Boreout: wenn die Arbeit dich nicht erfüllt

Boreout - Langeweile am Arbeitsplatz
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Nichtstun kann ziemlich frustrierend sein – vor allem auf der Arbeit. Ein „Boreout“ – die tägliche Unterforderung – zieht uns herunter und kann sogar krank machen. Wir zeigen, woran du einen Boreout erkennst und was du dagegen tun kannst.

Boreout: die tägliche Langeweile am Arbeitsplatz

Stundenlang auf den Computer starren, die Minuten wollen einfach nicht vergehen. Es sind noch Stunden bis zum Feierabend, dabei ist die ganze Arbeit schon lange erledigt. Also die Zeit einfach absitzen? Ein Unding in unserer Leistungsgesellschaft, das wir dann gerne überspielen: Wir ziehen Aufgaben in die Länge oder machen Überstunden, ohne das diese nötig wären.

Der Grund: Wir wollen uns gebraucht fühlen. Nach dem Feierabend sind wir erschöpft und frustriert, obwohl die Arbeit nicht stressig ist. Vor allem betroffen sind Büroangestellte. Der Boreout ist das Gegenteil eines Burnouts. Die Symptone sind aber vergleichbar, ebenso die Gefahr. Denn auch durch Langeweile und Unterforderung können wir ausbrennen.

Boreout-Symptome erkennen

Boreout kann krank machen
Boreout kann krank machen (Foto: CC0 / Pixabay / Wokandapix)

Ein Boreout entsteht durch zu wenige Aufgaben oder eine Tätigkeit, die nicht zu dir passt:

  • Du siehst keinen Sinn in deinem Job,
  • dir fehlt Anerkennung,
  • du merkst, dass mehr in dir steckt, als du leisten musst,
  • alle Aufgaben hast du schon nach kurzer Zeit erledigt,
  • du fühlst dich im Job unterfordert,
  • du kannst die Ansprüche, die du an dich selbst hast nicht erfüllen.

Die Folge: Du fühlst dich antriebslos und minderwertig. Im schlimmsten Fall kann das sogar zu einer Depression führen. Aber auch Probleme wie Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Rücken- und Kopfschmerzen können entstehen, wenn dich deine Arbeit nicht erfüllt.

Was tun gegen Boreout?

Gegen Boreout: Ein Gespräch mit dem Chef kann helfen
Gegen Boreout: Ein Gespräch mit dem Chef kann helfen (Foto: CC0 / Pixabay / rawpixel)

Am wichtigsten ist, selbst aktiv zu werden und zu versuchen, aus dem Alltagstrott auszubrechen.

  1. Oft hilft schon ein klärendes Gespräch mit dem Arbeitgeber, in dem du den Wunsch nach neuen Aufgaben äußerst.
  2. Auch Weiterbildungen können eine Verbesserung sein.
  3. Hilfreich ist es auch, sich in der Freizeit neue Herausforderungen zu suchen, die spannend sind und Erfolgserlebnisse bringen – zum Beispiel eine neue Fremdsprache oder ein Instrument  zu erlernen oder eine neue Sportart auszuprobieren.
  4. Bringt das keine Verbesserung, solltest du dich nach einer neuen Stelle umsehen, die mehr deinen Fähgikeiten entspricht. Stellenangebote mit Sinn findest du zum Beispiel bei der Jobbörse „Good Jobs“.

Diese Schritte erfordern zwar viel Mut, sie können jedoch gegen ein Boreout helfen. Falls die Symptome schon weit fortgeschritten sind, ist manchmal sogar eine Therapie oder Coaching nötig.

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(1) Kommentar

  1. Boreout und Burnout sind keineswegs entgegengesetzt, sondern oft die zwei Seiten einer Medaille. Auf der einen Seite empfindet man furchtbaren Stress, z. B. weil man in eine ungeliebte Führungstätigkeit hineingestoßen wird, auf der anderen aber ist eigentlich nichts recht los, d. h. man würde sich gerne kreativ betätigen.

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