Kartoffeln, Pilze & Co.: Diese 6 Lebensmittel solltest du nicht in der Mikrowelle aufwärmen

Diese Lebensmittel solltest du nciht in der Mikrowelle aufwärmen
Foto: © Colourbox.de

Das Essen von gestern nochmal schnell in der Mikrowelle aufwärmen? Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, ist das eine gute Idee – bei manchen Lebensmitteln wie zum Beispiel Kartoffeln und Pilzen ist das Aufwärmen in der Mikrowelle jedoch nicht empfehlenswert.

Übrig gebliebenes Essen schmeckt am zweiten Tag oft noch genauso gut. Bei einigen Lebensmitteln solltest du jedoch vorsichtig sein: Wärmst du sie erneut auf, riskierst du Magenprobleme oder Schlimmeres – vor allem, wenn du sie nur in der Mikrowelle erhitzt. Mit der richtigen Lagerung lässt sich das Risiko jedoch reduzieren. Bei diesen Lebensmitteln solltest du besonders vorsichtig sein:

Spinat

Spinat aufwärmen
Wenn du Spinat noch einmal aufwärmen willst, darf er nicht zu lange bei Raumtemperatur herumstehen. (Foto: CC0 / Pixabay / AlexRodry)

Spinat soll man kein zweites Mal aufwärmen – das ist eine alte Küchenregel, die heute nur noch teilweise gültig ist. Das Problem bei Spinat: Die Pflanze enthält von Natur aus viel Nitrat. Bei Raumtemperatur kann sich das Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit umwandeln.

Nitrit kann in Verbindung mit bestimmten Eiweißabbauprodukten krebserregende Nitrosamine bilden. Ein hoher Nitritgehalt kann außerdem zu Übelkeit, Durchfall und Erbrechen führen. Abgestandenen oder länger gelagerten (gekochten) Spinat solltest du daher nicht mehr essen.

  • Ein zweites Mal aufwärmen solltest du Spinat nur, wenn du die Reste zuvor schnellstmöglich abgekühlt hast – Kälte dämmt die Nitritbildung ein.
  • Auch wenn du die Lebensmittel kühlst, solltest du nicht länger als maximal zwei Tage warten. Denn auch im Kühlschrank bildet sich Nitrit, wenn auch langsamer.
  • Erhitze Spinat im Topf für mindestens zwei Minuten auf über 70 Grad Celsius. In der Mikrowelle werden die Lebensmittel oft nicht gleichmäßig warm.

Lies auch: Spinat aufwärmen: darauf musst du achten

Pilze

Pilze Pfifferlinge aufwärmen
Pilze sind der ideale Nährboden für schädliche Mikroorganismen. (Foto: CC0 / Pixabay / czu_czu_PL)

Ähnlich wie bei Spinat verhält es sich auch bei Pilzen: Lagert man gekochte Pilze für längere Zeit bei Raumtemperatur, kann Aufwärmen kritisch werden. Mit ihrem hohen Gehalt an Wasser und Proteinen sind Pilze der ideale Nährboden für Mikroorganismen – bei der Lagerung können sich gefährliche Giftstoffe bilden, die zu Übelkeit und Brechdurchfall führen können.

Wenn du ein paar Regeln beachtest, kannst du Pilze jedoch trotzdem aufwärmen:

  • Pilzgerichte nach der Zubereitung schnell abkühlen.
  • Lagere die Pilze nicht länger als einen Tag im Kühlschrank.
  • Beim Aufwärmen solltest du das Pilzgericht bei mindestens 70 Grad gut erhitzen. Topf oder Pfanne eignen sich daher besser als die Mikrowelle.
  • Pilzgerichte anschließend auf keinen Fall ein weiteres Mal aufwärmen!

Lies auch: Pilze aufwärmen – ist das gefährlich?

Hähnchen

Wärmt man kaltes Hähnchen ein zweites Mal auf, verändern sich die Proteinstrukturen im Fleisch. Dadurch kann der Magen die Proteine nicht mehr richtig spalten – das kann zu Verdauungsproblemen, Übelkeit und Durchfall führen.

Ein weiteres Risiko besteht durch Salmonellen. Die Bakterien können nämlich auch nach der Zubereitung noch vorhanden sein. Wird das gekochte Hähnchen gelagert, vermehren sich die Salmonellen. Wärmt man das Geflügel nur mit der Mikrowelle auf, können die Salmonellen auf dem Fleisch bleiben – und du riskierst im schlimmsten Fall eine Salmonellenvergiftung.

In der Regel solltest du Hähnchen also besser nicht noch einmal erwärmen, sondern gleich nach der Zubereitung essen. Bleibt doch einmal etwas übrig, musst du es aber nicht wegschmeißen. Du solltest beim Aufwärmen nur einige Vorsichtsmaßnahmen beachten:

  • Nicht in der Mikrowelle aufwärmen
  • Das Geflügel für mehrere Minuten vollständig und gleichmäßig erhitzen. Das Fleisch sollte auch in der Mitte heiß und nicht bloß lauwarm sein.

Genau wie anderes Fleisch sollte Hähnchen übrigens besser nicht zu oft auf deinem Speiseplan stehen – den Tieren, der Umwelt und dem Klima zuliebe. Achte auch bei unbedingt darauf, nur Fleisch in Bio-Qualität zu kaufen. Beim Fleischkonsum ist weniger eindeutig mehr!

Lies auch: Weniger Fleisch essen – so schaffst du es

Rührei & Co.

Kann man Rühreier aufwärmen? Jein. Egal ob Rührei, Spiegelei oder gekochtes Ei – Aufwärmen ist riskant. Ähnlich wie beim Hühnchen können sich Proteinstrukturen verändern, was Magenbeschwerden verursachen kann. Wurde das Ei bei Raumtemperatur gelagert, können sich auch hier Salmonellen vermehren. Eier solltest du deshalb – wenn überhaupt – grundsätzlich besser nur frisch zubereitet essen. Alle Speisen, die Ei enthalten, solltest du beim Aufwärmen auf mindestens 70 Grad erhitzen.

Lies auch: Bio-Eier, Freilandeier, Bodenhaltung – welche Eier soll ich kaufen?

Kartoffeln und Reis

Kartoffeln enthalten komplexe Kohlenhydrate
Beim Aufwärmen von Kartoffeln ist Vorsicht geboten. In die Mikrowelle gehören gekochte Kartoffeln jedenfalls nicht. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.de)

Hättest du gewusst, dass man Kartoffeln nur vorsichtig aufwärmen sollte? Denn: Auch beim Reis und Kartoffeln besteht ein gewisses Risiko: Stellt man gekochte Kartoffeln oder Reis erst einige Stunden nach Zubereitung in den Kühlschrank, können sich Sporen oder Bakterien bilden. Vor allem, wenn man die Lebensmittel nur kurzzeitig oder mit zu niedriger Temperatur erhitzt, werden die Bakterien nicht abgetötet – die Folge ist im schlimmsten Fall eine Lebensmittelvergiftung. Deshalb:

  • Gekochte Kartoffeln und Reis gleich nach der Zubereitung abkühlen und in den Kühlschrank stellen.
  • Zur Sicherheit reis und Kartoffeln nicht in der Mikrowelle, sondern im Topf aufwärmen.
  • Die Lebensmittel für mehrere Minuten vollständig und gleichmäßig erhitzen (mindestens 70 Grad).

Lies auch: Kartoffeln lagern: Mit diesen Tipps bleiben sie lange frisch 

Fazit: Der Kochtopf ist sicherer als die Mikrowelle

Bei allen genannten Lebensmitteln besteht beim Aufwärmen ein gewisses Risiko. Wenn Kartoffeln, Pilze und Co. mehrere Stunden ungekühlt gelagert wurden, solltest du sie überhaupt nicht mehr aufwärmen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du die sechs Lebensmittel aber auch bei ausreichender Kühlung nicht in der Mikrowelle aufwärmen, sondern im Topf. Denn auch im Kühlschrank können sich Bakterien vermehren oder Nitrate bilden. Durch gründliches Kochen oder Erhitzen können Bakterien abgetötet werden. Beim Erwärmen in der Mikrowelle ist das jedoch nicht der Fall, weil die Lebensmittel dort nicht heiß genug, gleichmäßig genug oder ausreichend lange erhitzt werden.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Bitte lies unseren Hinweis zu Gesundheitsthemen.

** mit ** markierte oder orange unterstrichene Links zu Bezugsquellen sind teilweise Partner-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös. Mehr Infos.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: