The Ocean Cleanup ist am Ziel – jetzt kann die Meeressäuberung losgehen

The Ocean Cleanup
Foto: © The Ocean Cleanup

Der Meeresstaubsauger von The Ocean Cleanup hat sein Ziel erreicht – den Pazifischen Müllstrudel. Dort soll das Gerät nun damit beginnen, Plastikmüll aus dem Meer zu fischen. Die neuesten Bilder und mehr Informationen hier.

Anfang September war der Meeresstaubsauger in See gestochen: Ein Schiff hatte das Gerät von der Bucht von San Francisco hinter sich her gezogen. Nach einer erfolgreichen Testphase auf offener See ist das Gerät nun am Pazifischen Müllstrudel angekommen.

Jetzt wird es also ernst für The Ocean Cleanup: In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, ob der Plan des Unternehmens aufgeht. Um das Plastik im Meer aufzusammeln, ist das Gerät mit Fangarmen ausgestattet. Die „Arme“ sind dabei lange Röhren. Eine Verlängerung nach unten funktioniert wie eine Art Sieb, das Müll an der Meeresoberfläche abfischt.

The Ocean Cleanup will Meeresplastik recyceln

The Ocean Cleanup
Der Meeresstaubsauger von The Ocean Cleanup in der Bucht von San Francisco. (Foto: © The Ocean Cleanup)

Damit der Meeresstaubsauger nicht unkontrolliert im Meer herumtreibt, wird er von einer im Wasser treibenden Ankerkonstruktion an Ort und Stelle gehalten. Für Fische soll das Gerät ungefährlich sein, da sie unter den Fangarmen durchschwimmen können. Der Plastikmüll, der an den Armen hängenbleibt, wird in regelmäßigen Abständen von Booten aufgesammelt und dann recycelt. Mikroplastik kann der Staubsauger aber nicht auffangen.

Einige Kritiker halten die Versprechen von The Ocean Cleanup für unrealistisch. Manche befürchten außerdem, dass der riesige Meeresstaubsauger Schaden im Meer anrichten könnte.

Diese Youtube-Video erklärt, wie es gehen soll:

https://www.youtube.com/watch?v=O1EAeNdTFHU

Ehrgeizige Pläne

System 001 von The Ocean Cleanup im Testgebiet.

The Ocean Cleanup will in fünf Jahren die Hälfte des angesammelten Plastikmülls im gesamten Pazifik absaugen – angefangen beim Pazifischen Müllstrudel. Der Strudel stellt die weltweit größte bekannte Ansammlung von (Plastik-)Müll in den Meeren dar. Neuesten Erkenntnissen zufolge soll der Müllstrudel zwischen Kalifornien und Hawaii bereits rund fünfmal so groß wie Deutschland sein und 1,8 Billionen Plastikteile enthalten.

Boyan Slat: der Gründer von The Ocean Cleanup

ocean clean up
Boyan Slat (Foto: © The Ocean Cleanup)

The Ocean Cleanup ist wohl das bekannteste Meeressäuberungsprojekt. 2013 hatte der damals 18-jährige Boyan Slat das Unternehmen gegründet. Spätestens nach seinem Ted-Talk 2014 erhielten Boyan Slat und sein Start-up internationale Bekanntheit. Inzwischen ist Slat 24 Jahre alt – und hat ein großes Team hinter sich.

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(14) Kommentare

  1. Man kann nur hoffen, das es so wie gewünscht funktioniert. Oder wenigstens auch nur halb so gut…
    Aber endlich tut wer was und redet nicht bloß, wie die großen Fischerflotten, die die Meere töten.

  2. Ich frage mich immer noch, wer die Kosten für die Schiffe bezahlen wird …?
    Wie funktioniert und wer zahlt das Recycling der Plastikmassen, die vermutlich voller Muscheln und Algen und Krams sind, nachdem sie monatelang im Meer trieben…?

  3. Was ein Blödsinn! Vermeiden wäre tausendmal sinnvoller. Die gefährlichen Mikropartikel können damit nicht aufgefischt werden und Fische ’sollen‘ dabei nicht zu Schaden kommen. Wer’s glaubt. Hört auf, den Dreck zu kaufen, hört auf, mit Euren Autos zu fahren, Fleisch zu essen und Flugzeuge zu benutzen, damit wäre viel mehr gewonnen. Aber dazu seid Ihr alle ja viel zu … Das Üble daran: jeder, der einen Euro gibt, wird sich damit im Recht glauben, genau so weitermachen zu können wie vorher und alles wird noch viel schlimmer werden.

  4. Mit diesem Gerät alleine ist es nicht getan, stellt nur eine „Notlösung“ dar!
    Es ist katastrophal, wo überall in der Natur Plastik zu finden ist, längst nicht nur in den Meeren, sondern auch in den Wäldern, auf Feldern, in Straßengräben, überall!

    Auch in der Landwirtschaft wird viel zu lässig mit Plastik umgegangen, teilweise das Zeug sogar auf den Äckern untergepflügt.
    Zudem ist es erlaubt, daß ein bestimmter Prozentsatz an Plastikverpackung beim Schreddern von Gemüse mitgeschreddert wird und so in den „Bio“-Gasanlagen landet und letztendlich auf unseren Äckern! Da sollten massiv die Alarmglocken schrillen und jedem die Nackenhaare zu Berge stehen.

  5. Ich würde ja hier gerne die Empfehlung aussprechen, mit dem ewigen „Ja, aber“ aufzuhören. Natürlich kann das keine alleinseligmachende Idee sein – aber es IST WENIGSTENS EINE IDEE! Mit Jammern allein ändern wir nichts, liebe(r) flamarion, Boyan hingegen hat wenigstens eine Idee in die Tat umgesetzt. Und jetzt verlässt diese Idee den Hafen und nimmt Fahrt auf. Und was tut Dein „Ja, aber“? Es hockt hier rum und jammert!

    Danke, wegtreten!

  6. Hallo Shay,

    da muß ich Dich leider enttäuschen, hier hockt kein „Ja aber“ herum und jammert. Die Ozeane gehören soweit als möglich gereinigt, keine Frage aber das ist lediglich eine NOTlösung.
    Denk doch einfach mal weiter … solange sich nichts wesentlich in den Köpfen der meisten Menschen ändert, wird sich an dem Problem Plastik nicht viel ändern. Im Gegenteil … da werden irgendwelche Apparaturen erfunden, um das Plastik herauszufiltern, was für viele Menschen ja wiederum der Anlass sein wird, so bequem wie bisher weiterzuleben, also Wegwerfgesellschaft zu bleiben.
    Ich halte es für enorm wichtig, gleichzeitig da anzusetzen, wo Plastik überhaupt hergestellt und verbraucht wird. Ursachenbekämpfung und nicht Symptombekämpfung!!! Solange weiterhin Plastikverpackungen und Plastiktüten in Massen produziert und überall angeboten werden, wird es weiterhin Plastikberge geben. Und darauf zu warten, daß sich etwas in den Köpfen der Menschen ändert => bis dahin in der Rest des Planeten auch noch vermüllt.
    Privat ist bei mir weitestgehend plastikfreie Zone und ich bin aktiv, engagiere mich für ein plastikfreies Leben.

  7. Also man kann vor diesem jungen Mann nur gaaanz tief den Hut ziehen. Ganz große Leistung in so jungen Jahren, Viel Erfolg bei diesem Job und möge diesem ehrgeizigen Projekt niemals das Geld ausgehen!
    Dennoch ist es für mich umso unverständlicher, dass es in den Medien auch negative Stimmen gibt, vor allem von grünen Verbänden, die darüber eigentlich vor Freude hoch springen sollten… da wird von Lebensräumen im Müllstrudel gefaselt, die man mit dieser Aktion nicht zerstören darf!!?? Gehts noch!? Erst heute morgen in den Nachrichten gesehen….
    Na ja muss wohl so sein, weil von denen keiner die Idee hatte und auch die Umsetzung hinbekommen konnte, nur immer gegen alles zu sein, ist einfacher….

  8. Mit fünf Tonnen gesammeltem Müll monatlich? Bei jährlich 300 Millionen Tonnen neu produziertem Plastik! Ich lache mich tot. Wenn die noch mehr solche Schlagzeilen produzieren, sollten sie sich nicht wundern, wenn Sie niemand mehr ernst nimmt. Aber so was kommt halt dabei heraus, wenn Kinder über Kinder berichten.

  9. Was für ein unreifer, nutzloser Kommentar. Dieses „Kind“ hat in seinem Leben schon mehr auf die Beine gestellt und mehr Menschen inspiriert, also so mancher 80jährige von sich behaupten kann. Wer sagt eigentlich, dass hohes Alter gleichzusetzen ist mit Intelligenz, Weisheit, oder damit, dass man der Menschheit schon so wahnsinnig große, wichtige Dienste geleistet hat? Alt zu werden ist kein Verdienst. Alt zu werden ist schlicht und einfach Glückssache, denn es bedeutet einfach nur, dass man nicht schon früher gestorben ist.

    Die Arroganz mancher älteren Herrschaften macht mich echt krank. Und NEIN, ich bin auch keine 24 mehr, aber ich wünschte, ich wäre es nochmal und könnte nur ansatzweise so etwas vollbringen wie Boyan Slat. Er hat eben noch nicht resigniert, weil er im Gegensatz zu denen, die schon den Tod vor der Nase haben, noch (hoffentlich) sehr viele Jahrzehnte auf unserem gebeutelten Planeten verbringen darf bzw. muss und deshalb alles dran setzt, dort auch noch leben zu KÖNNEN!

    Ja, vielleicht ist er auch ein Träumer, vielleicht wird der Ocean Cleanup nicht funktionieren und Millionen Dollarchens werden dafür draufgegangen sein. Frage – WIE VIELE Millionen sind es nochmal, die inzwischen z.B. für völlig sinnlose Bankenrettungen draufgegangen sind…??

    Wenn Sie Utopia nicht mehr ernst nehmen können, surfen Sie bitte zukünftig woanders hin. Das wäre wohl für alle angenehmer.

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