Raffiniertes Öl: Diese Vor- und Nachteile solltest du kennen

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Im Handel wird zwischen raffinierten und nativen Ölen unterschieden. Aber was genau sind raffinierte Öle? Hier erfährst du etwas über ihre Vor- und Nachteile.

Die Herstellung macht den Unterschied

Raffinierte und native Öle unterscheiden sich in der Herstellung: Native Öle werden schonend kaltgepresst. Das heißt, dass sie bei geringen Temperaturen und ohne Einsatz von Chemikalien hergestellt werden. Durch die schonende Aufbereitung bleiben viele gesunde Inhaltsstoffe erhalten, wie Vitamine und ungesättigte Fettsäuren.

Raffinierte Öle hingegen werden unter Einfluss von Hitze und Chemikalien gewonnen.

  • Das Öl wird heiß gepresst.
  • Bei der Gewinnung kommen Lösungsmittel wie Hexan oder Leichtbenzin zum Einsatz.

Diese Methode wird genutzt, um mehr Öl zu gewinnen als bei der Kaltpressung. Raffinierte Öle sind deshalb aber nicht ungesund oder giftig: Die Reste der Chemikalien werden anschließend aus dem Öl entfernt. Dabei wird das Öl zur Reinigung mehrere Stunden auf bis zu 240°C erhitzt. Dieser Prozess heißt Raffinieren.

Somit befinden sich keine ungewollten chemischen Begleitstoffe mehr im Öl. Jedoch verliert das Öl dabei auch Vitamine, ungesättigte Fettsäuren und Geschmack. Dadurch ist das Öl zwar nicht ungesund oder schädlich, aber auch nicht so gesund wie native Öle. Raffinierten Öle haben aber auch Vorteile in ihrer Verwendung.

Vor- und Nachteile von raffiniertem Öl

Zum Kochen und Backen sind nur raffinierte Öle geeignet
Zum Kochen und Backen sind nur raffinierte Öle geeignet (Foto: CC0 / Pixabay / RitaE)

Vorteile sind:

  • Raffiniertes Öl ist hitzebeständiger. Zum heißen Frittieren solltest du ausschließlich raffinierte Öle verwenden. Auch zum Kochen sind sie besser geeignet. Wenn native Öle zu stark erhitzt werden, bilden sich Rauch und Schadstoffe. Für diesen Zweck sind raffinierte Öle also gesünder als native Öle.
  • Raffinierte Öle sind günstiger herzustellen als native Öle. Dementsprechend kosten sie auch im Laden weniger.
  • Die stärker behandelten Öle sind in der Regel geschmacksneutraler. Zum Kochen kann das ein Vorteil sein, wenn das Öl geschmacklich nicht auffallen soll.
  • Durch die starke Behandlung sind raffinierte Öle länger haltbar als native Öle.

Nachteile sind:

  • Die heiße Pressung und das lange Erhitzen benötigt mehr Energie.
  • Raffiniertes Öl enthält gegenüber nativem Öl weniger wertvolle Inhaltsstoffe, wie Vitamine und ungesättigte Fettsäuren.
  • Dass raffinierte Öle geschmacksneutraler sind, kann auch ein Nachteil sein. In Salaten ist der Geschmack von einem nativen Öl durchaus passend.

Generell gilt also: Raffinierte Öle sind nicht grundsätzlich ungesund. Für manche Zwecke wie Kochen und Frittieren sind sie wegen ihrer Hitzebeständigkeit sehr gut geeignet. Je nachdem für welchen Zweck du das Öl gebrauchen möchtest, solltest du dich für das passende Öl entscheiden.

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