Dimethicone in Kosmetika: schädlich oder nicht?

Kosmetik, Silikon,
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Dimethicone stecken in in vielen Beauty-Produkten und sind in der Kosmetik kaum wegzudenken. Wir erklären dir, was an dem schlechten Ruf des Silikons Dimethicon wirklich dran ist.

Dimethicone: Was steckt in meiner Kosmetik?

Dimethicone stecken in vielen Kosmetik-Produkten
Dimethicone stecken in vielen Kosmetik-Produkten (Foto: CCO/pixabay/andreas160578)

Dimethicone ist der Name für Basis-Silikonöle. Sie werden häufig auch als Dimethylpolysiloxane oder Polydimethylsiloxane bezeichnet. Wie fast alle Silikone sind sie auf den ersten Blick ein wahres Multitalent. Denn Dimethicone sind klar, geruchlos und nicht entflammbar. Vor allem in der Kosmetik-Industrie werden sie häufig verwendet. Auf Haut und Haar aufgetragen, bilden sie einen Schutzfilm, spenden Glanz und machen die Haare glatt. Die Industrie schätzt an Silikonen wie Dimethicone, dass sie einfach (chemisch) herzustellen und lange haltbar sind. Auch in einigen Arzneimitteln sind Dimethicone enthalten.

Aber es gibt gute Gründe, auf Kosmetika zu verzichten, die Dimethicone enthalten!

Wie wirken Dimethicone?

Dimethicone bessern in Hautpflege-Produkten nur die Hautoberfläche auf. Unsere Haut erscheint auf den ersten Blick glatter, jünger und geschmeidiger. Da die Cremes mit Dimethicone aber nicht in die Haut einziehen, tragen sie nicht zur Regeneration beschädigter Hautzellen bei. Sie legen sich stattdessen wie Frischhaltefolie auf die Haut, ändern aber nichts am Hautbild. Nur mit weiteren Inhaltsstoffen sind dimethiconhaltige Produkte dazu in der Lage.

Auch die in Shampoo enthaltenen Dimethicone wirken nur oberflächlich. Beim Haarewaschen legen sich die Silikone nur um das Haar, anstatt einzudringen und die Struktur zu verbessern. Da Silikone nicht wasserlöslich sind, lagern sich auch viele Partikel an den Haaren ab.

Wie schädlich sind Dimethicone?

Wie schädlich sind Dimethicone?
Wie schädlich sind Dimethicone? (Foto: CC0 / Pixabay / WerbeFabrik)

Ernste Auswirkungen auf die Gesundheit sind nicht bekannt. Allerdings können zum Beispiel strähnige Haare oder verstopfte Poren die Folge von Dimethicone in Cremes und Shampoo sein.

Grundsätzlich gilt: Alle Silikone die mit -cone enden, überpflegen eher, anstatt einen wirklich verschönernden Effekt zu erzielen.

Für die Umwelt sind die Folgen deutlicher: Dimethicone sind äußerst schädlich für die Natur, warnt das Umweltbundesamt. Jeden Tag gelangen große Mengen Silikone aus Kosmetikprodukten ins Abwasser. Kläranlagen können nicht alle herausfiltern, so belasten Dimethicone immer häufiger unser Grundwasser und langfristig auch das Trinkwasser. Dadurch können Dimethicone auch leicht in unsere Nahrung gelangen. Daher solltest du Silikone möglichst vermeiden.

Gute Alternativen zu Dimethicone

Naturkosmetik verzichtet auf Dimethicone
Naturkosmetik verzichtet auf Dimethicone (Foto: CCO/pixabay/silviarita)

Es gibt verschiedene Tipps, um Dimethicone zu vermeiden und die Umwelt zu schützen:

  • Achte beim Kauf von Kosmetik-Produkten auf die Inhaltsstoffe. Dimethicone, aber auch alle anderen Silikone, kannst du vermeiden, indem du auf Naturkosmetik setzt.
  • Willst du deine Haare noch natürlicher pflegen, kannst du den „No Poo“-Trend versuchen. Dabei kommen beim Waschen der Haare keine herkömmlichen Shampoos zum Einsatz.
  • Mit natürlichen Zutaten kannst du auch Hautcremes selber machen – garantiert silikonfrei.
  • Für Lippenstift, Mascara und Wimperntusche gibt es ebenfalls Naturkosmetik-Alternativen, die sich sehen lassen können.

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