Jungfer im Grünen pflanzen und wie du ihre Samen verwenden kannst

Foto: CC0 / Pixabay / matthiasboeckel

Die Jungfer im Grünen ist eine Blume, die durch ihr besonderes Aussehen auffällt. Wie du den Blickfang auch in deinem Garten pflanzen kannst und wie du die Samen verwenden kannst, erfährst du hier.

Durch ihre filigranen Blätter und besonderen Blüten sticht die Jungfer im Grünen ins Auge. Die Blume ist recht anspruchslos und wächst sowohl im Beet als auch im Topf oder im Balkonkasten. Jungfern im Grünen zählen zur Familie der Hanhenfußgewächse und zur Gattung der Schwarzkümmel.

Die Blume wächst zwischen 20 und 70 Zentimeter hoch. Die feinen Blätter machen ihr Aussehen besonders. Der Blütenkranz ist, wenn geöffnet, flach und verfügt über tentakelartige Staubgefäße. Die Jungfer im Grünen blüht von Juni bis September in weiß, gelb, rosa, hellblau oder violett und lockt Insekten an.

Nach der Blüte entwickeln sich Samenkapseln, Anfang August beginnen sie zu reifen. Nach und nach verfärben sich die Kapseln braun, vertrocknen und platzen irgendwann auf. Dann sät sich die Blume selbst aus.

Achtung: In der Pflanze ist das Alkaloid Damascenin enthalten. Dieses ist nur in geringen Mengen bekömmlich. Die Jungfer im Grünen gilt also als gering giftig. Zwar gelten nur übermäßige Mengen als bedenklich, achte aber dennoch darauf, dass Kinder und Tiere die Pflanze nicht in den Mund nehmen. 

Jungfer im Grünen pflanzen

Die Jungfer im Grünen sieht auch mit geschlossenen Blütenständen hübsch aus.
Die Jungfer im Grünen sieht auch mit geschlossenen Blütenständen hübsch aus.
(Foto: CC0 / Pixabay / Capri23auto)
  • Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Standort für die Pflanze aus.
  • Boden: Die robuste Jungfer im Grünen kommt zwar mit einem trockenen und nährstoffarmen Substrat zurecht, dennoch sollte der Boden am besten nährstoffreich sein. Reichere diesen beziehungsweise die Erde im Topf daher vor dem Pflanzen mit Humus oder Kompost an. Lockere ihn mit Sand oder Kies auf, damit das Wasser besser durchlaufen kann.
  • Aussaat ins Freie: Ab März kannst du die Samen der Jungfer im Grünen direkt ins Freie säen. Nach etwa drei Wochen zeigen sich die ersten Triebe. Danach sät sich die einjährige Blume immer wieder selbst aus.
  • Aussaat in einen Topf: Säst du in ein Pflanzgefäß für die Terrasse oder den Balkon, sollte der Kübel ausreichend groß sein. Lege in den Topf vor dem Befüllen mit Erde eine Drainage, damit das Wasser gut ablaufen kann und keine Staunässe entsteht. Lege dazu zum Beispiel unförmige Steine auf die Topflöcher.

    So pflegst du die Jungfer im Grünen

    Mit der richtigen Pflege bekommt deine Jungfer im Grünen besonders schöne Blüten.
    Mit der richtigen Pflege bekommt deine Jungfer im Grünen besonders schöne Blüten.
    (Foto: CC0 / Pixabay / s-ms_1989)

    Da die Jungfer im Grünen eine robuste und anspruchslose Pflanze ist, benötigt sie nicht sonderlich viel Pflege. Beachte für eine besonders schöne Blüte folgende Punkte:

    • Gießen: Besonderes Gießen ist nicht nötig. Die Blume kommt auch mit kurzen Trpckenperioden zurecht. Mache die Gießmenge und den -rhythmus vom Wetter abhängig.
    • Düngen: Düngen ist nicht notwendig. Wenn du möchtest kannst ein- bis zweimal im Jahr (Frühjahr und Spätsommer) Kompost untermischen. Gib etwas Rindenmulch um die Pflanze, damit die Feuchtigkeit besser gehalten wird und der Wuchs von Unkraut gehemmt wird. Hast du die Jungfer im Grünen im Topf gepflanzt, kannst du sie öfter im Jahr, circa alle vier bis sechs Wochen, düngen. Nutze dabei am besten organischen Dünger.
    • Zuschnitt: Da die Blume einjährig ist, ist ein Rückschnitt nicht notwendig. Wenn du die Selbstvermehrung unterbinden oder regulieren möchtest, solltest du die verblühten Pflanzenteile entfernen. Wenn du eine Selbstaussaat möchtest, entferne die Pflanzenteile erst im Frühjahr.
    • Vermehren: Die Jungfer im Grünen sät sich selbst aus. Möchtest du sie gezielt vermehren, kannst du die Samen im Herbst ernten, sobald sie braun sind. Bewahre sie über den Winter an einem trockenen Ort auf. Im Frühjahr kannst du sie dann aussäen.
    • Schädlinge und Krankheiten: Die Jungfer im Grünen wird nur selten von Krankheiten und Schädlingen befallen. Selbst Schnecken machen einen Bogen um die Blume.

    Was kannst du mit den Samen der Jungfer im Grünen machen

    Die Samen der Jungfer im Grünen schmecken leicht nach Waldmeister.
    Die Samen der Jungfer im Grünen schmecken leicht nach Waldmeister.
    (Foto: CC0 / Pixabay / pixel2013)

    Samen als Gewürz:

    Die Samen der Jungfer im Grünen ähneln denen des Echten Schwarzkümmels, immerhin sind sie verwandt. Der Unterschied liegt im Geschmack: Schwarzkümmel schmeckt leicht nach Sesam, die Jungfer im Grünen erinnert an Waldmeister. Um die Samen als Gewürz zu verwenden, erntest du diese, sobald sie braun werden. Anschließend kannst du sie mit einem Mörser zerkleinern oder fein mahlen. Doch Achtung: Wie oben bereits erwähnt, solltest du große Mengen vermeiden.

    Samenstände als Deko:

      Um die Samenständer der Jungfer im Grünen als Deko zu verwenden, schneide im August die Stängel mit den noch unreifen Samenkapseln ab. Wie du sie am besten trocknest, erfährst du in unserem Artikel Blumen trocknen: Einfache Methoden für den Blumenstrauß oder Blüten. Auf diese Weise kannst du sie für Trockenblumensträuße verwenden. Angesprüht mit ökologischen und biologisch abbaubaren Lacken eignen sich die getrockneten Blumen auch als länger haltbare Deko.

      Weiterlesen auf Utopia.de:

      ** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

      Gefällt dir dieser Beitrag?

      Vielen Dank für deine Stimme!

      Schlagwörter: