Blütenendfäule bei Tomaten: Das kannst du tun

Blütenendfäule
Foto: Utopia/Daniela Staber

Blütenendfäule bei Tomaten ist ärgerlich und unnötig. Die Früchte beginnen von unten zu faulen und werden im schlimmsten Fall gänzlich ungenießbar. Wie du das verhinderst, liest du hier.

Färben sich deine Tomaten unten um den Blütenansatz herum braun? Dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Blütenendfäule. Sie ist eine häufige Tomaten-Krankheit und neben Braunfäule die häufigste Herausforderung für Hobbygärtner:innen in der Tomatenzucht.

Woran du Blütenendfäule bei Tomaten erkennst, welche Ursache sie hat und was du dagegen tun kannst, erfährst du in unserem Ratgeber.

Blütenendfäule bei Tomaten erkennen

Ist nur der unterste Teil der Frucht von der Blütenendfäule betroffen, kannst du die Tomaten noch essen.
Ist nur der unterste Teil der Frucht von der Blütenendfäule betroffen, kannst du die Tomaten noch essen. (Foto: Utopia/Daniela Staber)

Blütenendfäule kannst du ganz leicht erkennen. Meist beginnen die Früchte sich von unten braun zu verfärben, um den Blütenansatz herum. Das geschieht vor allem bei heranreifenden Früchten, in härteren Fällen bereits bei unreifen Tomaten.

Die gute Nachricht: Die Blütenendfäule ist keine herkömmliche Krankheit, die durch einen Pilz oder einen anderen Erreger ausgelöst wird. Vielmehr handelt es sich um einen Nährstoffmangel. Die betroffenen Pflanzen sind meist nicht ausreichend mit Wasser versorgt. Das wiederum führt zu einem Calciummangel.

Einige häufige Ursache ist aber auch falsches Düngen. Dadurch sind die Pflanzen oft mit Stickstoff überversorgt. In diesem Fall solltest du zunächst aufhören, deine Tomaten zu düngen. Das natürliche Gleichgewicht stellt sich dann von selber wieder her.

Die Tomaten selbst sind durch die Blütenendfäule nicht per se ungenießbar. Sind schon die unreifen Früchte von der Fäule betroffen, ist es sinnvoll, diese Tomaten ganz zu entfernen. So kann die Pflanze ihre Ressourcen für kommende, gesunde Früchte verwenden. Ist dagegen nur das unterste Ende einer bereits reifen Tomate betroffen, kannst du die Stelle einfach entfernen und deinem Geschmackssinn vertrauen. Die Fäule stellt keine gesundheitliche Gefahr dar.

So gehst du gegen Blütenendfäule vor

Regelmäßiges Gießen ist die wichtigste Maßnahme gegen die Blütenendfäule.
Regelmäßiges Gießen ist die wichtigste Maßnahme gegen die Blütenendfäule. (Foto: Utopia/Daniela Staber)

Da es sich bei der Blütenendfäule um einen Nährstoffmangel handelt, ist das Problem entsprechend einfach wieder in den Griff zu bekommen. Diese Maßnahmen können dir helfen, wieder gesunde Tomaten zu ernten:

  • Regelmäßig gießen: Grundsätzlich wurzeln Tomaten sehr tief und können sich im Freiland meist selbst mit ausreichend Flüssigkeit aus dem Erdreich versorgen. Gerade Tomaten in Kübeln und Töpfen sind daher besonders anfällig für die Blütenendfäule. Achte darauf, deine Tomatenpflanzen ausreichend und regelmäßig mit Wasser zu versorgen. Das ist vor allem während trockener und sehr heißer Perioden wichtig.
  • Richtig schneiden: Damit die Früchte ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, kannst du die untersten Blätter noch vor den ersten Blütenständen ganz abschneiden. Das bietet auch Schutz vor der Braunfäule. Generell kann auch das Ausgeizen deiner Tomatenpflanzen zur Lösung beitragen. Dabei schneidest du die Blätter aus den Blattachseln. Durch diese Schnittmaßnahmen dünnst du die Pflanze aus und sie hat mehr Energie und Nährstoffe für die Früchte zur Verfügung.
  • Ausreichend mulchen: Mit getrocknetem Wiesenschnitt kannst du deine Tomaten mulchen und so dafür sorgen, dass die Erde länger feucht bleibt. Verwende dafür trockenes Mulchmaterial, damit kein Schimmel entsteht.

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