Kinderyoga: So kannst du dein Kind für Yoga begeistern

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Kinderyoga gibt Kindern Raum für Entspannung und sanfte Bewegungen und schult so das Körperbewusstsein. Welche weiteren Vorteile die Yogaform mit sich bringt und wie genau Kurse gestaltet sind, erfährst du hier!.

Was ist Kinderyoga?

Beim Kinderyoga führen Kinder die typischen Yogastellungen auf spielerische Weise aus. Je nach Yogakurs verknüpfen Kursleiter*innen die Yogaflows auch mit kleinen Geschichten. Im Gegensatz zum Yoga für Erwachsene werden die Asanas, also die einzelnen Übungen, kürzer gehalten, um den kindlichen Körper nicht zu überlasten. Zudem sollen die Yogakurse dynamischer gestaltet sein und dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder entsprechen.

Da es Kindern zu Beginn noch sehr schwerfällt, Atem und Bewegung zu verbinden, führen die Kursleiter*innen sie langsam an die Wahrnehmung und Kontrolle des Atems heran. Auch dabei greifen sie zum Beispiel auf spielerische Atemübungen zurück.

Kinderyogakurse eignen sich ab einem Alter von vier bis fünf Jahren. Erst dann sind Kinder so weit entwickelt, dass sie die Bewegungen bewusst nachvollziehen und in vollen Zügen von der Yogaeinheit profitieren können. Es gibt jedoch auch Kurse für Babys, in denen Mütter und Väter Übungen gemeinsam mit ihrem Säugling ausführen.

Was bringt Kinderyoga den Kindern?

Kinderyoga hilft Kindern dabei, Stress besser zu bewältigen.(Foto: CC0 / Pixabay / mohamed_hassan)
Kinderyoga hilft Kindern dabei, Stress besser zu bewältigen.

Im Grunde eignet sich Kinderyoga für jedes Kind. Ruhigeren Kindern fällt es zu Beginn vielleicht etwas leichter, sich von der entspannenden Atmosphäre tragen zu lassen. Doch auch lebhafte Kinder können lernen, Yogaeinheiten zu genießen, öfter innezuhalten und ruhiger zu werden. So gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass Kinderyoga als begleitende Therapie dabei helfen kann, hyperkinetische Störungen und hyperaktives Verhalten zu reduzieren. 

Laut den Studien des Psychologen Prof. Dr. Marcus Stück, der sich als einer der ersten Wissenschaftler*innen intensiv mit Kinderyoga auseinandersetzte, hat Yoga folgende weitere Effekte auf Kinder und Jugendliche:

  • Konzentrationssteigerung
  • verbesserte Stressbewältigung und -resistenz 
  • Förderung des konstruktiven Umgangs mit Herausforderungen und Belastungen
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • bessere Regulierung von Emotionen
  • Stärkung der psychischen Stabilität
  • gesteigertes Wohlbefinden
  • verbesserte Lernvoraussetzungen

Auf Grundlage seiner Forschungen entwickelte der Psychologe an der Universität Leipzig ein Yogaprogramm für Kinder und fordert, dass auch Bildungsinstitutionen Yoga in ihren Alltag integrieren. Heute wird das Programm bereits von vielen Horteinrichtungen im Leipziger Raum regelmäßig genutzt.

Kinderyoga: Struktur und Übungen

Die typischen Yoga-Asanas sind auch beim Kinderyoga ein wichtiger Teil der Yogastunde.(Foto: CC0 / Pixabay / AndiP)
Die typischen Yoga-Asanas sind auch beim Kinderyoga ein wichtiger Teil der Yogastunde.

Grundsätzlich können alle Asanas des klassischen Hatha-Yogas auch für Kinder umfunktioniert werden. So können auch Kinder schon den herabschauenden Hund, die Kobra, den Baum, den Ausfallschritt oder das Kamel ausführen. Oft fällt ihnen dies sogar leichter als Erwachsenen, da sie beweglicher sind und die Übungen schneller verinnerlichen.

Einer Kinderyogastunde enthält auch eine Anfangs- und Schlussentspannung. Diese fallen jedoch etwas kürzer aus und können zudem mit kleinen Geschichten oder Fantasiereisen verbunden werden. Teilweise können Kinder auch schon an eine kleine Meditation herangeführt werden. Ein Fokus liegt zudem auf dem Sonnengruß und seinen Variationen, deren Abfolge die Kinder zunächst lernen müssen, bevor sie ihn dann mal schneller und mal langsamer wiederholen.

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