Handy kaputt: Häufige Schäden und was du jetzt tun kannst

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Wenn das Handy kaputt ist, ist schnelle Hilfe angesagt. Eine Reparatur lohnt sich, denn viele Schäden sind schnell behoben. Einige kannst du sogar selbst reparieren. Das spart Geld und Ressourcen.

Smartphones sind wahre Alleskönner. Für viele sind die fester Bestandteil des Alltags. Wenn das Handy kaputt geht, soll es so schnell wie möglich wieder funktionieren. In diesem Artikel erhältst du einen Überblick über die häufigsten Schäden. Anschließend erfährst du, wann Gewährleistungen, Garantien und Versicherungen greifen und wann du dich selbst um die Reparatur kümmern musst. Dafür stellen wir dir Vergleichs-Portale für Werkstätten und Anleitungen zum Selber-Reparieren vor.

Handy kaputt: Häufige Schäden

Der Klassiker unter den Schäden: ein kaputtes Display.
Der Klassiker unter den Schäden: ein kaputtes Display.
(Foto: CC0 / Pixabay / Glavo)

Ein Smartphone ist ein komplexes elektronisches Gerät. Viele Dinge können kaputt gehen. Die häufigsten Schäden kannst du schnell selbst identifizieren:

  • Kaputtes Display: Der empfindliche Glasbildschirm zerbricht schnell – das Display wird zum Spinnennetz. In den meisten Fällen kannst du dein Handy reparieren, indem du das Display austauschst oder austauschen lässt.
  • Kaputter Akku: Er wird schnell heiß, hält nicht mehr lange oder versagt total. Manchmal handelt es sich um eine Tiefenentladung: Der Akku ist nahezu vollständig erschöpft. Eine Tiefenladung behebst du, indem du dein ausgeschaltetes Handy über Nacht auflädst. Wenn der Akku kaputt ist, brauchst du einen neuen. Bei manchen Geräten kannst du den Akku selbst wechseln. Andere Modelle kannst du zum Techniker bringen.
  • Wasserschaden: Entferne so schnell wie möglich alle wichtigen Elemente. Dazu gehören Speicher- und SIM-Karten und, wenn möglich, der Akku. Schalte das Handy nicht an und lass es bei Zimmertemperatur trocknen. Nach 24 Stunden kannst du das Handy anschalten. Sollte das nicht gelingen, kontaktiere einen Reparatur-Service.
  • Kaputte Ladebuchse: Das Ladegerät passt nicht mehr, weil Kontakte abgebrochen oder verstopft sind? Du kannst die Ladebuchse zunächst vorsichtig reinigen. Schalte dein Handy dafür aus, puste die Buchse aus oder reinige sie sanft mit einer trockenen Zahnbürste. Sollte die Buchse kaputt sein, musst du sie austauschen.
  • Kaputte Kopfhörerbuchse: Defekte Kopfhörerbuchsen entstehen durch Staub und Schmutz oder Kontaktfehler durch die falschen Kopfhörer. Du kannst sie selbst austauschen oder austauschen lassen.

Andere Schäden wie ein Systemversagen oder mechanische Fehler kannst du oft nicht selbst diagnostizieren. Ein Reparatur-Service für Smartphones kann dir in dem Fall weiterhelfen.

Handy kaputt: Gewährleistung, Garantie und Versicherung checken

Bevor du den Schaden angehst, solltest du checken, ob die Reparatur teil der Gewährleistung ist. In dem Fall musst du dich nicht selbst um die Reparatur kümmern. Je nachdem wie alt dein Handy ist und von welchem Hersteller es stammt, greifen bestimmte Verbraucherrechte und Regelungen: 

  • Gewährleistung: Der Hersteller muss zwei Jahre lang gewährleisten, dass er dir ein fehlerloses Gerät verkauft hat. Wenn er nicht beweisen kann, dass du den Schaden verursacht hast, muss er dein kaputtes Handy in den ersten sechs Monaten austauschen oder reparieren. Danach dreht sich die Beweislast: Damit der Hersteller es repariert, musst du beweisen, dass du nicht für den Schaden verantwortlich bist.
  • Garantie wird vom Hersteller gewährt. Den Bedingungen stimmst du mit dem Kauf zu. Wenn dein Handy kaputt ist, solltest du deine Garantiebedingungen durchlesen. Wenn sie auf deinen Schaden zutreffen, übernimmt der Hersteller die Reparatur. Wenn du unsicher bist, kannst du in vielen Fällen den Kundenservice der Hersteller kontaktieren.
  • Handyversicherung: Wenn du eine Versicherung für dein Handy abgeschlossen hast, kontaktiere die Versicherung so schnell wie möglich. Dafür steht meist eine Online-Möglichkeit zur Verfügung. Abhängig von deinen Versicherungsbedingungen reparieren oder ersetzen sie dein kaputtes Gerät.

Treffen die Fälle zu, übernimmt der Hersteller oder die Versicherung die komplette Abwicklung samt Kosten. Sie teilen dir mit, ob du dein Handy einschicken oder zu einem Händler oder einer Werkstatt bringen sollst. 

Tipp: Entferne deine SIM-Karte und externe Speicherkarten, bevor du dein Handy abgibst. Wenn möglich, solltest du außerdem ein Backup erstellen und das Handy auf Werkseinstellung zurücksetzen.

Sollte keiner dieser Fälle greifen, musst du selbst eine Reparaturwerkstatt suchen und die Reparatur selbst bezahlen.

Handy kaputt: Schaden reparieren lassen

Eine neue Buchse kannst du austauschen lassen.
Eine neue Buchse kannst du austauschen lassen.
(Foto: CC0 / Pixabay / qimono)

Dein kaputtes Smartphone kannst du in den meisten Fällen beim Händler reparieren lassen. Alternativ findest du Hilfe in Handy-Werkstätten. Je nach Schaden erwarten dich dabei unterschiedliche Kosten:

  • Kaputte Displays kosten etwa zwischen 100 und 300 Euro.
  • Kaputte Akkus auszutauschen kostet etwa 50 Euro.
  • Wasserschäden verursachen einen Schaden von bis zu 400 Euro.
  • Kaputte Kopfhörer- und Ladebuchsen kosten etwa 50 Euro.

Die Preise schwanken jedoch stark zwischen den verschiedenen Herstellern und Werkstätten. Es lohnt sich, wenn du verschiedene Anbieter vergleichst. Dafür kannst du verschiedene Werkstätten in deiner Nähe abklappern oder Online-Portale nutzen. Mit ein paar Klicks erhältst du dort Angebote über Reparaturleistungen für deinen Schaden. Dafür wählst du dein Gerät und deinen Schaden aus und wirst zu den Angeboten weitergeleitet. 

Bekannte Vergleichsportale:

  • kaputt.de bietet Vergleiche für über 20 Schäden. Im Umwelt-Ticker berichtet das Portal über eingesparte Ressourcen durch den Reparatur-Service.
  • HandyreparaturVergleich.de bietet einen Vergleich für Wasserschäden, kaputte Displays, Akkus, Anschlüsse, Softwarefehler und mehr.
  • ClickRepair.de bietet einen Vergleich für Wasserschäden, kaputtes Display, kaputter Akku, kaputte Lade- und Kopfhörerbuchsen.

Je nach Angebot bringst du dein Handy persönlich zur Werkstatt oder schickst es ein.

Tipp: Entferne deine SIM-Karte und externe Speicherkarten, bevor du dein Handy abgibst. Wenn möglich, solltest du außerdem ein Backup erstellen und das Handy auf Werkseinstellung zurücksetzen.

Kaputtes Handy selbst reparieren

Einige Schäden kannst du selbst zu Hause reparieren.
Einige Schäden kannst du selbst zu Hause reparieren.
(Foto: CC0 / Pixabay / Bru-nO)

Mit etwas Geschick kannst du viele Schäden selbst reparieren – zum Beispiel ein kaputtes Display oder einen Akku austauschen. Dafür brauchst du:

  • die richtigen Ersatzteile
  • passendes Werkzeug
  • einen sauberen Arbeitsplatz
  • eine Anleitung

Die richtige Anleitung für deinen speziellen Schaden findest du online. Die Vergleichsportale kaputt.de oder ClickRepair bieten Bilder- und Video-Anleitungen für die gängigsten Schäden an. Die iFixit-App stellt ebenfalls Anleitungen zur Verfügung. Wirst du dort nicht fündig, kannst du über Ecosia nach Tutorials und Ersatzteilen suchen. 

Smartphone reparieren lohnt sich

Ein Smartphone hält in unserer Gesellschaft nicht lang. Laut der Deutschen Umwelthilfe werden die Geräte nur zwei bis drei Jahre genutzt, jährlich werden in Deutschland etwa 24 Millionen neue Smartphones verkauft. Die Herstellung verbraucht dabei pro Gerät etwa 70 Kilo natürliche Ressourcen. Greenpeace berichtet, dass der Kampf um die knappen Ressourcen Konflikte in den Abbauländern verschärft und die Bergarbeiter ihr Lebens aufs Spiel setzen. Während seines „Lebens“ verursacht ein Smartphone außerdem eine Menge Emissionen. Davon entstehen 75 % bei der Herstellung

Indem du dein Smartphone reparierst anstatt es durch ein neues zu ersetzen, sparst du Ressourcen und Emissionen ein. Die Reparatur ist meistens auch wesentlich günstiger als der Preis für ein neues Gerät.

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