Innere Unruhe: Wo Nervosität herkommt und wie du sie bekämpfst

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Andauernde innere Unruhe oder Nervosität? Die Ursachen hierfür können ganz unterschiedlich sein – aber schon einige einfache Tipps können helfen, wieder ruhiger und entspannter zu werden.

Was sind Zeichen für innere Unruhe?

Du bist gereizt, schnell auf 180 und bereits Kleinigkeiten bringen dich aus der Fassung? Deine Umgebung spürt deine Unruhe, Unausgeglichenheit und Launenhaftigkeit? Du fühlst dich permanent angespannt, schläfst schlecht und kannst dich schlecht konzentrieren?

Auch Angst, Herzrasen oder Schweißausbrüche können Zeichen von Nervosität sein. Wichtig ist, dass du diese Zeichen erkennst und sie nicht verleugnest. Im ersten Schritt solltest du dich selbst beobachten: Wie oft und wie intensiv treten diese Anzeichen auf? In welchen Situationen kannst du sie besonders oft feststellen? Was könnten mögliche Ursachen sein?

In manchen Fällen können Hausmittel oder Entspannungstechniken gegen die innere Unruhe helfen. Liegt jedoch eine ernstere Erkrankung zugrunde, brauchst du einen Arzt.

Wo kommt innere Unruhe her?

Innere Unruhe kann verschiedene Ursachen haben
Innere Unruhe kann verschiedene Ursachen haben (Foto: CC0 / Pixabay / andreas160578)

Innere Unruhe und Nervositätszustände können durch Einflüsse deiner Umwelt entstehen oder einen inneren physischen oder psychischen Ursprung haben. Oft sind die Umstände eng verknüpft.

Körperlich können zum Beispiel folgende Gründe vorliegen:

  • Bluthochdruck oder zu niedriger Blutdruck,
  • eine Schilddrüsenüberfunktion,
  • ein Sonnenstich oder Hitzeschlag,
  • Unterzucker,
  • Mängel wie zum Beispiel ein Calciummangel,
  • die Zeit während der Wechseljahre,
  • oder im schlimmsten Fall auch eine Lungenembolie oder ein Herzinfarkt
  • Aber auch Depressionen oder Angststörungen können Ursache für innere Unruhe sein.

Wird die innere Unruhe durch einen dieser Faktoren ausgelöst, reichen Hausmittel oder Entspannungsübungen nicht aus. Du solltest bei Verdacht auf diese Ursachen einen Arzt aufsuchen.

Anders, wenn die Umstände für Nervosität nur situationsbezogen sind. Dazu zählt innere Unruhe…

  • vor Prüfungen,
  • während Stressperioden,
  • durch zu viel Koffein,
  • wegen Unausgeglichenheit durch zu wenig Sport,
  • durch Alkohol oder Drogen
  • oder durch Nebenwirkungen von Medikamenten oder nach dem Absetzen von Medikamenten.

Nervosität – unregelmäßig, regelmäßig oder andauernd?

Tritt deine Nervosität nur in speziellen Situationen auf? Oder ohne Anlass? Wie regelmäßig fühlst du dich unruhig? Beziehe auch dein Essverhalten mit ein: Isst und trinkst du genügend? Ernährst du dich ausgewogen?

Welche körperlichen Symptome sind besonders ausgeprägt? Welche Begleiterscheinungen treten mit der Nervosität auf? Nervosität vor Prüfungen und wichtigen Gesprächen ist ganz normal, sie kann dir sogar helfen, dich besser zu konzentrieren. Anders ist es mit Nervosität, die dich andauernd begleitet. Hier solltest du den Rat eines Arztes suchen.

Soforthilfe-Tipps und Hausmittel

Tee als Entspannungsmittel
Tee als Entspannungsmittel (Foto: CC0 / Pixabay / Myriams-Fotos)

Gegen Nervosität gibt es ein paar einfache Mittel und Wege, die beim Beruhigen und Entspannen helfen können. Dazu gehören kurze Entspannungsübungen, aber auch Hausmittel:

  • Entspannungstees z.B. mit Lavendel oder Melisse
  • pflanzliche Präparate mit Baldrian, Johanniskraut, Hopfen oder Passionsblume. Auch die Homöopathie bietet einige Mittel zur Entspannung. Lass dich hier am besten nochmal von einem Arzt oder Apotheker beraten.
  • ein großes Glas Buttermilch
  • auch schöne Musik oder Lachen können entspannend wirken

Auch folgende Übungen können dir helfen, dich zu entspannen:

  • Schließe die Augen und konzentriere dich auf deinen Atem: Zähle mit, während du langsam ein und aus atmest.
  • Spanne deine Muskeln für fünf Sekunden an, sodass du eine leichtes Ziehen spürst. Entspanne sie dann wieder und genieße für ungefähr zehn Sekunden das Gefühl, wie die Anspannung nachlässt. Am besten wiederholst du die Übung mehrere Male.

Längerfristige Hilfe

Um deinem Leben auf lange Sicht mehr Ruhe zu schenken, gibt es ein paar einfache Tricks, die du beachten kannst:

  • Um zu niedrigem Blutdruck und Unterzucker vorzubeugen, achte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Insbesondere das Frühstück ist eine wichtige Mahlzeit. Nimm dir hierfür ausreichend Zeit.
  • Übertreibe nicht mit dem Koffein. Mache Kaffee & Co. lieber wieder zum Genussmittel statt zum Alltagsgetränk.
  • Mache Entspannungsübungen: Lerne mit Achtsamkeit im Augenblick zu sein oder übe Yoga. Auch progressive Muskelentspannung hilft dir, dich zu enspannen
  • Vergiss beim langen Sitzen am Schreibtisch deinen Körper nicht: Sorge für genügend Bewegung und gib deinem Körper so die Chance, ausgeglichener zu werden (Mehr Infos: Ergonomie am Arbeitsplatz: So sitzt du gesünder im Büro). Mache mal wieder richtig Sport
  • Arbeite an deiner Lebenseinstellung: Akzeptiere dich so, wie du bist und erwarte nicht immer mehr von dir. Vergleiche dich nicht immer mit anderen.
  • Auch Saunabesuche, ein Bad oder Massagen wirken entspannend auf deinen Körper.
  • Gehe draußen in der Natur spazieren und achte darauf, dass du ausreichend schläfst, damit dein Körper Zeit und Ruhe hat, um sich zu regenerieren.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Notfalls: Ärztliche Hilfe suchen
Notfalls: Ärztliche Hilfe suchen (Foto: CC0 / Pixabay / DarkoStojanovic)

Wenn du selbst keine Ursachen für deine innere Unruhe findest und sie länger anhält, solltest du einen Arzt um Hilfe fragen. Auch bei weiteren Symptomen, die neben der Unruhe auftreten, solltest du einen Arzt aufsuchen. Diese Symptome können zum Beispiel Rückenschmerzen, Magenschmerzen, anhaltende Kopfschmerzen oder Herzrhytmusstörungen sein.

Besonders, wenn du anfängst, dich durch deine Nervosität, Unausgeglichenheit und Unruhe eingeschränkt zu fühlen, solltest du dir professionelle Beratung holen.

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(4) Kommentare

  1. Es ist doch erstaunlich, dass bei og. Symptomen kaum eien Bezug zu Elektrosmog hergestellt wird. Aus meien Arbiet als Raumenrgetische Beraterin weiß ich, dass vieles mit derm unbewussten Umgang unserer modernen Technik zu tun hat. Kopfschmerzen, Herzrhytmusstörungen, Nervosität und mehr werden auch durch den Stress von E-Smog ausgelöst – bis zu Burn-out und mehr …

  2. Und dafür hast Du sicher wissenschaftliche Belege. Also für das, was ich meine, mit etwas gutem Willen aus deinen Textfragmenten herauslesen zu können.

  3. Im Hinblick auf psychische Ursachen werden in diesem Beitrag Depressionen und Angststörungen angeführt. Aber auch die Borderline-Störung ist in diesem Zusammenhang erwähnenswert, geht sie doch in der Regel mit einem hohen Anspannungslevel (hohe Grundanspannung), chronischer Nervosität und innerer Unruhe einher. Auch dieses Krankheitsbild ist nicht zu unterschätzen, führt es doch manchmal sogar zu selbstverletzendem Verhalten.

  4. Meine Hausärztin riet mir als Sofortmaßnahme, so lange zügig um den Block zu gehen, bis die Unruhe abklinge. Sie meinte, dass das die einfachste Methode sei, um den Adrenalinspiegel in den Griff zu kriegen, der wohl oft die Ursache für Unruhe ist. Er programmiere uns auf „Flucht“ oder „Kampf“. Wenn wir dem nachgeben (z. B. durch Laufen oder dadurch, dass wir auf einen Sandsack einkloppen), bauen wir das Stresshormon ab. Bei mir hilft das meist sehr gut.

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