Koriander pflanzen: So wächst das asiatische Kraut auch bei uns

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Koriander pflanzen lohnt sich, wenn du oft asiatische Gerichte kochst. Das beliebte Küchenkraut kannst du ganz einfach zuhause im Garten oder auf dem Balkon selber pflanzen und ernten.

Koriander – Herkunft und Verwendung

Koriander stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und dem Mittleren Osten, wird mittlerweile aber fast weltweit angebaut. Schon im alten Ägypten war die Gewürz- und Heilpflanze wegen ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten beliebt: In der Küche lässt sich die Pflanze von der Wurzel bis zu den Blättern vollständig verwenden und aus den Früchten werden ätherische Öle gewonnen, die in der Naturheilkunde und in Kosmetika eingesetzt werden – gute Gründe, Koriander in dein Kräuterbeet aufzunehmen.

Koriander pflanzen: Standort und Pflege

Koriander wächst am besten auf lockeren, durchlässigen Böden.
Koriander wächst am besten auf lockeren, durchlässigen Böden. (Foto: CC0 / Pixabay / micahernandez)

Korianderpflanzen wachsen zunächst buschförmig heran, wobei ihre Blätter an die der Petersilie erinnern. Die Blütenstängel haben aber fein gefiederte, schmalere Blätter. Insgesamt kann Koriander bis zu 70 Zentimeter hoch werden. Der Anbau von eigenem Koriander im Garten oder im Topf auf dem Balkon ist nicht besonders schwer.

  • Standort: Der optimale Standort für deinen Koriander hängt davon ab, wofür du ihn anbauen möchtest – für die Blatternte ist Halbschatten, für die Samenernte ein sonniger Platz am besten geeignet. In jedem Fall bevorzugt Koriander einen lockeren, kalkreichen Boden an einem windgeschützten Ort.
  • Pflanzung: Die Aussaat erfolgt in der Zeit von April bis Juni. Du kannst die Pflanzen auch drinnen vorziehen, bevor du sie ins Beet setzt. Möchtest du besonders viel Korianderkraut ernten, solltest du die Pflanzen in einem Abstand von etwa 20 Zentimetern setzen. Geht es dir dagegen eher um die Früchte, reicht auch ein Abstand von 5 Zentimetern aus – so beschleunigst du die Blütenbildung.
  • Pflege: In der Anzuchtphase solltest du den Koriander regelmäßig gießen, danach bevorzugt er jedoch eher trockenen Boden. Staunässe solltest du auf jeden Fall vermeiden. Das Wachstum des Korianders wird gefördert, wenn du regelmäßig Unkraut im Beet jätest. Düngen musst du die Heilpflanze nicht zwingend.
  • Anbau im Topf: Für die Anzucht im Topf gibt es keine Besonderheiten zu beachten. Für ein optimales Wachstum kannst du der Topferde etwas Sand hinzufügen, um sie lockerer zu machen. Außerdem solltest du einen Topf verwenden, in dem sich kein Wasser stauen kann.

Tipp: Koriander verträgt sich im Beet gut mit Salat- und Kohlpflanzen und hält wegen seines starken Geruchs auf natürliche Weise Schädlinge wie die Kohlblattlaus fern.

Koriander: Tipps für eine reiche Ernte

Von den Blütendolden des Koriander lassen sich später die Samen ernten.
Von den Blütendolden des Koriander lassen sich später die Samen ernten. (Foto: CC0 / Pixabay / skorchanov)

Sowohl das Kraut als auch die Früchte des Korianders – die auch als Koriandersamen bezeichnet werden – finden in der Küche Verwendung. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich im Geschmack: Die Blätter werden als herb, teilweise auch seifig empfunden, die getrockneten Früchte schmecken dagegen würzig und eher nussig.

Besonders in Südamerika und Südostasien werden die Blätter zur Verfeinerung von Gerichten eingesetzt. In Europa werden eher die Samen als Teil von Gewürzmischungen oder zum Einmachen von Likören verwendet. In Thailand wird die Korianderwurzel wie bei uns die Wurzel der Petersilie verwendet.

  • Korianderfrüchte lassen sich bereits vier bis sechs Wochen nach der Aussaat ernten, also in der Zeit von Juni bis Juli. Weil die Pflanzen schnell schießen, kannst du in einer Saison auch mehrere Pflanzungen durchführen.
  • Die Samen solltest du ernten, wenn sie eine hellbraune Färbung haben. Schneide dann die Blütenstängel ab und lasse sie aufgehängt in der Sonne trocknen. Danach kannst du die getrockneten Früchte sanft abschütteln und sie entweder als Gewürz oder für die nächste Aussaat verwenden.
  • Das Korianderkraut kannst du jederzeit ernten. Nimm dafür besser die unteren Blätter: So störst du das Wachstum der restlichen Pflanze nicht und außerdem schmecken sie aromatischer. Ernte die Blätter immer vor der Blüte, danach bekommen sie einen bitteren Geschmack. Wenn du nur das Kraut ernten möchtest, kannst du die Pflanze auch so beschneiden, dass sie gar nicht erst anfängt zu blühen.

Koriander ist als Würz- und Heilmittel nicht nur für den Menschen interessant: Die Blüten werden besonders gern von Bienen und anderen nützlichen Insekten angeflogen. Die gesunde Pflanze ist damit eine perfekte Ergänzung für jeden Garten.

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