Burnout-Symptome: Diese Anzeichen solltest du ernst nehmen

Foto: CC0 Public Domain / pixabay / PeterKraayvanger

Ein Burnout ist eine Folge von Überarbeitung – und kann so ziemlich jeden treffen. Wer die Symptome nicht ernst nimmt, läuft Gefahr seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Diese Anzeichen solltest du ernst nehmen.

Burnout: Symptome und Anzeichen

Nicht nur der typische Workaholic kann von einem Burnout betroffen sein, sondern auch Hausfrauen, Eltern, Studierende, Schüler, Arbeitslose oder Rentner. Die Bandbreite der möglichen Betroffenen zeigt, wie wichtig es ist, sich der Gefahr eines Burnouts bewusst zu sein.

Um rechtzeitig etwas gegen einen drohenden Burnout unternehmen zu können, musst du die Anzeichen kennen. Die Warnsignale sind dabei vielfältig und jeder Mensch weist ein individuelles Muster auf. Zudem verändern sich die Symptome eines Burnouts abhängig davon wie weit dieser schon fortgeschritten ist.

Erste Warnsignale

Zu Beginn der Entwicklung eines Burnouts treten sehr diffuse Anzeichen auf. Du hast vielleicht eher subtil das Gefühl, irgendetwas sei nicht in Ordnung. Manchmal tritt in der Anfangsphase grundlose Angst auf. Wichtige Anzeichen zu Beginn eines Burnouts sind vor allem erste körperliche Beschwerden wie Müdigkeit, Magen-Darm-Probleme oder Schlafstörungen.

Da diese Signale schwer zu erkennen sind und nicht immer mit einem Burnout in Verbindung gebracht werden, reagieren viele Menschen in der ersten Phase nicht auf sie.

Konkrete Anzeichen eines drohenden Burnouts

Wichtiges Warnsignal eines Burn-Outs ist, dass viel Energie in eine Aufgabe investiert wird.
Wichtiges Warnsignal eines Burn-Outs ist, dass viel Energie in eine Aufgabe investiert wird.
(Foto: CC0 Public Domain / unsplash / thought cataloge)

Ein beginnender Burnout geht zunächst mit einem vermehrten Einsatz für die Aufgabe einher. Das kann zum Beispiel die Erziehung der eigenen Kinder betreffen oder Aufgaben im Job. Besonders achten solltest du auf folgende Anzeichen:

  • du arbeitest fast pausenlos ohne größere Unterbrechungen
  • du übernimmst zusätzlich Mehrarbeit
  • du verdrängst Misserfolge oder Enttäuschungen
  • du fühlst dich unentbehrlich
  • du hast das Gefühl keine Zeit mehr für dich zu haben
  • du verleugnest eigene Bedürfnisse
  • du schränkst zwischenmenschliche Kontakte ein

Körperlich kann sich ein Burnout äußern durch:

  • Erschöpfung
  • Energie- und Schlafmangel
  • Infektanfälligkeit

Bemerkst du diese ersten konkreten Anzeichen bei dir, ist es wichtig deine derzeitige Arbeitseinstellung zu überdenken. Niemand hält ein dauerhaft hohes Arbeitspensum durch. Wenn du in dieser Phase nicht durch beispielsweise regelmäßige Pausen und Erholungszeiten am Wochenende reagierst, dann kann der Burnout weiter voran schreiten.

Symptome eines fortschreitenden Burnouts

Im fortschreitenden Verlauf eines Burn-Outs dominieren vor allem negative Gefühle.
Im fortschreitenden Verlauf eines Burn-Outs dominieren vor allem negative Gefühle.
(Foto: CC0 Public Domain / pixabay / Foundry)

Während die Anfangsphase eines Burnouts noch durch vermehrten Arbeitseifer geprägt ist, kippt dieses Überengagement im späteren Verlauf. Es macht sich das Gefühl breit, dass man nun doch endlich mal etwas für seine Leistung zurückbekommen sollte. Da dem gefühlt meist nicht so ist, reagieren Menschen oft mit „innerer Kündigung“. Sie kommen zu spät, machen längere Pausen und erledigen nur das Nötigste.

Bei einem fortschreitenden Burn-Out fühlst du dich häufig:

  • verärgert, unzufrieden und gereizt
  • ausgenutzt und betrogen

Wichtige Signale des Körpers sind:

Diese Symptome eines Burnouts sind klare Anzeichen, dass du kürzer treten solltest. Dein Körper will dir sagen, dass seine Ressourcen langsam aber sicher erschöpft sind. Denke daran, dass du auch mit deinen mentalen und physischen Kräften nachhaltig umgehen solltest. 

Bei diesen Burnout-Symptomen solltest du handeln

Die Arbeit erscheint nur noch sinnlos - dass ist der Burn-Out schon weit fortgeschritten.
Die Arbeit erscheint nur noch sinnlos – dass ist der Burn-Out schon weit fortgeschritten.
(Foto: CC0 Public Domain / pixabay / slon_dot_pics)

Ist ein Burnout sehr weit voran geschritten, dann tauchen neben den bereits genannten Symptomen häufig noch folgende auf:

  • schlechtere Leistung (zum Beispiel häufige Flüchtigkeitsfehler)
  • Erholungspausen am Wochenende oder im Urlaub reichen nicht zur Entspannung aus
  • Gefühl von tiefer Erschöpfung, Sinnlosigkeit und Versagen
  • körperliche Symptome verschlechtern sich zunehmend

Wichtig: Die Symptome dauern meist über eine längere Zeit (Wochen oder Monate) an und haben nichts mit zeitweiliger Überarbeitung zu tun. Solltest du diese also bei dir feststellen, suche einen Arzt oder Psychologen auf, um über den Verdacht auf einen Burnout zu sprechen. Im schlimmsten Fall droht sonst der Zusammenbruch oder der Übergang der Symptome in eine Depression.

Fazit: Burnout-Symptome ernst nehmen

Anzeichen eines Burnouts sind vielfältig und äußern sich bei jedem Menschen unterschiedlich. Die einen zeigen viele der Symptome, andere nur ein paar wenige. Zudem verändern sich die Symptome des Burnouts, wenn es fortschreitet. Die Art der Symptome ist also ein guter Hinweis für das Stadium des Burnouts.

Wichtig ist, dass du so früh wie möglich einem Burnout entgegen steuerst. Das Geheimnis liegt darin, nachhaltig mit den eigenen psychischen Ressourcen umzugehen. Geringeres Arbeitspensum, weniger Erfolgsdruck, mehr Pausen und auch mal „Nein“ zu einer zusätzlichen Aufgabe zu sagen.

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(3) Kommentare

  1. Und beim Mitarbeiter braucht es die Erkenntnis, dass der Job nicht alles ist.
    Nicht immer einfach funktionieren. Öfters mal innehalten und seine Zielsetzungen zu überprüfen halte ich für wichtig.
    Aber wer erst richtig im Hamsterrad steckt schafft das gar nicht mehr.

  2. Burnout wird – bei entsprechender Disposition – zu einem großen Teil durch E-Smog verursacht, nämlich dann, wenn wir die heutige Technik nicht eigenverantwortlich benutzen. Pausenlos mit dem Handy am Ohr, eingeschaltet in der Hosentasche oder am Bett, W-LAN nachts nicht ausgeschaltet bzw. auf Höchstleistung, elektrische Geräte am Arbeits- oder Schlafplatz, die elektromagnetische Felder verursachen – und vieles mehr. Erlebe ich täglich in meiner Arbeit …

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