Maulbeerbaum pflanzen und pflegen: Die besten Tipps

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Einen exotischen Maulbeerbaum kannst du problemlos auch hierzulande in deinem Garten anpflanzen. Der Baum ist dekorativ, lässt sich leicht pflanzen und benötigt nur wenig Pflege.

Die Maulbeere ist eine der ältesten Kulturpflanzen, schon die Griechen nutzten sie gerne. Damals sehr beliebt, ist der Maulbeerbaum heute fast ausschließlich in Südeuropa zu finden. Mittlerweile gewinnt der ausladende Baum jedoch wieder an Popularität und wird auch bei uns zur Zierde eingesetzt.

Etwa ein Dutzend verschiedene Arten gehören zur Gattung der Maulbeeren – die bekanntesten sind die Schwarze und die Weiße Maulbeere. Beide eignen sich zur Kultivierung in Deutschland, die Weiße Maulbeere ist jedoch etwas frosthärter. Im Hinblick auf Anbau und Pflege unterscheiden sich die beiden nicht stark, weshalb folgende Infos und Anleitungen für beide Gattungen zutreffen.

Empfehlenswerte Sorten der Weißen Maulbeere sind zum Beispiel:

  • Geraldi dwarf
  • Collier
  • Mathildes Traum

Maulbeerbaum: Den idealen Standort finden

In ihrer Form ähneln die Maulbeeren den Brombeeren.
In ihrer Form ähneln die Maulbeeren den Brombeeren. (Foto: CC0 / Pixabay / janaprusova)

Damit der Maulbeerbaum bestmöglich gedeiht, musst du den optimalen Platz in deinem Garten für ihn finden:

  • Licht: sonnig
  • Wind: windgeschützt
  • Boden: nährstoffreich, feucht, durchlässig
  • pH-Wert: schwach sauer bis alkalisch

Gut zu wissen: Die Schwarze Maulbeere bevorzugt kalkhaltigen Boden und kommt – im Gegensatz zur Weißen Maulbeere – auch mit trockenem Boden gut zurecht. Für beide Sorten solltest du einen möglichst weitläufigen Platz aussuchen, da die Bäume sehr ausladend und groß werden können.

Maulbeerbaum pflanzen: Schritt für Schritt

Maulbeerbäume können mehrere 100 Jahre alt werden.
Maulbeerbäume können mehrere 100 Jahre alt werden. (Foto: CC0 / Pixabay / ulleo)

Da junge Maulbeerbäume noch recht frostempfindlich sind, solltest du sie im Frühling pflanzen. So kann der Baum ausreichend wurzeln, um die winterlichen Temperaturen zu überstehen.

Jungpflanzen besorgst du dir am besten in einer Baumschule oder einem Fachgeschäft. Dort kannst du dich auch zu den Sorten beraten lassen.

  1. Wenn du den idealen Standort für deinen Maulbeerbaum gefunden hast, solltest du zuerst den umgebenden Boden gut lockern. Gehe dabei auch ein ganzes Stück (etwa einen halben Meter) in die Tiefe.
  2. Hebe als nächstes ein ausreichend großes Pflanzloch aus. Dieses sollte etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen sein.
  3. Um den Boden mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen, kannst du etwas Kompost unter die ausgehobene Erde mischen.
  4. Setze die Jungpflanze dann in das Loch. Achte darauf, dass die Oberkante des Wurzelballens mit der Oberkante des Erdreichs abschließt.
  5. Fülle das Loch mit Erde auf und drücke sie gut fest, sodass der Baum fest steht.
  6. Gieße den Maulbeerbaum großzügig an. Wichtig: Größere Exemplare benötigen möglicherweise bereits einen Stützpfahl. Lasse dich dahingehend am besten beim Kauf beraten.

Tipp: Du kannst den Maulbeerbaum auch in einen Kübel pflanzen. Das hat den Vorteil, dass du den Baum im Winter ins Haus oder einen Wintergarten stellen kannst. Weil der Baum ziemlich groß werden kann, ist der Garten aber trotzdem besser geeignet.

Maulbeerbaums pflegen: So machst du es richtig

Maulbeerbäume brauchen nicht viel Pflege. Wichtig ist aber, sie in den ersten Jahren vor Frost zu schützen.

  • Junge Bäume kannst du im Winter mit einer dicken Schicht Herbstlaub oder Reisig vor Kälte schützen. Den Stamm kannst du mit einer Matte aus Kokosfasern oder Jute umwickeln.
  • Im Frühjahr empfiehlt es sich, dem Maulbeerbaum zusätzliche Nährstoffe zuzuführen. Dafür kannst du einfach eine Schicht Kompost oder Hornspäne auf der Erde um den Baum verteilen.
  • Gieße den Baum regelmäßig, aber nicht zu viel. Staunässe verträgt er überhaupt nicht. In sehr trockenen Hitzeperioden im Sommer benötigt er bis zu zweimal wöchentlich Wasser.
  • Schädlinge und Krankheiten sind in der Regel kein Problem von Maulbeerbäumen.

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