Alternative E-Mail-Adresse: Mailbox.org und Posteo.de

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Eine alternative E-Mail-Adresse, mit mehr Sicherheit und Privatsphäre und nachhaltiger mit Ökostrom? Gibt es! Utopia hat interessante E-Mail-Anbieter als Alternative zu den üblichen E-Mail-Adressen aufgespürt, zum Beispiel Posteo.de und Mailbox.org.

Nachhaltige E-Mail-Anbieter ohne Werbeschrott

Kostenlose Mail-Anbieter gibt es viele, doch eine seriöse alternative E-Mail-Adresse ist von wenigen Ausnahmen abgesehen kostenpflichtig. Der Preis von meist 1 Euro monatlich sollte es dir jedoch wert sein, auch weil du damit von Werbung verschont bleibst. Das heißt: Du kriegst keine aufdringlichen Werbe-Newsletter und siehst auch bei Benutzung von Webmail keine Werbung. Neben Ökostrom und Umweltbemühungen bieten einige E-Mail-Anbieter auch weitergehende Anonymitäts- und Sicherheitsfunktionen.

E-Mail-Anbieter posteo:
die grünere E-Mail-Adresse für alle

E-Mail-Anbieter: posteo.de bietet eine sichere E-Mail-Adresse
Die Webmail-Oberfläche des E-Mail-Anbieter Posteo.de ist sehr aufgeräumt (Screenshot posteo.de)

Der alternative E-Mail-Anbieter Posteo posteo.de bietet ein funktionsreiches und werbefreies Postfach mit name@posteo.de-E-Mail-Adresse. Der Posteingang fasst 2 GByte Speicherplatz, der Zugang ist über Web-/IMAP-/POP-Verbindungen möglich. Extras wie Mail-Sammeldienst, Kalender, Adressbuch und zwei zusätzliche E-Mail-Adressen („Aliasse“) sind inbegriffen. Für mehr Sicherheit sorgen unter anderem eine 2-Faktor-Authentifizierung und die Möglichkeit, sein Postfach samt Anhängen und Kalenderdaten zu verschlüsseln. In einem Transparenzbericht legt Posteo offen, wie oft Behörden Zugang zu Postfächern haben wollten.

Posteo bemüht sich um NachhaltigkeitDatenschutz und Verschlüsselung. Den Ökostrom bezieht der E-Mail-Anbieter von Greenpeace Energy, mit Geld arbeitet er via Ökobanken wie GLS Bank und Umweltbank, auch spendet Posteo für NGOs. Selbst die Mitarbeiter benutzen nach eigenen Angaben nur öffentlichen Nahverkehr und Fahrrad. Ein beeindruckendes Konzept, das man in seiner Transparenz gerne auch bei anderen Webdiensten sehen würde.

Stiftung Warentest machte in Ausgabe 10/2016 einen Vergleich von E-Mail-Adressen. Posteo.de erhielt (neben Mailbox.org) die Testnote „sehr gut“. Der Test lobte die E-Mail-Funktionen, den Umgang mit Nutzerdaten, die Sicherheitsfunktionen und die Handhabung und hatte auch am Kleingedruckten von Posteo.de fast nichts auszusetzen. Bei den E-Mail-Funktionen schnitt posteo.de in diesem Test etwas besser ab als Mailbox.org.

Preis Posteo.de: 1 Euro / Monat (im Voraus, Überweisung, PayPal, anonym Bargeld)
Fazit Posteo.de: Wer von den üblichen kostenlose E-Mail-Adressen genug hat und einen mit transparenter Nachhaltigkeit betriebenen, alternativen E-Mail-Anbieter sucht, der sollte Posteo.de unbedingt mal ausprobieren.

E-Mail-Anbieter mailbox.org:
die alternative E-Mail-Adresse fürs Business

E-Mail-Anbieter: Mailbox.org bietet eine sichere E-Mail-Adresse
E-Mail-Anbieter Mailbox.org bietet zahlreiche Funktionen über Mail hinaus (Screenshot: Mailbox.org)

Die alternative E-Mail-Adresse von Mailbox.org ist mindestens ebenso interessant. Du bekommt hier ein werbefreies Postfach mit 2-GByte-Posteingang und der E-Mail-Adresse name@mailbox.org und drei zusätzlichen Mail-Aliassen. Wer von außen zugreifen möchte, kann dies per Weboberfläche oder über IMAP und POP gleichermaßen tun. Neben Adressbuch und Kalender gibt es hier ein simples, aber erstaunlich praktisches Textprogramm und eine Tabellenkalkulation.

An Sicherheit fehlt es bei dem E-Mail-Anbieter nicht: Mailbox.org unterstützt Einmalpasswörter und Zwei-Wege-Authentisierung; Verschlüsselung wird großgeschrieben, sowohl beim Zugriff auf das Postfach als auch beim Austausch mit anderen Maildiensten. Auch lässt sich das Postfach mit PGP verschlüsseln. mailbox.org bietet spezielle Tarife auch für berufliche Anwender, mit mehr Speichehrplatz, getrennten Mailkonten für Mitarbeiter plus gemeinsamer Dokumentenablage für Texte und Tabellen, dazu Gruppenterminverwaltung und Outlook-Connector. Utopia.de wickelt seine E-Mails über mailbox.org ab und ist damit sehr zufrieden, nur vom Cloud-Office darf man sich noch keinen vollständigen Ersatz für Google Docs erwarten.

Hinter Mailbox.org steht der „politische Provider“ JPBerlin. Der Ökostrom kommt hier von Lichtblick, und auch mailbox.org gibt an, sich nur mit Fahrrad und Nahverkehr sowie mit Stadtmobil-Carsharing fortzubewegen. Als Ökobank nennt man die Sozialbank und gibt sich auch sonst als soziales Unternehmen.

Stiftung Warentest führte in Ausgabe 10/2016 einen Vergleich von E-Mail-Adressen. Mailbox.de erhielt (neben Posteo.de) als einziges die Testnote „sehr gut“. Der Test lobte auch hier die E-Mail-Funktionen, den Umgang mit Nutzerdaten, die Sicherheitsfunktionen und die Handhabung und hatte auch am Kleingedruckten von Mailbox.org nichts auszusetzen. Bei den Sicherheitsfunktionen schnitt Mailbox.org in diesem Test minimal besser ab als posteo.de.

Preis Mailbox.org: 1 Euro / Monat (im Voraus, Überweisung, anonym Bargeld, Bitcoin).
Fazit über Mailbox.org: Mailbox.org ist für private und geschäftliche Anwender, die sich einen nachhaltiger agierenden E-Mail-Anbieter mit erweiterten Sicherheitsfunktionen wünschen, ein hochinteressantes Angebot, das man dank 30-Tage-Testzugang gut selbst testen kann.

Posteo.de oder Mailbox.org?

Sowohl Posteo.de als auch Mailbox.org gehören für uns zu den ganz klaren Favoriten im Bereich nachhaltige und sichere E-Mail-Adresse. Die Frage ist nun: Welchen von beiden nehmen? Das Problem ist ja nun mal, das beide Dienste Geld kosten und man als Umsteiger von einem Datenkraken-Dienst wie G-Mail doch nur eine einzige Alternative haben möchte, nicht gleich zwei davon.

Leider ist es so, dass sich die beiden Anbieter funktional stark ähneln. Wir können daher auf Basis von Funktionen nicht den einen E-Mail-Anbieter vor dem anderen empfehlen. Mailbox.org empfiehlt sich für berufliche Anwender, weil es dort auch einen Cloud-Speicher gibt und man den Dienst mit eigenen Mail-Adressen (etwa: @utopia.de) nutzen kann.

Die wirklichen Unterschiede liegen oft im Detail, und da kommt es eben darauf an, was für eine Art von Nutzer man ist, wie und wo man meistens seine Mails liest, ob man nun viel mit Mail-Filtern arbeitet oder nicht. Es hilft nichts: Wer sicher gehen will, muss beide Dienste parallel einige Zeit lang nutzen und dann für sich entscheiden, und selbst dann dürfte es schwierig sein. (Der Autor dieses Artikels nutzt beruflich Mailbox.org, privat Posteo.de.)

E-Mail-Anbieter Mail.de:
die E-Mail-Adresse mit Fax und SMS

E-Mail-Anbieter Mail.de bietet alternative E-Mail-Adressen
Mail.de bietet einen Freemail-Zugang, dann aber eben mit Werbung (Screenshot Mail.de)

Wer bei Mail.de nichts bezahlt, muss dafür Werbung in Kauf nehmen: Schon bei der testweisen Anmeldung wird die Telefonnummer abgefragt und Mail.de sichert sich zu, Werbung verschicken zu dürfen – sonst gibt keinen Zugriff. Wer für Mail.de PlusMail 1,99 Euro pro Monat zahlt, sieht keine Werbung und hat ein Postfach mit 2 GByte Speicherkapazität, einer name@mail.de-Adresse, 10 Alias-Adressen und vielem mehr. Bei höheren Tarifen ist auch Fax- und SMS-Versand möglich.

Sicherheit im Sinne von Anonymität und Privatsphäre ist bei Mail.de über Branchenstandards hinaus kein allzu großes Thema. Immerhin stehen die Server nach eigenen Angaben in Deutschland, es gibt verschlüsselte Zugänge und 3-Wege-Authentisierung (per Smartphone-App); auch PGP-Verschlüsselung wird (ein bisschen) unterstützt.

Mail.de positioniert sich selbst kaum als grüne E-Mail-Adresse, dabei ist hier einiges geboten: Der Anbieter nutzt Ökostrom von Hamburg Energie, verspricht den Einsatz energieeffizienter Hardware und legt seine Umweltbemühungen in einem Umweltbericht offen – derlei sähe man gern bei allen Internet-Diensten.

Beim Vergleich von E-Mail-Adressen von Stiftung Warentest 10/2016 erhielten nur Mailbox.de und Posteo.de ein „sehr gut“, doch Mail.de PlusMail konnte immerhin mit einem „gut“ den dritten Platz erringen.

Preis Mail.de PlusMail: 1,99 Euro / Monat (Überweisung, Lastschrift)
Fazit über Mail.de: Mail.de ist ein interessanter Anbieter mit recht transparenter Darstellung der grünen Bemühungen. Mit 1,99 Euro ist die werbefreie Version aber etwas teuer und in Sachen Sicherheit und Anonymität nicht mit Posteo.de oder Mailbox.org vergleichbar.

E-Mail-Anbieter ownbay.net:
viel Sicherheit, ein bisschen grün

E-Mail-Anbieter ownbay.net
Ownbay.net bietet alles, was man für E-Mails braucht (Screenshot ownbay.net)

Zu den neueren und noch relativ wenig bekannten E-Mail-Anbietern gehört Ownbay ownbay.net. Ein werbefreies Postfach mit name@ownbay.net-Adresse, 2 GByte Speicherplatz und Features wie Kalender, Adressbuch, Sammeldienste bilden ein rundes Grundprogramm.

Nutzer können ihr Postfach komplett verschlüsseln. Außerdem integriert Ownbay – zusätzlich zur Verschlüsselung des Postfachs – eine browsergestützte PGP-Verschlüsselungsfunktion für Mails. Auch der Zugang zu Webmail oder POP/IMAP ist über verschlüsselte Verbindungen möglich.

Die Server des E-Mail-Anbieters stehen bei einem deutschen Hoster, der mit 100% Ökostrom (von NaturStrom) arbeitet. Alle Funktionen wurden zudem mit OpenSource-Software implementiert.

Preis ownbay.net: 1 Euro / Monat (im Voraus, Überweisung, anonym Bargeld, Bitcoin)
Fazit über Ownbay.net: Ownbay spart nicht an Sicherheitsfunktionen und bietet als „grünen“ Faktor immerhin das Versprechen, nur Ökostrom zu nutzen. Die Handhabung ist im vergleich zu Posteo.de oder Mailbox.org aber etwas mehr auf technisch versierte Nutzer ausgerichtet. 

Weitere „grüne“ E-Mail-Adressen:

  • E-Mail-Adresse bei Biomail biomail.de: Ökostrom von Greenpeace Energy, Webmail/POP/IMAP-Zugang, name@biomail.de-Mailadresse, Adresse mit eigener Domain möglich. Kalender, 100 Mbyte Speicherplatz und 3 Mail-Aliasse für 1,49 Euro pro Monat. Wer den Dienst mal ausprobieren möchte, fragt per Mail (FAQ) nach einem Testzugang. Sympathischer Maildienst, im Vergleich zwar teurer, dafür aber mit knuffiger (Bio)Mail-Adresse, mit der man seine Gesinnung deutlich machen kann.
  • E-Mail-Adresse bei Greensta greensta.de: Ökostrom von Greenpeace Energy, Konto bei der GLS-Bank, Mitglied beim Verein „dasselbe in Grün“. Webmail/IMAP-Zugang, name@greensta.de-Mailadresse. 3 GByte Speicherplatz für 2,99 Euro im Monat. Ein bisschen teuer, bietet aber mehr Speicherplatz und macht einen soliden Eindruck.
  • E-Mail-Adresse bei Free! free.de: Ökostrom aus eigener Solaranlage und von Naturstrom. name@free.de-Adresse. Nur Webmail, dafür (theoretisch) kostenlos nutzbar. Hinter Free steht der gemeinnützige Wissenschaftsladen Dortmund e.V., der den freien und unzensierten Informationsaustausch fördern möchte. Free ist also kein kommerzieller E-Mail-Anbieter, bezahlt wird mit einer Spende, die man selbst bestimmen kann. Wer nichts bezahlen kann, kann dies bei Free! immerhin begründen und hoffen. Spannende Alternative für Low-Budget-Projekte.

Sind „die üblichen Verdächtigen“ eigentlich besonders unnachhaltig? Es geht so. Nur Yahoo! Mail und Microsoft Outlook.com / Hotmail sind in Verruf geraten, weil sie schmutzige Energie nutzen. Die Telekom bietet mit T-Online.de einen ziemlich brauchbaren Mail-Dienst, der erfahrungsgemäß nur moderat mit Werbebannern arbeitet; zugleich bemüht sich das Unternehmen um Klimaschutz. Allerdings überzeugt das Ziel, bis 2020 den CO2-Ausstoss um 20% gegenüber 2008 zu senken, nicht wirklich.

Google Mail arbeitet durch Ausgleichszahlungen CO2-neutral und die Werbung hält sich in Grenzen, doch der US-Dienst gilt als problematisch in Sachen Privatsphäre. Strom aus erneuerbaren Quellen verwenden nach eigenen Angaben sowohl Web.de als auch GMX: Aus Umweltsicht sind dort Bemühungen zu sehen, doch die Tarifstrukturen werden unklar dargestellt, die Webmailer strotzen nur so vor Werbung und die Sicherheit von „E-Mail Made in Germany“ ist nicht unumstritten.

Stiftung Warentest über alternative E-Mail-Anbieter

Stiftung Warentest testete und verglich in Ausgabe 10/2016 verschiedene E-Mail-Adressen. Die Anbieter Mailbox.de und Posteo.de schnitten mit „sehr gut“ als Testsieger ab. Es folgten Mail.de PlusMail, GMX, Web.de mit „gut“, der ganze Rest (einschliesslich Telekom Freemail, Yahoo Mail, Google Mail) mit befriedigend. Der Test bewertete aber vor allem Funktionen und Sicherheitsfeatures (zusammen 80%), der Handhabung wurde bereits vergleichsweise wenig Platz eingeräumt (20%), nachhaltige Features der E-Mail-Anbieter fanden dabei erneut keine Berücksichtigung. Dennoch ist es ja schön zu wissen, dass die von uns Gründen von Nachhaltigkeit und Sicherheit empfohlenen alternativen E-Mail-Adressen auch bei Stiftung Warentest gut abschnitten.

Alternative E-Mail-Adresse: unser Fazit

Wenn du eine gute, sichere, nachhaltige Alternative zu deinem vorhandenen E-Mail-Dienst suchst, dann muss dafür Geld ausgeben. Für meist schon einen Euro pro Monat kriegst du aber auch was fürs Geld: eine seriöse E-Mail-Adresse mit mehr Sicherheit und weniger Werbe-Trash. Die Dienste posteo.de und mailbox.org verstehen es dabei besonders gut, ein mehr an Nachhaltigkeit und Sicherheit unter einen Hut zu bringen und werden von Utopia gleichermaßen empfohlen.

Lies auch den Beitrag zu Google-Alternativen:

Alternative Suchmaschinen: wer kann Google ersetzen?

Hast du ein Konto bei posteo.de, mailbox.org oder einer anderen alternativen E-Mail-Adresse? Welche Erfahrungen hast du mit deinem Anbieter gemacht? Schreib uns in den Kommentaren!

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(52) Kommentare

  1. Wer eine eigene Domain (wunschmail@wunschname.de) möchte, bekommt das bei Strato Webmail für 1,50 € im Monat. Dafür gibt’s bis zu 25 Postfächer zu je 2 GB und eben eine de-Domain. Die Weboberfläche ist übersichtlich, individuell anpassbar und natürlich werbefrei. Die Rechenzentren sind in Deutschland und werden mit Strom aus 100% Wasserkraft betrieben. Ist sicher auch für Familien/Gruppen interessant.

  2. Als Frage an alle, die zu Posteo umgezogen sind. Ich nutze aktuell Googlemail mit allen Funktionen (Kalender, Mail, Kontakte) auf einem Android Smartphone und möchte diesen Komfort, alles synchronisieren zu können behalten. Funktioniert dies auf Android auch irgendwie mit Posteo?

    • @Maximilian:
      Ich rate dir eher zu Mailbox.org, weil du dort erstmal 30 Tage alles testen und für dich bewerten kannst, ob das so für deine Anforderungen passt.

      Ich persönlich war vorher mit einer eigenen Domain bei Google Apps, bin dann zu posteo.de gewechselt und bin nun final bei Mailbox.org.

      Warum?
      Bei Mailbox.org hast du wirklich etwas mehr funktionen und auch das Design der Weboberfläche ist nicht so aufdringlich. Ich bevorzuge lieber OpenXchange als Roundcube.
      Vor allem war mir wichtig, dass ich meine eigene Domain auch bei Mailbox.org einbinden konnte. Falls du bisher keine eigene hast und daran interessiert bist, bei Strato gibt es .de-Domains für 0,50 € / Monat.

      Je nachdem, was du für einen Tarif wählst bei Mailbox.org hast du auch eine Familien-Funktion, kannst also Termine mit der Familie teilen, Aufgaben zuweisen, hast ein gemeinsames Adressbuch… (einfach mal auf der Webseite nachschauen)

      Mit der Synchronisation funktioniert das ganze auch wirklich gut! Sowohl bei iOS, macOS, Windows mit dem entsprechenden Plugin für Outlook bzw. Thunderbird und auch bei Android.
      Bei Android brauchst du die Apps CalDAV Sync und CardDAV Sync. Kosten einmalig je ca. 2,60 €. Damit funktioniert das aber wirklich prima! Außerdem hast du hier auch eine App für die Aufgabenverwaltung (OpenTask, vom gleichen Anbieter von Cal-/CardDAV Sync).
      Der Kalender und die Kontakte fügen sich damit perfekt in das eigene Telefonbuch bzw. die Kalenderapp deines Vertrauens ein.

      Ich hab bei Mailbox.org mit dem 1-Euro-Tarif angefangen und bin mittlerweile bei einem Office-Tarif, dessen Cloud-Speicher ich dann mit meiner Synology synchronisieren lasse und für Windows gibts dann auch XChange-Funktionalität, für Outlook den Outlook-Connector mit dem ich dann nicht nur E-Mails sondern auch Kontakte, Kalender und Aufgaben in Outlook zur Verfügung hab.

      Vergleich einfach mal die Angebote von posteo.de und mailbox.org.
      Während du bei posteo.de nur mehr Speicher und Aliasse bekommst, wenn du mehr zahlst, bekommst du bei mailbox.org auch noch weitere Funktionen (grundlegende Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, mehr Cloudspeicher, Familienfunktion, Xchange-Features, etc.) dazu.

      Wie zu Anfangs erwähnt, ich rate dir zu mailbox.org.
      Das kommt der Google-Erfahrung bisher am nächsten.

      • Hallo Michael,

        vielen Dank für deine wirklich ausführliche Erklärung bzw. deinen Erfahrungsbericht zu Mailbox.org. Ich habe mir gerade einmal die Tarife etc. bei Mailbox.org durchgelesen und mir die entsprechenden Apps im PlayStore angeschaut. Ich werde es mal ausprobieren, das kommt meinen Anforderungen doch relativ nah.

        Viele Grüße 🙂

      • Hallo Michael,

        ich wollte mich noch einmal bedanken. Ich nutze nun seit rund 3 Tagen Mailbox.org incl. der von dir empfohlenen Apps und bin absolut begeistert, alles funktioniert so, wie ich es mir wünsche.

        Viele Grüße

  3. In diesem Artikel sind leider einige Informationen über Ownbay nicht ganz richtig. Die PGP-Verschlüsselung läuft bei Ownbay nicht über den Browser ab, die E-Mails werden bei Eintreffen automatisch direkt am Server verschlüsselt. Dem Anwender wird nur die Möglichkeit, diese mtitels Browser-Plugins zu entschlüsseln. Der Zugang zu POP3/IMAP ist ausschließlich verschlüsselt möglich.

    Über die grüne Einstellung von Ownbay:

    Der Umwelt zuliebe
    Alle Server werden mit 100%igen Ökostrom betrieben. Der Stromanbieter für unsere Server setzt zu 100% auf erneuerbare Energien, zum größten Teil werden diese aus Wind- und Wasserkraftwerken gewonnen. Zusätzlich wird darauf geachtet, dass keine Atom- und Kohlekonzerne an den Erzeugungsanlagen beteiligt sind und es wird der Bau neuer Öko-Kraftwerke gefördert. Unser Team ernährt sich ausschließlich ⓥegan und wir führen ein papierloses Büro. Wir sind Mitglied bei Birdlife Malta und beteiligen uns aktiv an Einsätzen. Regelmäßig spenden wir an Umwelt-NGOs. Das Firmenkonto wird über eine nachhaltigen und grünen Bank in Malta geführt.

  4. E-Mail-Anbieter, die heutzutage noch immer nicht die Nutzung eigener Domains ermöglichen, sind in meinen Augen generell unseriös. In Zeiten, wo eine Mailadresse von tausenden Diensten auch als persönliche ID genutzt wird, ist es keine gute Idee, sie nicht vollständig kontrollieren zu können. Genau das ist aber der Fall, wenn man sich an die Domain eines Anbieters bindet.

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