Lösungsmittel: Wo sie enthalten sind und warum du sie meiden solltest

lösungsmittel
Foto: CC0 / Pixabay / MIH83

Lösungsmittel verstecken sich überall. Die chemischen Stoffe sind nicht unproblematisch und können sich sowohl auf die Umwelt als auch den Menschen negativ auswirken.

Lösungsmittel sind (meist flüssige) Stoffe, mit deren Hilfe sich andere Stoffe lösen oder verdünnen lassen. Dabei kommt es zu keiner chemischen Reaktion – das bedeutet, die gelösten Stoffe werden durch das Lösungsmittel nicht chemisch verändert.

Umgangssprachlich hat sich für Lösungsmittel auch der Begriff Lösemittel etabliert. Beispiele für Lösungsmittel sind unter anderem Aceton, Chloroform, Ethanol, Propanol und Schwefelkohlenstoff.

Wo sind Lösungsmittel enthalten?

Lösungsmittel sind weit verbreitet und stecken in den verschiedensten Produkten. Die folgende Liste ist keinesfalls vollständig, zählt aber die wichtigsten Beispiele auf:

  • Lacke, Farben und Farbverdünner
  • Kleber
  • Möbelpolituren
  • Treibstoff
  • Kunststoff
  • Reinigungsmittel
  • Bodenbeläge, Dichtungsmasse, Dämmstoffe
  • Tapete
  • Entfetter
  • Nagellackentferner

Lösungsmittel erkennen: Wenn Lösungsmittel in einem Produkt enthalten sind, sollte dies auf dem Etikett vermerkt sein. Dann findest du außerdem bestimmte Gefahrensymbole wie zum Beispiel „(leicht/hoch) entzündlich“, „reizend“  sowie „gefährlich“ auf dem Etikett. Wie das zum Beispiel für Aceton aussehen kann, siehst du auf der Website von etikettenwissen.de.

Sind Lösungsmittel schädlich?

Nagellackentferner gibt es auch acetonfrei.
Nagellackentferner gibt es auch acetonfrei.
(Foto: CC0 / Pixabay / JillWellington)

Dass Lösungsmittel so häufig zum Einsatz kommen, ist problematisch, denn sie können sowohl für den Menschen als auch für die Umwelt schädlich sein. Die einzelnen Lösungsmittel sind dabei unterschiedlich gefährlich. Werden Lösungsmittel beispielsweise falsch entsorgt, gelangen sie häufig ins Grundwasser und verschmutzen dieses.     

Beim Menschen können Lösungsmittel in zu hohen Konzentrationen verschiedene Beschwerden auslösen. Dazu gehören zum Beispiel:

In einer wissenschaftlichen Studie fanden Forscher*innen außerdem heraus, dass Lösungsmittel sich langfristig negativ auf das Gedächtnis und die Gehirnleistung auswirken.

Lösungsmittel richtig entsorgen

Lösungsmittel gehören nicht in den normalen Hausmüll.
Lösungsmittel gehören nicht in den normalen Hausmüll.
(Foto: CC0 / Pixabay / cocoparisienne)

Wer Lösungsmittel auch nur in kleinen Mengen falsch entsorgt, riskiert damit eine große Schädigung der Umwelt. Produkte, die Lösungsmittel enthalten, darfst du auf keinen Fall über den normalen Hausmüll oder den Abfluss entsorgen.

Solche Stoffe gehören entweder in den Schadfstoff- oder Sondermüll. Wie und wo genau du lösungsmittelhaltige Produkte loswerden kannst, erfährst du auf der Website deiner Stadt. Für Reste von beispielsweise Farben und Lacken bieten auch manche Baumärkte einen Rücknahme-Service an.

Lösungsmittel: Welche Alternativen gibt es?

In vielen Produkten sind Lösungsmittel unerlässlich und können nicht einfach durch einen anderen Stoff ersetzt oder weggelassen werden. Mittlerweile gibt es jedoch gute Alternativen: „Grüne“ Lösungsmittel setzen sich beispielsweise aus Biomaterialien zusammen und sind erneuerbar. Einige Produkte erhältst du heutzutage außerdem bereits lösungsmittelfrei. Es gibt zum Beispiel schon eine große Auswahl an lösungsmittelfreien, wasserbasierten Farben und Lacken. Auch Haushaltsprodukte wie Kleber und Nagellackentferner bekommst du mittlerweile ohne Lösungsmittel wie Aceton.

Tipps zu umweltfreundlichen Farben, Lacken und Teppicen bekommst du hier: Renovieren: umweltfreundliche Farben, Lacke und Teppiche. In unserer Übersicht findest du auch wichtige Siegel, auf die du beim Kauf achten solltest.

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