Basisches Wasser: Was es bringen soll und wie sinnvoll es ist

Foto: CC0 / Pixabay / rawpixel

Basisches Wasser soll bei Übersäuerung des Körpers neutralisieren und heilen. Wir verraten dir, was basisches Wasser ist und ob es wirklich so gesund ist.

Wasser: Sauer, neutral oder basisch?

Natürliches Wasser ist neutral oder leicht sauer – es hat einen pH-Wert um sieben. Dieser Wert kann leicht schwanken: Er ist abhängig von der Wassertemperatur, gelösten Mineralien und Gasen im Wasser.

  • Regenwasser ist leicht sauer: Es wird durch den Wasserkreislauf destilliert und nimmt Kohlendioxid aus der Luft auf.
  • Oberflächen- und Quellwasser nehmen Mineralien aus dem Boden auf.
  • Einige natürliche Heilquellen sind leicht basisch: Auf dem Weg an die Oberfläche nimmt das Wasser besonders viele Mineralien auf.

Flüssigkeiten mit niedrigem pH-Wert sind sauer. Ein pH-Wert ab acht bedeutet, dass sie alkalisch bzw. basisch sind.

Was ist basisches Wasser?

Regenwasser ist frisch destilliert und leicht sauer.
Regenwasser ist frisch destilliert und leicht sauer. (Foto: CC0 / Pixabay / Andre_Rau)

Basischem Wasser wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Es soll den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen, verjüngend und heilend wirken und freie Radikale neutralisieren.

In der Natur kommt basisches Wasser nur in einzelnen Quellen vor. Du kannst basisches Wasser allerdings auch selbst zu Hause herstellen: Wenn du Mineralien wie Kalzium, Magnesium oder Natron dazu gibst, wird das Wasser basisch. Auch ein Elektrolyse-Gerät produziert basisches Wasser. Einige Hersteller verkaufen basisches Wasser sogar abgepackt in Plastikflaschen. Doch wie gesund ist dieser Trend wirklich?

Basisches Wasser gegen Übersäuerung?

Basischem Wasser wird nachgesagt, es könne einen übersäuerten Körper neutralisieren. Dahinter steht die Annahme, dass ein übersäuerter Körper verschiedene Krankheiten begünstigt – darunter Krebs, Neurodermitis und andere. Ein basischer Lebensstil soll dagegen helfen, indem der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen wird. Basis Wasser trägt dazu angeblich bei.

Für diese Übersäuerungs-Theorie gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege. Ein gesunder Körper regelt seinen Säure-Basen-Haushalt selbstständig – er braucht dafür weder eine spezielle Ernährung noch andere Hilfsmittel, wie basisches Wasser.

Wasser hat ohnehin eine geringe Pufferkapazität: Es kann den eigenen pH-Wert nicht aufrechterhalten, wenn es auf eine saure oder basische Umgebung trifft. Im Magen wird basisches Wasser also ohnehin durch die Magensäure neutralisiert.

Basisches Wasser für die Gesundheit

Leitungswasser kannst du bedenkenlos trinken
Leitungswasser kannst du bedenkenlos trinken (Foto: CC0 / Pixabay / Skitterphoto)

Basisches Wasser hat keinen erwiesenen Nutzen für deine Gesundheit. Einige Wissenschaftler vermuten sogar, dass es schädlich ist, zu viel basisches Wasser zu trinken: In großen Mengen könne es die Magensäure verdünnen und so die Verdauung beeinträchtigen. Aber auch das ist bisher nicht belegt.

Normales Leitungswasser kannst du hingegen ohne Bedenken trinken. Es ist sauber und hat die beste Ökobilanz. Zusammen mit einer natürlichen, abwechslungsreichen Ernährung ist dein Körper optimal versorgt.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.