuliche Entdeckung: Bei jedem sechsten Fernseher fanden sie Mängel bei der Energiekennzeichnung, also falsche oder fehlende Label für die Energieeffizienz-Klassen.

Dabei stellte sich die Situation im Onlinehandel etwas besser dar als im Einzelhandel oder in Elektronik-Großmärkten. Einige Online-Shops sind durchaus vorbildlich, was die Darstellung der Energieeffizienz-Klassen angeht, wie dieser Screenshot eines Online-Händlers zeigt:

Saturn EEK
Achten Sie auf die Angabe der Energieeffizienz und entsprechende Filtermöglichkeiten auch in Online-Shops. (Screenshot: Saturn)

Kann man bei den Energieeffizienz-Klassen tricksen?

Ja, es gibt Tricks, mit denen man bei den Energieeffizienz-Klassen schummeln kann, um sich ein besseres Label aufs Gerät zu kleben. Ein Beispiel: Wer ein Smartphone hat, weiß, dass der meiste Strom für die Displaybeleuchtung verbraucht wird. Bei Fernsehern ist das nicht anders.

Also stellt man als Hersteller die Werkseinstellung des Fernsehers recht dunkel ein, um ihm – formal korrekt – eine hervorragende Energieeffizienz zu attestieren. Der Verbraucher freut sich und kauft den Fernseher, weil er ja eine gute Energieeffizienz-Klasse hat. Nach dem Auspacken regelt er die überraschend niedrige Standard-Helligkeit nach oben – das war’s dann mit dem Stromsparen.

Auf diese und ähnliche Weisen versuchen manche Hersteller, ihre Angaben zu beschönigen. Dabei handeln sie in der Regel formal korrekt; Verbraucher werden aber dennoch getäuscht, weil sie nicht so  energieeffiziente Produkt erwerben, wie sie denken.

Sind Energieeffizienz-Klassen Unsinn?

Nein. Trotz aller Kritik an den Energieeffizienz-Klassen: Zur ersten Orientierung ist das Label-System, das mit knalligen Bonbon-Farben arbeitet, eine hervorragende Sache.

Wer aber ganz genau gehen will, muss sich durch die Datenblätter der Hersteller wühlen. So kannst du nicht nur die Energieeffizienz-Klasse in Erfahrung bringen, sondern auch andere relevante Werte (insbesondere die Leistungsaufnahme in Watt) – auch hier wieder in der Hoffnung, dass die Hersteller ehrliche und korrekte Angaben gemacht haben.

Gut beraten ist auch, wer vor dem Kauf unabhängige Tests und Messungen konsultiert. Auch die EcoTopTen bieten beispielsweise eine gute erste Anlaufstelle.

Spart mehr Energieeffizienz auch mehr Geld?

Ja – aber das ist eigentlich die falsche Frage! Weniger Strom zu verbrauchen, spart immer Geld. Viel wichtiger ist: Wenn eine halbe Milliarde EU-Bürger vermehrt energieeffiziente Geräte einsetzen, hat das in der Masse auch enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Je höher die Energieeffizienz-Klassen aller Geräte, desto besser.

Aber Vorsicht vor voreiligen Schlüssen: Wie erwähnt, solltest du nicht gleich all deine Geräte wegschmeißen, nur um sie durch energieeffizientere zu ersetzen. Funktionierende Geräte zu entsorgen, verkürzt die Produktlebensdauer von Bestandsgeräten und verschlechtert deren Ökobilanz. Betrachte die Energieeffizienz-Klassen immer in Zusammenhang mit anderen Kriterien wie der Langlebigkeit oder den Ressourcen, die bei der Herstellung eines Produkts anfallen.

Übrigens auch gut für die Umwelt: Den Stromanbieter wechseln – natürlich zu einem Ökostromanbieter.

Werden die Energieeffizienz-Klassen überarbeitet?

Ja, und zwar genau jetzt! Nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Kritik an den EU-Energielabels gegeben hatte, beschloss die EU im Jahr 2017, das Chaos der Energieeffizienz-Klassen zu lichten. So will man anstelle der momentan gültigen Skala A+++ bis G (die bei bestimmten Gerätegruppen bis zu 10 Stufen haben kann) wieder zum System A bis G zurückkehren und alle Geräte neu einsortieren.

Dadurch soll das EU-Energie-Label wieder seine grundlegende Aufgabe erfüllen: Dem nachhaltig denkenden Verbraucher eine unmittelbare Orientierungshilfe für eine umweltfreundliche Kaufentscheidung zu geben.

Als erste Produktgruppen werden zurzeit die Kriterien für Lampen und Leuchten, Kühlgeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernseher überarbeitet. Die neuen Labels sollen ab 2020 in den Geschäften Einzug halten. Die Neufestlegung und Umsetzung für alle übrigen Produktgruppen wird dann einige weitere Jahre in Anspruch nehmen.

Die energieeffizientesten Elektro-Geräte

Wir haben gemeinsam mit dem Öko-Institut e.V. verschiedene Bestenlisten für dich erstellt, in denen nur Produkte vorkommen, die als besonders energieeffizient ausgewiesen sind. Es gibt Listen zu weißer Ware wie Kühlgeräten, Spülmaschinen, Waschmaschinen und Trocknern sowie zu LED-Fernsehern und Staubsaugern. Außerdem haben wir für alle Produktgruppen Stromspar-Ratgeber erarbeitet, an denen du dich vor dem Neukauf orientieren kannst.

Ratgeber & Bestenlisten zu Kühlgeräten

Ratgeber & Bestenlisten zu Waschmaschinen und Trocknern

Ratgeber & Bestenliste zu Spülmaschinen

Ratgeber & Bestenliste zu Staubsaugern

Ratgeber & Bestenliste zu Fernsehern

Ratgeber zu Kaffeemaschinen

Aktuelle Video-Tipps zum EU-Energielabel

Hier findest du einige aussagekräftige Videos, die wir zum Thema EU-Energielabel und Energieeffizienz für dich ausgewählt haben:

Autoren: Peter Riedlberger, Andreas Winterer, Lino Wirag

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(6) Kommentare

  1. echt jetzt, die wollen die Skala wieder von A-G? Das riecht nach Chaos. Warum bitte haben die nicht damals schon ein System eingeführt, auf dem die Plätze A-D noch frei sind?? In 3 Jahren haben wir dann wieder A++ !? Oder man denkt mal über ein „generisches“ System nach wie der Relation „Leistung“ pro Watt, wobei Leistung beim Fernseher die Bildschirmdiagonale wäre, bei der Lampe Lumen, beim Auto Liter/100km etc. Dann könnte man Äpfel mit Äpfeln vergleichen und nicht immer „ich will aber nur A++ Geräte“ (wo es bei manchen nur A gibt und anderen A+++).

    Die Welt könnte so einfach sein, aber 99% sehen das anders!??

  2. ich finde diese Klassifizierung enorm hilfreich. Zum groben Überblick orientiert man sich an den Labels, danach informiert man sich in den Datenblättern.

    Die Rückkehr zum System A bis G finde ich gut.. Viel Schmuh fällt danach weg: ein Gerät das jetz z.B.A + + (also recht gut ist, landett dann vielleicht nur noch in Klasse C!

  3. Wie viel Strom verbraucht wird bzw. welche Kosten durch ein Elektro Gerät entstehen kann man aber auch anhand der Watt Leistung berechnen, oder? Ich möchte nämlich einen elektrischen Infrarot Heizstrahler https://www.vasner.com/de/heizstrahler/ mit 2000 Watt kaufen für meine Terrasse. Auf den Webseiten unterschiedlicher Anbieter sind aber keine Energieeffizienz Klassen angegeben. Wonach wird das beim Heizstrahler festgelegt? Gibt es verschiedene Geräte der gleichen Watt Leistung, die unterschiedlich effizient Wärme erzeugen? Oder worauf muss ich da achten?

  4. Kommt ganz auf das Heizgerät an:
    Ist es ein sog. Spitzen-Last-Gerät oder ein Dauer-Last-Gerät?
    Bei Spitzen-Last-Geräten ist in der Energie-Effizienz-Klasse der Durchschnittswert und daneben (meist klein gedruckt) der Spitzenwert. Der Spitzerwert ist ausschlaggebend dafür, wie das Gerät abgesichert werden muß und läßt Rückschlüsse zu, mit welchen Stromverbrauch bei erhöhten Leistungs-Anforderungen (weil es z.B. an einem kühlen Herbst-Abend) zu rechnen ist.
    In der Praxis bedeutet das, daß bis zum Erreichen der eingestellten Temperatur die Spitzen-Last (oder Maximal-Leistung) entnommen und dann die Leistung reguiert wird (worauf ich noch zurück komme).
    Bei Dauer-Last-Geräten wird hingegen der über die Regulierung eingestellte Wert dauerhaft entnommen. Wenn dann z.B. das Gerät auf halbe Leistung eingestellt ist, wird eben konstant die Hälfte der Spitzerleistung aus dem Netz entnommen und gut ist.
    Dann kommt es darauf an, wie die Steuerung erfolgt.
    Funktioniert die über Abschalt-Betrieb oder über eine automatische Leistungs-Regulierung?
    Bei einer automatischen Leistungs-Regelung wird die Leistung bei Erreichen einer bestimmten Temperatur runtergeregelt und bei Erreichen einer unteren Temperatur wieder erhöht. Bei Abschalt-Betrieb funktioniert das ähnlich, nur das eben die Leistung nicht runter geregelt wird, sondern das Gerät ganz abgeschaltet und dann bei Erreichen des unteren Temperaturwertes wieder angeschaltet wird. Ich würde im Zweifel zur Automatik-Regelung raten – die ist energietechnisch effizienter, weil da weniger „nachgeheizt“ werden muß.
    Ansonsten kommt es darauf an, welche Materialien im Gerät verbaut sind.
    Sind die Materialien enegietechnisch hochwertig, weil sie z.B. die Wärme gut aufnehmen oder gar speichern, ist die Energieeffizienz natürlich höher.
    Sind sie minderwertig oder ist das Gerät ohne Energiespeicher, sinkt die Energie-Effizien.
    Ausschlaggebens ist hier, wie und für welchen Zweck das Gerät überwiegend genutzt wird:
    Ist die Nutzung der Terasse nur sporadisch, reicht ein einfaches Gerät ohne Wärmespeicher. Wird die Terasse hingegen ausgiebig genutzt, sollte es ein hochwertiges Gerät möglichst mit Wärmespeicher sein.
    Ich hoffe, die Frage verständlich und ausführlich genug beantwortet zu haben.

  5. Worauf unbedingt noch zu achten ist, ist Leistungs-Kapazität des Elektro-Anschluß.
    2000 Watt in der Spitze sind kein Pappenstil – das macht rund 10 Ampere. Vielleicht ist der Spitzerwert sogar noch höher – diesen unbedingt beachten und als Basis für die weitere Betrachtung verwenden!
    Ist da am selben Stromkreis noch irgend ein anderes größeres Gerät (z.B. eine Teich-Pumpe) oder viele kleine Verbraucher (z.B. die Garten-Beleuchtung) angeschlossen, kann das mit der Absicherung eng werden.
    Am besten einfach mal die Leistung der noch mit am Stromkreis angeschlossenen Geräte addieren und nach der Sicherung schauen, welche Leistungs-Kapazität da noch frei ist. Bei einer 16-Ampere-Sicherung sind 3500 Watt problemlos drin (230 Volt x 16 Ampere).
    Kommt natürlich auch drauf an, ob die zusätzlichen Geräte gleichzeitig mit dem Heizer laufen sollen. Bei der Außenbeleuchtung wird das wohl der Fall sein, bei einer Teichpumpe nicht zwingend. Das ganze nennt sich „Gleichzeitigkeits-Faktor“.
    Sollte die Leistungs-Kapazität des Stromkreises nicht ausreichen, sollte die Steckdose für das Heizgerät eine separat abgesicherte Zuleitung bekommen – mit der Sicherung um die Wette laufen will schließlich keiner.
    Sollte das Heizgerät einen Drehstrom-Anschluß benötigen, wird in der Regel sowieso ein separater Drehstrom.Anschluß benötigt. Auch hier auf die Leistungs-Kapazität achten.

  6. Bei einigen Geräten verleiten die angegebenen Energie-Effizienz-Klassen auch zu irrigen Handlungen:
    So sind Waschmachinen oder Geschirr-Spühler sog. Spitzenlast-Geräte.
    Wenn sie eine gute Energie-Effiziienz-Klasse haben und dort z.B. 500 Watt angegeben sind, ist das nur der Durchschnitts-Energie-Verbrauch. In der Spitze, wenn die Maschine also wäscht und gleichzeitig das Waschwasser heizt braucht sie trotzdem zwischen 2 und 3 kW. Deswegen müssen solche Geräte auch separat abgesichert werden.
    So mancher hat das nicht bedacht und sie in Anbetracht der günstigen Enerie-Effizienz-Klasse einfach mittels Steckdosen-Verteiler-Leiste gemeinsam mit anderen elektrischen Geräten betrieben – und sich dann gewundert, warum ständig die Sicherung rausgefallen ist.

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