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Gute Nachrichten von The Ocean Cleanup: „We are now catching plastics“

© The Ocean Cleanup

Letztes Jahr war The Ocean Cleanup mit seiner Mission vorerst gescheitert, jetzt gibt es gute Neuigkeiten: Der „Meeresstaubsauger“ funktioniert wieder – und sammelt aktuell Plastik am Pazifischen Müllstrudel ein.

Als das „System 001“ vergangenen Oktober in See stach, war die Hoffnung groß –nach nur zweieinhalb Monaten kam die Ernüchterung: Der Meeresstaubsauger funktionierte nicht richtig: Eingesammelter Plastikmüll war wieder zurück ins Meer getrieben und ein 18 Meter langes Endstück hatte sich vom Gerät gelöst. The Ocean Cleanup holte System 001 wieder zurück an Land.

Das Team des Unternehmens arbeitete anschließend daran, das Gerät zu reparieren und Schwachstellen zu beheben. Seit Juni schwimmt das verbesserte „System 001/B“ wieder im Pazifischen Müllstrudel. Nach einer Testphase machte The Ocean Cleanup am Mittwochmorgen eine erfreuliche Ankündigung: Das Gerät funktioniert und sammelt erfolgreich Plastik ein.

The Ocean Cleanup: Das ist neu an System 001/B

The Ocean Cleanup von oben. (Foto: © The Ocean Cleanup)

Dafür waren einige Änderungen am Meeresstaubsauger nötig: Es verfügt nun über einen Fallschirm-Treibanker, der das Gerät verlangsamt. So kann es auch Plastik einsammeln, das sich schneller im Wasser fortbewegt – das hatte bei System 001 noch nicht funktioniert.

Dank einer größeren Vorrichtung aus Kork soll außerdem kein eingefangenes Plastik mehr verloren gehen und ins offene Meer zurücktreiben – ebenfalls ein Problem des alten Geräts.

Boyan Slat freut sich über den Erfolg

CEO Boyan Slat postete auf Twitter ein Bild von dem eingefangenen Plastik von System 001/B und schrieb: „Unser Ocean-Cleanup-System fängt endlich Plastik ein, von einem eine Tonne schweren Geisternetz bis hin zu kleinem Mikroplastik! Und vermisst jemand ein Rad?“ Auf dem Bild ist unter anderem ein altes Autorad inklusive Reifen zu sehen.

Noch ist The Ocean Cleanup aber nicht ganz am Ziel. Das Unternehmen hatte System 001/B speziell für die Tests entwickelt. Jetzt will das Team ein größeres „System 002″ bauen, das langfristig im Meer arbeiten soll.

Was wird aus dem Meeresplastik?

The Ocean Cleanup Plastik

Um das Plastik aufzusammeln, ist das Gerät von The Ocean Cleanup mit Fangarmen ausgestattet. Die „Arme“ sind lange Röhren. Eine Verlängerung nach unten funktioniert wie eine Art Sieb, das Müll an der Meeresoberfläche abfischt. Damit der Meeresstaubsauger nicht unkontrolliert im Meer herumtreibt, wird er von einer im Wasser treibenden Ankerkonstruktion an Ort und Stelle gehalten.

Für Fische soll das Gerät ungefährlich sein, da sie unter den Fangarmen durchschwimmen können. Der Plastikmüll, der an den Armen hängenbleibt, soll in regelmäßigen Abständen von den Booten aufgesammelt werden. The Ocean Cleanup will das erste Plastik von System 001/B Ende des Jahres an Land bringen. Was dann daraus wird, verrät das Unternehmen noch nicht. Aber so viel ist klar: Es wird recycelt. „Es gibt einige coole Ideen, was wir damit machen. Aber es ist noch zu früh, das zu teilen“, sagt Boyan Slat bei einer Pressekonferenz.

Boyan Slat: Der Gründer von The Ocean Cleanup

Boyan Slat. (Foto: © The Ocean Cleanup)

The Ocean Cleanup ist wohl das bekannteste Meeressäuberungsprojekt. 2013 hatte der damals 18-jährige Boyan Slat das Unternehmen gegründet. Spätestens nach seinem Ted-Talk 2014 erhielten Boyan Slat und sein Start-up internationale Bekanntheit. Inzwischen ist Slat 25 Jahre alt – und hat ein großes Team hinter sich.

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