Bad heizen: Heizkosten sparen, ohne zu frieren

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Wenn du dein Bad richtig heizt, kannst du Geld sparen und Schimmel vermeiden. Wir verraten dir die besten Tricks für ein angenehmes Raumklima in deinem Badezimmer.

Bad richtig heizen – darum ist es so wichtig

In der kalten Jahreszeit kommen wir nicht drumherum – wir müssen unsere Wohnung heizen. Grundsätzlich gelten für das Badezimmer die gleichen Tipps zum energiesparenden Heizen wie für den Rest deiner Wohnung. Die Besonderheit im Bad ist aber, dass die Raumtemperatur konstant etwas höher sein sollte, als in den anderen Räumen. Die Temperatur sollte immer möglichst zwischen 21–23 °C liegen. Dadurch vermeidest du, dass sich gesundheitsgefährdender Schimmel bildet.

Richtiges Heizen und Lüften im Bad

Wenn das Thermostat auf Stufe 3 steht, entspricht es einer Raumtemperatur von 20 °C.
Wenn das Thermostat auf Stufe 3 steht, entspricht es einer Raumtemperatur von 20 °C. (Foto: CC0 / Pixabay / ri)
  • Stelle das Thermostat deiner Heizung im Bad auf die Stufe 3,5. Das entspricht einer Raumtemperatur von etwa 22 °C. Es bringt nichts, die Heizung kurzfristig auf die höchste Stufe zu stellen, denn schneller heizt sich der Raum dadurch nicht auf. So würdest du nur die maximale Raumtemperatur auf bis zu 28 °C erhöhen, was viel zu hoch ist.
  • Stelle die Heizung auch nachts nicht komplett aus. Es kostet viel Energie das Bad morgens wieder aufzuheizen. Dieser hohe Energieverbrauch schlägt sich auf deine Heizkosten nieder.
  • Nach dem Duschen oder Baden solltest du stoßlüften. Öffne das Badfenster und eins in einem gegenüber liegenden Raum für 5–10 Minuten komplett und schließe sie danach wieder. So kann die Feuchtigkeit entweichen, ohne dass die Wände komplett auskühlen.
  • Wenn es draußen kalt ist, solltest du das Fenster nicht lange gekippt haben. Das würde dazu führen, dass die Wände langsam, aber sehr stark auskühlen. Das Aufheizen danach würde mehr Energie verbrauchen und länger dauern.
  • In einem Bad ohne Fenster solltest du nach dem Duschen oder Baden für Durchzug sorgen. Öffne dazu die Tür im Bad und in einem Raum gegenüber. Im anderem Raum öffnest du außerdem das Fenster komplett.
  • Falls du Rollläden am Fenster hast, schließe sie nachts. So entweicht weniger Wärme, was automatisch Energie spart.
  • Überprüfe, ob Fenster und Türen dicht sind.
  • Benutze keine elektrischen Heizlüfter, denn diese verbrauchen sehr viel Strom.

So vermeidest du Schimmel im Bad

  • Trockene nach dem Duschen die Kabine oder Wanne und den Boden gründlich ab.
  • In Fugen sammeln sich gerne Wasser und Schmutz an. Trockne die Fugen nach dem Kontakt mit Wasser gut ab und reinige sie regelmäßig mit einem natürlichen Fugenreiniger. Je nach Pflege müssen die Fugen nach 10–20 Jahren erneuert werden.
  • Organisches Material wie Haare und Hautschuppen bietet Nahrung für Schimmel. Je nachdem, wie viel das Bad genutzt wird, solltest du es 1–3 mal wöchentlich gründlich mit ökologischen Reinigern putzen.
  • Trockne deine nassen Handtücher nicht im Bad. Besser dafür geeignet ist die Wäscheleine auf dem Dachboden oder im Wäschekeller.
  • Salz ist ein natürlicher, aber sehr wirkungsvoller Raumentfeuchter. Fülle eine oder mehrere Schalen maximal vier Zentimeter hoch mit Salz und stell sie im Bad auf. Das Salz entzieht der Luft die Feuchtigkeit. Sobald das Gefäß voller Wasser steht, kannst du es entleeren, reinigen und dann frisch befüllen. Diese Methode eignet sich besonders, wenn dein Bad kein Fenster hat. Tipp: In einem schönen Glas- oder Keramikschälchen und mit ein paar Steinen oder Muscheln dekoriert, geht der Raumentfeuchter sogar als hübsche Deko durch.

Check-Up für deine Badezimmerheizung

Die Heizung im Bad solltest du regelmäßig überprüfen.
Die Heizung im Bad solltest du regelmäßig überprüfen. (Foto: CC0 / Pixabay / ri)

Deine Heizung kann nur ihre optimale Leistung bringen, wenn du regelmäßig ihre Funktionalität checkst. Beachte dabei:

  • Wenn deine Heizung gluckert, blubbert oder nicht richtig warm wird, solltest du die Heizung entlüften.
  • Mindestens einmal zu Beginn der Heizperiode solltest du deine Heizkörper gründlich reinigen. Denn wenn Rohrleitungen, Armaturen oder Einbauten verstopft sind, funktioniert die Heizung nur eingeschränkt. Eine saubere Heizung hilft dir somit Heizkosten zu sparen.
  • Stelle sicher, dass deine Heizung nicht durch Möbel, Vorhänge oder Verkleidungen verdeckt ist. Ansonsten kann sich die erwärmte Luft nicht im ganzen Raum verteilen.

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