Kokosmilch: Gesunde Nährwerte oder exotischer Klimakiller?

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Kokosmilch ist kein Geheimtipp mehr: Ob als vegane Alternative zu Sahne oder für die asiatische Küche. Doch ist sie wirklich so gesund? Wir verraten mehr zu ihren Nährwerten und der Klimabilanz.

Kokosmilch ist auch bei uns zum festen Teil der kulinarischen Genüsse geworden. Das liegt zum einen an der steigenden Beliebtheit von exotischen Rezepten wie Currys, zum anderen am hohen Fettgehalt der „Milch“ aus Kokos. Dadurch eignet sich Kokosmilch hervorragend als veganer Ersatz für Sahne oder Creme fraîche. Viel gesünder ist sie allerdings nicht – und auch Anbau und Transport sind ökologisch fragwürdig.

Kokosmilch-Nährwerte: Weder fett- noch kalorienarm

CC0 Public Domain / Pixabay / nandukumar
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(Foto: Die Kokosnuss ist nicht so unschuldig, wie sie in der Werbung präsentiert wird.)

Betrachtet man nur die Nährwerte, ist Kokosmilch nicht gesünder als herkömmliche Sahne. Das liegt daran, dass sie reich an gesättigten Fettsäuren ist, die als eher ungesund gelten. Die Nährwerte von 100 Gramm Kokosmilch und Sahne (30 Prozent Fett) im Vergleich: 

  • Kalorien: 230 Gramm (Sahne: 280 Gramm)
  • Fett: 24 Gramm (Sahne: 30 Gramm)
  • davon gesättigte Fettsäuren: 21 Gramm (Sahne: 18 Gramm)
  • Kohlenhydrate: 6 Gramm (Sahne: 3 Gramm)
  • davon Zucker: 3 Gramm (Sahne: 3 Gramm)
  • Eiweiß: 2 Gramm (Sahne: 2 Gramm)
  • Ballaststoffe: 2 Gramm (Sahne: 0 Gramm)

Nicht so gesund: Kokosmilch und gesättigte Fettsäuren

Kokosmilch ist Bestandteil vieler asiatischer Rezepte - wie z.B. dem Thai-Curry.
Kokosmilch ist Bestandteil vieler asiatischer Rezepte – wie z.B. dem Thai-Curry.
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / FlyingMonkeyMother)

Zwar hat Kokosmilch etwas weniger Kalorien und Fett als 30-prozentige Sahne. Die Bestandteile von Kohlenhydraten, Eiweiß und Ballaststoffen machen wiederum kaum einen Unterschied. Was die Kokosmilch weniger gesund macht, ist aber die Art von Fett:

Mehr als 85 Prozent des Fettes in der Kokosmilch besteht aus gesättigten Fettsäuren, in der Sahne sind es hingegen nur 60 Prozent. Da gesättigte Fettsäuren laut vieler Studien als ungesund gelten, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation, diese Fette nur in Maßen zu konsumieren.

Kokosmilch-Anbau und Transport: Bedenklich für die Umwelt

Laut Ökotest enthält jedes zweite Kokosprodukt Schadstoffe wie zum Beispiel Mineralöl, Weichmacher oder Chlorat. Zudem haben Kokosprodukte wegen der langen Transportwege eine ganz schlechte CO2-Bilanz. Und nicht nur das: Die Anbaubedingungen von Kokosnüssen sind mehr als bedenklich, weil sie auf immer mehr Fläche, mit mehr Dünger und vermehrt in Monokulturen angebaut werden. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Kokospalme recht langsam wächst und nicht sehr ertragreich ist. All dies kann man nicht besonders nachhaltig nennen.

Utopia empfiehlt daher: Kokosmilch solltest du nur hin und wieder kaufen, und in diesem Fall auf Bio-Qualität achten – zumal es für fast jedes Produkt ein anderes regionales Milchersatzprodukt gibt. Auch ist Kokosmilch, wie immer wieder behauptet, sicherlich kein Schlankmacher.

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