Yoga für Anfänger – diese Tipps erleichtern dir den Start

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Yoga ist wohltuend für Köper, Geist und Seele. Diese sechs Tipps zeigen dir, worauf du als Anfänger achten solltest, damit der erfolgreiche Einstieg gelingt.

Yoga-Tipps für Anfänger

Yoga für körperliche und geistige Harmonie
Yoga für körperliche und geistige Harmonie
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Yoga ist eine jahrtausende alte indische Übungspraxis, die aus Atemtechniken, körperlichen Übungen und Meditation besteht. Zentrale Ziel des Yoga ist ein besseres Körpergefühl durch mehr Flexibilität, Ausdauer und Kraft. Außerdem soll Yoga die geistige Harmonie durch den Fokus aufs Wesentliche, Ausgeglichenheit und Selbstliebe fördern.

1. Tipp für Yoga-Anfänger: Lass es langsam angehen

Entspannung in der Stellung des Kindes
Entspannung in der Stellung des Kindes
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Es ist nie zu spät, mit Yoga zu beginnen. Yoga ist für Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Fitness geeignet. Es gibt keine Voraussetzungen, um Yoga zu praktizieren. Wichtig ist nur, dass du dich auf die Situation einlässt und beobachtest, wie du dich dabei fühlst.

Als Anfänger solltest du langsam anfangen. Wähle sanfte Stellungen und einfache Bewegungen, um dich nicht zu überfordern. Zu ehrgeizige Ziele gleich zu Anfang können frustrieren und halten davon ab, regelmäßig Yoga zu praktizieren.

Sei achtsam und gehe nicht weiter als es deine Kraft, Kondition und Dehnung zulässt. Wenn eine Bewegungsfolge oder Haltung zu schwierig ist, wähle eine einfachere Variation oder mache eine Pause in der „Stellung des Kindes“. In dieser Position sitzt du auf oder zwischen deinen Fersen und legst du den Körper über deinen Beinen ab. Die Kindsstellung ist eine wunderbare Haltung um dich zu erholen und loszulassen.

Wenn du ein Gefühl für die Bewegungen bekommen hast und mehr möchtest, kannst du dich mit anspruchsvolleren Posen steigern.

2. Tipp für Yoga Anfänger: Das Wichtigste ist dein Atem!

Das wesentlichste Element im Yoga ist der Atem. Er hilft dir, dich auf die Übungen zu konzentrieren und tiefer in Dehnungen zu komme. Außerdem signalisiert dein Atem dir, wenn es deinem Körper zu viel ist.

Gerade Anfängern fällt es oft schwer, während der Yoga Praxis mental präsent zu bleiben und nicht abzuschweifen. In dem du dich bewusst auf deinen Atem konzentrierst, verdrängst du andere Gedanken aus deinem Kopf. So kannst du dich besser fokussieren und deinen Alltag, mit all deinen Aufgaben und Sorgen hinter dir lassen. Die wichtigsten Atemtechniken: 

  • Bei der vollständigen Yogaatmung (Ujjayi-Atmung) ist die Kehle etwas verengt, sodass ein leises Rauschen zu hören ist. Für Anfänger reicht es aus, tief und gleichmäßig durch die Nase ein und auszuatmen. Versuche mit jeder Ausatmung deine Muskeln zu entspannen und mehr loszulassen.
  • Beim Vinyasa Yoga (dynamische Bewegungsabfolgen) wird jede Bewegung mit einem Atemzug verbunden. So entsteht ein geschmeidiger Fluss.

Gehe bei allen Übungen nur so weit, dass du noch ruhig und gleichmäßig atmen kannst. Wenn das Atmen dir schwerfällt, ist das ein Zeichen, dass die Übung zu anspruchsvoll ist. 

3. Tipp für Yoga Anfänger: Das richtige Equipment

Hilfmittel für die Yogastunde
Hilfmittel für die Yogastunde
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Eigentlich benötigst du überhaupt keine Ausrüstung um Yoga zu praktizieren, nicht mal eine Yogamatte. Wenn du es puristisch magst, brauchst du nur dich selbst und etwas Platz für deine Yogastunde. 

Um Verletzungen zu vermeiden, empfiehlt es sich jedoch eine rutschfeste Matte zu benutzen (gibt´s bei ** avocadostore). Zum Praktizieren solltest du Kleidung tragen, in der du dich wohlfühlst und gut bewegen kannst. Sie sollte daher nicht zu eng und einschnürend, aber auch nicht so flatterig sein, dass du dich darin verhedderst.

Mehr Informationen: Yoga Zubehör: Das brauchst du für’s Training

4. Tipp für Yoga Anfänger: Yoga ist kein Wettkampf!

Yoga hilft dir, dich selbst zu akzeptieren
Yoga hilft dir, dich selbst zu akzeptieren
(Foto: CC0 / pixabay / StockSnap)

Beim Yoga nimmst du dir Zeit für dich. Du musst keine Erwartungen erfüllen oder jemandem gefallen. Es ist egal, wie du in einer Pose aussiehst, wie fortgeschritten sie ist oder wie lange du sie hältst. Wichtig ist, wie du dich fühlst.

Vergleiche dich nicht mit anderen, sondern konzentriere dich auf dich selbst. Sei dabei immer achtsam und liebevoll zu dir und gehe aus der Pose, wenn es zu viel wird. Mit diesem Ansatz kann dir Yoga helfen, dich so zu akzeptieren, wie du bist. Zur Verinnerlichung kannst du dir während der Yogastunde ein Mantra (Spruch) aufsagen. Zum Beispiel: „Ich bin richtig, genauso, wie ich bin“ oder „Ich bin gut genug“.

5.Tipp für Yoga Anfänger: Regelmäßigkeit vor Intensivität

Mache Yoga zu deiner Routine
Mache Yoga zu deiner Routine
(Foto: CC0 / pixabay / StockSnap)

Wenn es dein Ziel ist, regelmäßig Yoga zu praktizieren ist es wichtig, eine Routine zu entwickeln. Plane dir an diesen Tagen genug Zeit ein, zum Beispiel am Morgen. So startest du gleich fit in den Tag und musst dich später nicht ans Üben erinnern. Deine Yoga-Einheit muss gar nicht lang und intensiv sein. 

Wenn du dir zu viel vornimmst und keinen Spaß daran hast, wird es dir schwerfallen auf die Matte zurück zu kehren. Mache lieber kürzere und einfachere Sequenzen, dafür mehrmals in der Woche. Schon regelmäßig 15 bis 30 Minuten zu üben wirkt Wunder. 

6. Tipp für Yoga Anfänger: Besuche einen Anfängerkurs

Gerade für Yoga-Neulinge ist es empfehlenswert, an einem Anfängerkurs teilzunehmen. Informiere dich über das Yogastudio oder die Yogalehrer, damit du weißt, welche Yogaart dort praktiziert wird. Im Anfängerkurs werden dir grundlegende Bewegungsabläufe (zum Beispiel der Sonnengruß) beigebracht und du lernst, wie du bestimmte Positionen halten musst. Das gemeinsame Üben in der Gruppe macht Spaß und der Yogalehrer kann deine Haltungen korrigieren.

Natürlich kannst du auch selbstständig zu Hause Yoga üben. Nutze Videoanleitungen oder lasse deiner Kreativität freien Lauf und gestalte deine Yogastunde selbst.

Die Philosophie hinter Yoga

Yoga ist keine Religion, sondern eine Lebenseinstellung, bei der Positivität und Gelassenheit im Mittelpunkt stehen. Du kannst Yoga stärker auf der körperlichen Ebene praktizieren, um kräftiger und beweglicher zu werden, oder die spirituellen Aspekte in den Vordergrund stellen.

Wenn Stress und Leistungsdruck im Alltag steigen, ist Yoga ein wundervoller Ausgleich. Der ganzheitliche Ansatz hilft, körperliche oder seelische Beschwerden abzubauen und zu einem fitteren, gesünderen und glücklicheren Selbst zu finden. So soll Yoga gegen Depressionen, Schlafstörungen, Bluthochdruck und Übergewicht helfen. Wissenschaftliche Studien belegen die gesundheitsfördernden Wirkungen des Yoga.

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(3) Kommentare

  1. Ich finde es problematisch, beinahe heuchlerisch, dass in einem Artikel, in dem oft betont wird, dass es total okay ist, wie man gerade ist, einzig und alleine superschlanke superleichtbekleidete Yoga-Damen auftauchen, die in Posen stehen, die teilweise sehr weit weg von Anfängerniveau sind. Meint ihr nicht, es wäre etwas ehrlicher, motivierender und „down to earth“, realistische Bilder einzufügen? Was ist mit lachend aus dem Baum umkippenden Menschen? Was ist mit Jogginghose und Wohnzimmer? Die ganzen Bilder stehen total quer zu dem, was euer Artikel vermitteln will. Übrigens: Auch Männer lesen das hier und machen Yoga. Die Bilder etablieren diese Bewegungskunst nur noch mehr im Sinne von „Yoga? Das ist doch was für Weiber!“
    Bei irgendeinem anderen Magazin wäre mir das alles egal. Aber nicht hier – nicht, wenn ihr euren eigenen Ansprüchen gerecht werden wollt.

  2. Genauo so ist es mir auch gegangen beim Lesen – die Bildauswahl, insbesondere das Bild zu „6.“ finde ich sehr unpassend zum Inhalt des Artikels. Wer Yoga nicht kennt könnte meinen, dass man das in BH und Hotpants machen muss… – und das könnte viele doch direkt abschrecken es überhaupt mal auszuprobieren – wie schade!

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