Utopia Image

Neu im Frühling: Das vegane Eis von Oatly

Hafer-Eis von Oatly gibts jetzt auch in Deutschland
Foto: Utopia / Nora Braatz

Haferfans und Eisliebhaber:innen aufgepasst. Oatly bringt ein Eis in die deutschen Supermärkte. Wir haben uns die Zutatenliste genauer angeschaut und vier Sorten probiert.

Ab sofort gibt es von Oatly nicht nur Haferdrink, Cuisine und Aufstrich, sondern auch Eis auf Haferbasis. Fünf Sorten bietet der Hersteller seit März an: Strawberry, Vanilla, Chocolate Fudge, Salted Caramel und Hazelnut Swirl. Erhältlich ist das vegane Eis überall, wo es bereits andere Produkte von Oatly gibt. Das Hafereis gibt es bereits schon länger in Großbritannien, Schweden und den USA.

Veganes Eis von Oatly: Die Inhaltsstoffe

Was ist drin im Eis von Oatly? Natürlich Hafer. Wobei Hauptbestandteil Wasser ist und sich das Getreide weiter hinten in der Zutatenliste befindet – nämlich an vierter Stelle hinter dem Zucker. Beim Vanilleeis ist das anders: Da wird der Hafer bereits an zweiter Stelle vor dem Zucker aufgelistet. Positiv fällt das Erdbeereis auf, denn Erdbeeren sind der zweite Inhaltsstoff mit 15 Prozent.

Neben Hafer, Wasser und Zucker enthält das vegane Eis auch Fette – vollständig hydriertes Kokosnuss- und Rapsöl. Durch Hydrierung entstehen aus ungesättigten Fettsäuren gesättigte Fette. Diese werden sowohl bei der Herstellung von Kuhmilcheis eingesetzt als auch von Oatly. Gesättigte Fette geben Eis die typische Konsistenz.

Das Eis ist in 500ml großen Pappbechern verpackt, auf dem der CO2-Ausstoß abgebildet ist.
Das Eis ist in 500ml großen Pappbechern verpackt, auf dem der CO2-Ausstoß abgebildet ist. (Foto: Utopia / Nora Braatz)

Alle Zutaten des Chocolate Fudge auf einen Blick: Wasser, Zucker, Glukosesirup, Hafer, Dextrose, Rapsöl, Pflanzliche Öle ganz gehärtet (Kokos, Raps), Kakaopulver 2,7 %, Kokosöl, Kakaobutter, Stabilisatoren (Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl), Maisstärke, Emulgatoren (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren), Salz, Kakaoextrakt, natürliche Aromen, Farbstoff (Zuckerkulör).

Gesund ist Eis in der Regel eh nicht. Vor allem gesättigte Fettsäuren, Zucker, Glukose sollten wir nicht zu viele essen. Aber ab und an können wir uns ein Eis gönnen.

So schmeckt das Hafereis

Wir haben das vegane Eis in den Sorten Vanilla, Chocolate Fudge, Hazelnut Swirl und Strwaberry auch gleich selbst probiert. Enttäuscht wurden wir nicht. Das Highlight war das Chocolate Fudge – es ist schokoladig, aber nicht bitter. Unter die Masse ist eine butterweiche Schokocreme gemischt und die Konsistenz erinnert ein bisschen an Keksteig. Überraschend war das Hazelnut Swirl. Eine hauchzart salzige Karamellcreme durchzieht das Eis und wird abgerundet mit Haselnussstückchen.

Fruchtig, süß und cremig ist das Erdbeereis von Oatly.
Fruchtig, süß und cremig ist das Erdbeereis von Oatly. (Foto: Utopia / Nora Braatz)

Aber auch die Klassiker Vanilla und Strawberry können sich absolut schmecken lassen. Das rosa Erdbeereis strotzt vor Farbe, aber schmeckt nicht künstlich, sondern fruchtig und süß. Teilweise beißt man auf die kleinen Kerne der Erdbeeren, die im Eis verarbeitet sind. Die Farbe bekommt das Eis übrigens unter anderem durch Rote-Beete-Extrakt – ein häufig eingesetzter natürlicher Farbstoff.

Das Vanilleeis ist das einzige, bei dem der Hafergeschmack leicht durchscheint. Das vegane Eis ähnelt geschmacklich einem Haferjoghurt oder Haferdrink. Es schmilzt im Gegensatz zu den anderen Sorten ein kleines bisschen schneller. So manch eine:r wird diese Sorte vielleicht langweilig finden, aber wer es minimalistisch mag, kann mit dem Vanilleeis glücklich werden.

Kritik an Oatly

Oatly ist einer der bekanntesten Hersteller von Milchersatzprodukten – und spaltet die Gemüter. Fans feiern vor allem die Barista-Version der schwedischen Hafermilch-Marke, sie war eine der ersten aufschäumbaren Haferdrinks auf dem Markt. Auch durch Marketing und politisches Campaigning hat sich Oatly einen Namen gemacht. Lies dazu auch: Oatly: Was hinter dem Haferdrink-Hype steckt.

Andere betrachten Oatly hingegen kritisch, unter anderem, weil das Unternehmen 2020 den umstrittenen Investor Blackstone mit ins Boot holte. Auch die Tatsache, dass Oatly in Deutschland schwedischen statt regionalen Hafer einsetzt und nur wenige Produkte eine Bio-Zertifizierung haben, lässt manche Menschen lieber zu Alternativen greifen.

** mit ** markierte oder orange unterstrichene Links zu Bezugsquellen sind teilweise Partner-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös. Mehr Infos.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Verwandte Themen: