Kleidertauschparty: So kannst du eine organisieren

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Bei Kleidertauschpartys sortierst du deinen Kleiderschrank aus und bekommst im Tausch neue Kleidungsstücke. Tipps und Tricks für deine erste Kleidertauschparty findest du hier.

In Deutschland kauft jede Person jährlich circa 60 Kleidungsstücke, doch laut Greenpeace tragen wir sie nur noch halb so lange wie vor 15 Jahren. Das führt unter anderem zur Verschwendung von Ressourcen. Ausrangierte Kleidung landet oft im Müll oder im Altkleidercontainer und wird nur selten wiederverwendet.

Kleidertauschpartys gehen gehen dieses Problem vor. Sie haben das Ziel, die Lebensdauer von Kleidungsstücken auf spaßige Art zu verlängern. Außerdem geben sie dir die Möglichkeit, nachhaltig und kostenlos neue Kleidung für deine Garderobe zu finden.

Denn bei Kleidertauschpartys tauschen Menschen Kleidung miteinander. Dazu bringt jeder Kleidungsstücke mit, die er oder sie nicht mehr trägt. Im Gegenzug darf man aus der gesammelten Kleidung neue Teile wählen. Es ist also nicht notwendig, auf der Tauschparty einen direkten Tauschpartner pro Kleidungsstück zu finden. 

Tipp: Wenn du Kleidung tauschen, aber keine eigene Kleidertauschparty veranstalten möchtest, informiere dich beim Greenpeace-Projekt Kleidertausch.de über Termine von öffentlichen Kleidertauschpartys.

Kleidertauschparty vorbereiten – was ist zu tun?

Kleidertauschpartys kannst du mit einer Initiative planen.
Kleidertauschpartys kannst du mit einer Initiative planen.
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Überlege zunächst, ob die Kleidertauschparty im kleinen Kreis stattfinden soll oder ob du eine öffentliche Veranstaltung planen möchtest.

Eine private Kleidertauschparty bedeutet weniger Aufwand. Sie geeignet sich gut für Gäste, die noch keine Erfahrung im Tausch von Kleidung haben. Wenn du weniger Personen einlädst, wirst du aber auch weniger Kleidung zur Auswahl haben.

Öffentliche Kleidertauschpartys erfordern viel Platz für die Gäste und etwas mehr Planung. Solche Veranstaltungen kannst du leichter zusammen mit einer Initiative oder in einem Verein planen. Solchen Gruppen stehen auch oft öffentliche Räume zur Verfügung, außerdem kannst du dort direkt helfende Hände finden.

Kleidertauschparty: Was du brauchst

Hänge möglichst viele Kleidungsstücke auf Bügel, damit kein Chaos entsteht.
Hänge möglichst viele Kleidungsstücke auf Bügel, damit kein Chaos entsteht.
(Foto: CC0 / Pixabay / Mylene2401)
  • Kleiderstangen und Tische: Tische eignen sich gut, um Accessoires und kleine Teile zu präsentieren. Shirts oder Kleider bleiben auf Kleiderbügeln gut sichtbar, auf Tischen sehen sie schnell unordentlich aus. Tipp: Wenn du öfters Kleidertauschpartys veranstaltest, kannst du günstig gebrauchte Kleiderstangen kaufen. Andernfalls kannst du dir welche im Bekanntenkreis ausleihen. 
  • Kleiderbügel: Um die Kleidungstücke aufzuhängen, brauchst du Kleiderbügel. Bekleidungsgeschäfte und Kaufhäuser sortieren regelmäßig noch brauchbare Kleiderbügel aus – frage dort einfach nach, ob du diese haben darfst.
  • Umkleidekabine: Falls die Location über mehr als einen Raum verfügt, kannst du diesen als Umkleidekabine nutzen. Dort können Gäste die Kleidungsstücke anprobieren. Sollte kein weiterer Raum zur Verfügung stehen, trenne mit einem Paravent oder einem Vorhang einen Bereich des Raumes ab. Stelle dort einen großen Spiegel bereit. 
  • Schilder: Male oder schreibe Schilder, die du über die Kleiderstangen und Tische hängt. Sie sollten erklären, wo welche Kleidungsstücke zu finden sind (Jeans, Pullover, T-Shirts etc.). So können deine Gäste ihre Kleidungsstücke richtig einsortieren und zurücklegen.

Wie läuft der Kleidertausch ab?

Kleidertauschpartys verlängern die Lebensdauer von Kleidung.
Kleidertauschpartys verlängern die Lebensdauer von Kleidung.
(Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Es gibt unterschiedliche Tauschverfahren, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Wichtiger als die Frage, welche Tauschregeln du aufstellst, ist die Tatsache, dass du sie festlegst und deine Gäste darüber Bescheid wissen.

Dazu kannst du das Tauschverfahren schon in der Einladung kurz erklären. Schreibe zusätzlich Tauschregeln auf Poster oder erkläre sie beim Einlass. Auf einer privaten Kleidertauschparty reicht es, die Regeln mündlich zu erklären. 

Eins-zu-eins-Tausch: Am Einlass wird gezählt, wie viele Kleidungsstücke eine Person mitgebracht hat. Pro mitgebrachtem Kleidungsstück darf die Person ein neues Kleidungsstück mit nachhause nehmen. Um das zu zählen, kannst du Kärtchen mit einem Stempel pro Kleidungsstück am Einlass ausgeben. Das Modell kannst du variieren, sodass du für teurere Kleidungsstücke wie Jacken oder Hosen zwei Kärtchen ausgibst und für günstigere Kleidungsstücke wie T-Shirts nur eines. 

Freies Tauschen: Jede Person darf so viele Kleidungsstücke mitnehmen, wie sie möchte. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten deutlich mehr Kleidungstücke abgeben als sie mitnehmen. Wenn deine Gäste kein Limit haben, ist das Risiko geringer, dass Kleidung übrig bleibt.

Kleidertauschpartys: Tipps und Tricks

Viel Spaß auf deiner Kleidertauschparty!
Viel Spaß auf deiner Kleidertauschparty!
(Foto: CC0 / Pixabay / justynafaliszek)
  • Gib schon bei der Einladung zu Kleidertauschparty ein Limit bekannt, wie viele Kleidungsstücke ein Gast mitbringen darf. So verhinderst du, dass du als Veranstalter*in auf einem Berg Altkleider sitzen bleibst. Fünf Teile sind ein angenehmes Limit.
  • Prüfe die Kleidung am Einlass. So stellst du sicher, dass nur intakte und saubere Kleidungsstücke auf die Kleidertauschparty gelangen.
  • Sofern du einen Eins-zu-eins-Tausch planst, solltest du die mitgebrachten Kleidungsstücke am Einlass zählen.
  • Erkläre die Tauschregeln kurz, bevor deine Gäste die Kleidertauschparty betreten. Beantworte auch ihre Fragen. 
  • Entscheide vorab, ob die Gäste ihre Kleidung selbst einsortieren oder ob du und deine Helfer*innen diese Aufgabe übernehmen. Im ersten Fall brauchst du weniger Helfer*innen. Im zweiten Fall kannst du besser gewährleisten, dass die Kleidung gut sortiert wird und du machst den Gästen eine Freude. 
  • Nach der Kleidertauschparty bleiben wahrscheinlich Kleidungsstücke übrig. Plane vorab, was mit dieser Kleidung passiert. Mache eine Kleiderspende beispielsweise an Einrichtungen wie Kleiderkammern oder Sozialkaufhäuser.

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