Hornissenstich: Gefahren und wie du ihn richtig behandelst

Hornisse
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Ein Hornissenstich kann gefährlich sein, ist jedoch nur für wenige Menschen wirklich lebensbedrohlich. Wir erklären dir, wie gefährlich Hornissenstiche wirklich sind und wie du sie mithilfe von Hausmitteln behandelst.

Wie gefährlich sind Hornissenstiche?

Um Hornissenstiche ranken sich viele Mythen – zum Beispiel, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten können. Obwohl Hornissen im Vergleich zu anderen Insekten recht groß und die Stiche schmerzhaft sind, ist das Hornissengift nicht gefährlicher als das von Wespen oder Bienen. Bei einem Bienenstich gelangt sogar wesentlich mehr Gift als bei einem Hornissenstich in den menschlichen Körper.

Lediglich für Allergiker können Hornissenstiche lebensbedrohliche Folgen haben: Starke Schwellungen, Atembeschwerden und Kreislaufversagen sind gefährliche Symptome, die umgehend von einem Notarzt behandelt werden müssen. Prinzipiell sollten Allergiker während der Insektenflugzeit stets die richtigen Notfallmedikamente wie Antihistaminikum, Kortison und Adrenalin bei sich führen.

Für Menschen ohne Allergie können Hornissenstiche dann gefährlich werden, wenn sie im Mund- oder Rachenbereich auftreten. In diesem Fall verengen sich unter Umständen die Atemwege infolge der auftretenden Schwellung.

Symptome eines Hornissenstiches

Hornissen stechen nur wenn sie sich bedroht fühlen.
Hornissen stechen nur wenn sie sich bedroht fühlen. (Foto: CC0 / Pixabay / umsiedlungen)

Hornissenstiche sind vor allem schmerzhaft. Zudem weisen sie folgende Symptome auf:

  • Juckreiz,
  • gerötete Haut in einem Radius von ca. zehn Zentimetern um die Einstichstelle,
  • Schwellungen um die Einstichstelle.

Bei Allergikern sind folgende Symptome zu beobachten:

  • tränende Augen,
  • Atembeschwerden,
  • Schluckbeschwerden,
  • Übelkeit,
  • Herzrasen,
  • Kreislaufversagen,
  • Ohnmacht.

Wurdest du oder eine andere Person von einer Hornisse gestochen, solltest du Ruhe bewahren und nicht panisch werden. Trotz des starken Juckreizes solltest du nicht kratzen oder am Stich drücken. Keime, die sich an deinen Händen befinden, können zu einer Infektion der Wunde führen.

Hausmittel gegen Hornissenstiche

Kühlen hilft die Schmerzen und den Juckreiz zu lindern.
Kühlen hilft die Schmerzen und den Juckreiz zu lindern. (Foto: CC0 / Pixabay / terimakasih0)

Kommt es zu einem Hornissenstich, solltest du schnell handeln. Wurdest du im Mund- oder Rachenbereich gestochen oder liegt eine Allergie vor, suche umgehend einen Arzt auf. Ist das nicht der Fall, kannst du wie folgt vorgehen:

  • Wenn möglich, desinfiziere die Einstichstelle mit Desinfektionsspray für die Haut.
  • Entferne enganliegende Kleidung oder Schmuck, da die betroffene Hautstelle anschwellen wird.
  • Kühle die Einstichstelle mit einem Coolpack oder Eiswürfeln. Lege die Eiswürfel aber nicht direkt auf die Haut, sondern nutze ein Stofftuch.
  • Wurdest du in den Arm oder ins Bein gestochen, lagere die Gliedmaßen erhöht.
  • Gib Essig oder Tonerde auf den Stich, zum Beispiel mithilfe von Umschlägen.
  • Auch eine halbe, aufgeschnittene Zwiebel kann die Schmerzen und den Juckreiz des Stiches lindern.
  • Halte die Einstichstelle auch in den darauffolgenden Tagen sauber. So vermeidest du eine Infektion.
  • Bessern sich die Symptome nach zwei bis drei Tagen nicht, solltest du einen Arzt aufsuchen.

Hornissenstichen vorbeugen

Sei vorsichtig im Umgang mit Hornissennestern.
Sei vorsichtig im Umgang mit Hornissennestern. (Foto: CC0 / Pixabay / Guicho)

Wie immer gilt: Am besten ist es, wenn die Hornisse gar nicht erst zusticht. Generell sind Hornissen im Vergleich zu anderen Insekten wenig angriffslustig und eher friedlich. Treibe aber niemals Hornissen in die Enge. Sie fühlen sich dann bedroht und setzen ihren Stachel zur Verteidigung ein. Auch hektische Bewegungen und Anpusten nehmen Hornissen als Bedrohung wahr.

Entdeckst du ein Hornissennest, halte dich vorerst fern, um die Tiere nicht zu erschrecken. Hornissen stehen unter Artenschutz, sodass du das Umsiedeln eines Hornissennestes nicht selbstständig übernehmen darfst. Wende dich an die Naturschutzbehörde deiner Stadt oder deiner Gemeinde. Diese weiß, worauf beim Umsiedeln geachtet werden muss und wird dir helfen.

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