Löcher im Rasen: Ursachen und was dagegen hilft

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Löcher im Rasen werden meist von tierischen Besuchern verursacht. Welche Löcher von welchem Tier gegraben werden und wie du dagegen am besten vorgehst, erfährst du hier.

Löcher im Rasen: Wer war es?

Mit ihren schaufelartigen Pfoten schütten Maulwürfe große Hügel auf.
Mit ihren schaufelartigen Pfoten schütten Maulwürfe große Hügel auf. (Foto: CC0 / Pixabay / Tabble)

Löcher im Rasen sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch gefährlich werden: Schnell ist man gestolpert oder darin umgeknickt. Um gegen die Vertiefungen in der Wiese vorzugehen, musst du wissen, woher die Löcher überhaupt kommen. So sehen die Löcher verschiedener Tierarten aus:

  • Mäuse: Mäuse können Löcher mit einem Durchmesser von drei bis acht Zentimetern graben. Diese münden in unterirdische Gänge.
  • Igel: Igel hinterlassen nur etwa zwei bis drei Zentimeter große Löcher mit Trichterform.
  • Vögel: Wenn Vögel auf Nahrungssuche sind und im Boden picken, hinterlassen sie Löcher im Rasen von maximal zwei Zentimetern Durchmesser.
  • Maulwürfe: Ob ein Maulwurf in deinem Garten aktiv ist, erkennst du ganz einfach: Oberhalb der Löcher sind die typischen Maulwurfshügel zu sehen.
  • Regenwürmer: Regenwürmer hinterlassen winzige Löcher im Rasen und schütten zusätzlich kleine, zwei bis drei Millimeter große, Erdhäufchen auf. Regenwürmer sind allerdings ein Indiz für einen guten Boden, deshalb solltest du sie auf keinen Fall bekämpfen.
  • Ratten: Von Ratten gegrabene Löcher haben einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern und fungieren als Eingänge zu Tunneln. Die Löcher von Ratten führen senkrecht in den Boden hinein.
  • Feldhasen: Feldhasen und auch Waldkaninchen hinterlassen recht große Löcher im Rasen. Ihren Bau erkennst du auch an den Trampelspuren, die die Öffnung umgeben. Wenn du dich häufig in deinem Garten aufhältst, siedeln sich aber eigentlich keine Kaninchen darin an.

Wenn die Vertiefungen nur oberflächlich auftauchen und zusätzlich Kratzspuren zu sehen sind, handelt es sich meist um jagende Dachse, Füchse oder auch Waschbären. Diese tauchen aber selten mehrmals am gleichen Ort auf.

So gehst du gegen Löcher im Rasen vor

Feldhasen sind normalerweise sehr scheue Tier, weshalb sie sich selten in Gärten verirren.
Feldhasen sind normalerweise sehr scheue Tier, weshalb sie sich selten in Gärten verirren. (Foto: CC0 / Pixabay / HolgersFotografie)

Sobald du herausgefunden hast, wer für die Löcher im Rasen verantwortlich ist, kannst du etwas dagegen tun. Wichtig: Greife auf keinen Fall zu Mitteln, die den Tieren schaden. Vertreibe sie stattdessen auf sanfte Art und Weise.

Igel vertreiben:

  • Igel können nicht klettern. Mit einem engmaschigen Zaun kannst du sie gänzlich von deinem Grundstück fernhalten oder bestimmte Bereiche abgrenzen.
  • Locke die Igel zu Orten, an denen sie sich aufhalten dürfen. Das gelingt dir zum Beispiel, indem du dort kleine Laubhaufen anlegst, wo die Tiere dich nicht stören.
  • Entziehe den Igeln ihre Nahrungsgrundlage in deinem Garten. Dazu gehören allen voran Schnecken und Engerlinge.

Ratten bekämpfen:

  • Sollten Ratten der Grund für die Löcher im Rasen sein, musst du dies einer zuständigen Behörde melden. Wo genau du sie melden musst, hängt vom Bundesland ab, in dem du wohnst. Am einfachsten findest du die für dich zuständige Behörde über das Internet.
  • Ist nur eine oder sind sehr wenige Ratten aktiv, können sie mit Fallen gefangen werden. Dazu solltest du unbedingt Lebendfallen benutzen – diese kannst du zum Beispiel bei **Amazon erwerben.
  • Wenn der Befall größer ist, solltest du am besten einen Schädlingsbekämpfer beauftragen.
  • Mehr Tipps findest du hier: Ratten vertreiben: So klappt es ohne Gift und Fallen.

Maulwürfe loswerden:

  • Maulwürfe kannst du mit Geräuschen vertreiben. Stecke eine Eisenstange in den Boden und stülpe eine leere Metalldose über das Ende. Schlage nun mehrmals mit einem harten Gegenstand darauf. Mehr dazu: Maulwurf vertreiben: Hausmittel statt bekämpfen.
  • Auch auf Gerüche reagieren Maulwürfe empfindlich. Tränke zum Beispiel Stofftücher mit Essigessenz oder Alkohol und stopfe sie in die Löcher.
  • Tipp: Bei Wühlmäusen solltest du genauso vorgehen. Am besten funktioniert hierbei der Einsatz von Buttersäure.

Dachse, Füchse und Waschbären vermeiden:

  • Möchtest du die genannten Tiere nicht in deinem Garten haben, kannst du dem gut vorbeugen. Ziehe dafür einen Zaun, der das ganze Grundstück einzäunt.

Regenwürmer und Vögel:

  • Gegen Regenwürmer solltest du auf keinen Fall vorgehen, denn diese sorgen für einen gesunden, lockeren Boden.
  • Wenn Vögel für die Löcher im Rasen verantwortlich sind, kannst du dem nicht vorbeugen.
  • Bedenke: Viele Vogelarten sind vom Aussterben bedroht. Indem du sie in deinem Garten leben lässt, tust du etwas für den Artenschutz.

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