Millionen Menschen in über 150 Ländern: Die besten Bilder der weltweiten Klimademo

Foto: Instagram @podcastmoodlover

Am heutigen „Friday For Future“ steht die nächste globale Klimademo an: Erneut gehen am 29. November auf der ganzen Welt Millionen Menschen auf die Straße, um fürs Klima zu protestieren. Wir tragen Zahlen und Eindrücke hier zusammen.

Fridays for Future ruft heute bereits zum vierten globalen Klimastreik auf. Den großen Klimastreik im September an Besucherzahlen und teilnehmenden Städten zu übertreffen, wird schwer: Damals beteiligten sich Millionen Menschen in 2.966 Städten an den Protesten. Für heute sind weniger angekündigt: Weltweit sollen laut Fridays For Future Streiks in 2.460 Städten in 158 Ländern stattfinden.

Greta Thunberg fordert zum Klimastreik auf

Das hält die Aktivisten aber nicht davon ab, weiter zu protestieren. Initiatorin Greta Thunberg fordert auch heute wieder zum Streiken auf. „Im September gingen 7,5 Millionen Menschen auf der ganzen Welt auf die Straße. Morgen machen wir es wieder. Jeder wird gebraucht. Jeder ist willkommen. Mach mit!“, twitterte Greta am Donnerstag.

Greta selbst befindet sich derzeit noch auf einem Katamaran auf dem Atlantik, mit dem sie zur UN-Klimakonferenz in Spanien segelt.

Fridays for Future in Deutschland: Berlin, München, Hamburg

In Deutschland steht der heutige Streik unter dem Motto „Neustart Klima“. Der Claim ist eine Reaktion auf das Klimapaket, auf das sich die Große Koalition im September geeinigt hat. „Die Bundesregierung hat dem 1,5°-Ziel eine Absage erteilt. Das akzeptieren wir nicht!“, heißt es auf der Webseite von Fridays For Future. In mehr als 500 deutschen Städten sind Streiks geplant.

In Berlin sorgt die Band Seeed für Stimmung. Mehrere zehntausend Menschen haben sich in der Hauptstadt versammelt, um gegen die Klimapolitik zu demonstrieren. Die Polizei rechnet mit 50.000 Menschen.

Das C der CDU hat’s auch zur Demo geschafft:

In München sind es laut Veranstalter aktuell 33.000 Menschen (Stand 14.00 Uhr). Der Königsplatz in der Innenstadt ist voll, twittert Fridays For Future aus der bayerischen Landeshauptstadt.

Beeindruckend ist auch diese Perspektive auf den Demonstrationszug in München

In Hamburg sollen nach aktuellem Stand (14.00 Uhr) 55.000 Demonstranten fürs Klima unterwegs sein.

Was Protestsprüche angeht, mangelt es nicht an Kreativität. „Ich bin so sauer, ich hab sogar ein Schild gemalt“, heißt es da etwa.

Auch gut: „Mit Abschalten war nicht euer Gehirn gemeint.“

Sogar in der Antarktis und der Arktis wird gestreikt

„Wir liefern die Fakten, es ist Zeit zu handeln“, lautet die Botschaft, die internationale Wissenschaftler heute aus der Arktis schicken. Die Wissenschaftler befinden sich aktuell auf dem deutschen Forschungsschiff „Polarstern“ des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI). Und sie müssen es wissen, denn kaum eine Region hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so stark erwärmt wie die Arktis.

Vom anderen Ende der Welt kommen ebenfalls deutliche Worte: „Es gibt keinen Planeten B“, erklären die Wissenschaftler, die sich heute in der Antarktis am Streik beteiligen.

Fridays For Future in Europa

Etwa 20.000 Menschen sind in Mailand, Italien für das Klima auf der Straße. Insgesamt machen heute 115 Städte in Italien bei den Klimastreiks von Fridays For Future mit.

In Leiden in den Niederlanden laufen die Demonstranten fürs Klima im Kreis. Knapp 70 Menschen sind zur Klimademo gekommen.

Dieser Tweet zeigt Klimaproteste in der griechischen Hauptstadt Athen.

Klimastreiks auf der ganzen Welt

In Tokyo marschierten Klimademonstranten vom Shinjuku Chuo Park in Richtung Metropolitan Government Building. Bereits bei der letzten großen Demonstration im September waren dort fast 3.000 Menschen auf der Straße, in ganz Japan sollen es laut dem japanischen Magazin Sumikai etwa 5.000 gewesen sein. Im Vergleich zu Deutschland ist die Klimabewegung in Japan noch relativ klein.

In Nepal streiken Schüler in der Hauptstadt Kathmandu. Die Aktivisten von Fridays For Future Nepal haben ab 10 Uhr Ortszeit zur Klimademo am Burbar Platz aufgerufen.

In Indien hat sich eine kleine Gruppe von Aktivisten am Elliots Beach in Chennai versammelt. Laut Fridays for Future beteiligen sich insgesamt Aktivisten in 187 indischen Städten an den Streiks.

In Neu Delhi streiken Menschen vor einer Müllverbrennungsanlage. Sie zeigen Solidarität mit den Menschen, die auf Mülldeponien leben müssen.

Greenpeace zeigt Bilder vom Klimastreik auf den Philippinen: In der Hauptstadt Manila fordern Aktivisten Klimagerechtigkeit. Dabei geht es weihnachtlich zu. Die Demonstrierenden tragen traditionelle Laternen, die mit Sonnenenergie betrieben werden.

In Bangladesch streiken Schüler heute im Distrikt Noakhali.

Im australischen Perth haben die Aktivisten eine Schweigeminute eingelegt, um all jener zu gedenken, die durch Busch- und Waldbrände in ganz Australien Verluste erlitten haben.

„How Dare You“, (dt. „Wie könnt ihr es wagen“), zitieren die Fridays For Future Aktivisten in Nigeria Greta Thunberg.

Laut Extinction Rebellion Deutschland hat eine Schülerin aus dem Kongo 46 Tage am Stück gestreikt, um um auf die katastrophale Situation des Kongo-Regenwaldes aufmerksam zu machen. Auch heute ist sie wieder für Klimagerechtigkeit auf die Straße gegangen.

„Uganda ist eines der Länder, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind“, twittern Fridays-For-Future-Aktivisten in Uganda heute und fordern sofortiges Handeln gegen den Klimawandel. Auch dort gehen die Menschen unermüdlich und Woche für Woche auf die Straße.

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