Greta auf dem Weltklimagipfel: So stellt sie unsere Politiker bloß

Greta Thunberg UN Klimagipfel
Foto: Screenshot YouTube (@We don't have time)

Schulstreik für das Klima: Die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg schwänzte wochenlang die Schule. Nun hat sie eine Rede beim Klimagipfel gehalten – in der sie der Politik schwere Vorwürfe macht.

Seit knapp zwei Wochen findet in der polnischen Stadt Kattowitz der Weltklimagipfel statt. Die Rede von Greta Thunberg war ein Höhepunkt des Gipfels – immerhin kommt es nicht oft vor, dass eine 15-jährige vor dem UN-Generalsekretär und hochrangigen Staatsvertretern spricht.

Gleich zu Beginn ihrer Rede wird sie deutlich: „Seit 25 Jahren haben unzählige Menschen in den Weltklimagipfeln die Führer unserer Staaten gebeten, die Emissionen zu stoppen. Das hat offensichtlich nichts gebracht. … Ich werde sie also um nichts bitten. Ich bitte stattdessen die Menschen auf der ganzen Welt zu verstehen, dass unsere politischen Führungen versagt haben.“

Greta: Politiker verhalten sich wie Kinder

Greta fordert, dass vor allem die reichen Länder mehr für den Klimaschutz tun – und sich an ihre Verpflichtungen des Pariser Klimaabkommens halten. Nationen wie Schweden sollen ihre Emissionen um mindestens 15 Prozent reduzieren, sagt sie. Innerhalb der nächsten sechs bis 12 Jahre sollen sie komplett emissionsfrei werden.

Dass sie dabei keine großen Hoffnungen in die Politik hat, sagt sie in ihrer Rede erneut: „Wir sind nicht hierher gekommen, um die Staatsoberhäupter der Welt anzubetteln, sich um unsere Zukunft zu kümmern. Sie haben uns in der Vergangenheit ignoriert und sie werden uns wieder ignorieren. Wir sind hier, um sie wissen zu lassen, dass ein Wandel kommt, ob sie wollen oder nicht. Die Menschen werden sich der Herausforderung stellen. Und da unsere Staatsoberhäupter sich wie Kinder verhalten, werden wir die Verantwortung übernehmen, die sie schon lange hätten übernehmen sollen.“

Hier die ganze Rede auf Youtube:

Protest statt Schule

Greta Thunberg ist bekannt geworden, weil sie im August wochenlang die Schule schwänzte, um gegen die Klimapolitik zu protestieren. Mit einer Rede in Helsinki berührte sie im Oktober zehntausende Menschen.

Inzwischen geht die 15-jährige wieder zur Schule, allerdings nur an vier Tagen die Woche. Jeden Freitag demonstriert sie gemeinsam mit anderen Streikenden weiterhin vor dem schwedischen Parlament.

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