Kokosmilch: dm, dennree und Co. bei Öko-Test

Foto: Öko-Test

Kokosmilch hat bei Öko-Test oft „sehr gut“ abgeschnitten. Nur bei wenigen Produkten hatte das Verbrauchermagazin etwas auszusetzen und wenn, dann bei konventioneller Kokosmilch.

Kokosmilch eignet sich gut für Currys und Suppen – oder als pflanzliche Alternative zu Sahne. Gesünder ist sie allerdings nicht: Ähnlich wie Sahne ist Kokosmilch reich an gesättigten Fettsäuren. Darum solltest du nur geringen Mengen beim Kochen verwenden. Hinzu kommen die weiten (klimaschädlichen) Transportwege, die Kokosmilch von Sri Lanka und den Philippinen zurücklegen muss, bis sie bei auf dem Teller landet (mehr dazu in unserem Artikel: Kokosmilch: Gesunde Nährwerte oder exotischer Klimakiller?).

Wenn schon Kokosmilch, dann also bitte auch ein gutes Produkt ohne bedenkliche Inhaltsstoffe. Öko-Test hat für die März-Ausgabe seines Magazins Kokosmilch von zehn Marken gekauft und im Labor auf Schadstoffe untersuchen lassen. Darunter sieben Bio- und drei konventionelle Produkte. Nicht alle sind empfehlenswert.
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Kokosmilch im Test: Öko-Test rät zu Bio-Produkten

In Kokosmilch ist nur Kokosmilch? Könnte man meinen, stimmt aber nicht immer. Denn einige Produkte enthalten umstrittene Zusatzstoffe. Die gute Nachricht: Die Bio-Kokosmilch war immer frei von bedenklichen Inhaltsstoffen. Geprüft hat Öko-Test zum Beispiel die Bio-Kokosmilch von Denree und dm. Bei konventioneller Kokosmilch gab es dagegen Kritik.

  • In der Kokosmilch von Edeka steckten das Verdickungsmittel Carboxymethylcellulose (CMC) und der Emulgator Polysorbat 60.
  • Tierversuchen haben gezeigt, dass CMC und Polysorbat in hoher Konzentration die Darmflora schädigen können. Mediziner raten, auf solche Stoffe zu verzichten und bei einer Darmerkrankung ganz zu meiden.
  • Der Ansicht von Öko-Test nach sind diese Stoffe ohnehin überflüssig. Es genüge, die Kokosmilch vor dem Öffnen einmal zu schütteln. Dies habe den gleichen Effekt wie ein Emulgator.

In einer anderen Kokosmilch hat Öko-Test Carrageen nachgewiesen. „Carrageen steht schon länger im Verdacht, den Verdauungstrakt negativ zu beeinflussen und Allergien zu fördern“, so das Verbrauchermagazin.

Chlorat in Kokosmilch entdeckt

Neben Polysorbat und CMC sorgte noch ein weiterer Stoff für Kritik: Öko-Test hat erhöhte Chlorat-Werte in einer Kokosmilch festgestellt. Chlorat steckt oft in Desinfektionsmitteln und könnte bei der Produktion und Abfüllung in die Kokosmilch gelangt sein. Bedenklich sei der Stoff Chlorat, da er „die Jodaufnahme in die Schilddrüse vorübergehend hemmt“, erklärt Öko-Test. In der Vergangenheit hatte Öko-Test auch in Bio-Kokosmilch Chlorat entdeckt. Das war in diesem Test erfreulicherweise nicht so. Auch Mineralölrückstände befanden sich diesmal keine in der Kokosmilch.

Wer Kokosmilch kauft, sollte am besten zu Bio-Produkten greifen. Bei ihnen gab es im Test nichts zu beanstanden – sie waren frei von unnötigen Zusatzstoffen. Denn Kokosmilch braucht eben auch nichts weiter als Kokos und Wasser. Wir empfehlen außerdem, beim Kauf von Kokosprodukten auf das Fairtrade-Siegel zu achten. Es garantiert den Arbeitern faire Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen.

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Alle Details findest du in der Ausgabe 02/2020 von Öko-Test sowie online auf www.ökotest.de.

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