Schimmel entfernen, aber richtig

Schimmel entfernen
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Wenn es plötzlich grün oder schwarz an der Wand schimmelt, ist das Entsetzen groß. Das Wichtigste ist jetzt, sofort zu handeln und den Schimmel zu entfernen – aber mit welchem Mittel? Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt dir, ob Alkohol zur Schimmel-Beseitigung ausreicht, wann chemischer Schimmelpilzvernichter notwendig ist und was du bei altem Schimmel tun solltest.

Schimmel entfernen

Schimmelpilzsporen sollten auf jeden Fall beseitigt werden, aber welches Mittel ist das richtige zum Schimmel entfernen? Da Sporen und die Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen gesundheitsschädigend sein können, die Schimmelentferner andererseits aber auch für Menschen Risiken bergen, kann dir niemand deine Entscheidung für die Schimmel-Bekämpfungsmethode abnehmen. Du kannst aber folgende Orientierungshilfe zum Schimmel entfernen beachten:

1. Bei neuem Befall: Schimmel beseitigen mit chemischen Schimmelentfernern, Alkohol oder Wasserstoffperoxid

Ist der Befall durch Schimmel an der Wand relativ neu, so reicht in der Regel das oberflächliche Entfernen mit Anti-Schimmel-Mitteln. Es gibt sehr schnell wirksame Schimmelentferner mit Chlorwirkstoffen, welche die Sporen in bis zu zehn Sekunden zerstören. Diese chemischen Mittel sind zwar hochwirksam, jedoch sind sie wegen möglicher Gesundheitsgefährdung eher nicht zu empfehlen.

Weitgehend ungefährlich sind alkoholhaltige Reinigungsmittel (80 Prozent Ethanol – Achtung Dämpfe!) und Wasserstoffperoxid (fünf bis zehn Prozent) gegen Schimmel – oder eine fünfprozentige Sodalösung aus der Apotheke. Mit diesen Mitteln lässt sich in der Regel der Schimmel ablösen und entfernen.

Falls du eine fortschreitende Feuchtigkeitsbildung zunächst aber nicht verhindern kannst, so ist es sinnvoller, doch einen chemischen Schimmelentferner anzuwenden (Gebrauchsanweisung genau beachten!). Sonst setzt du dich der fortschreitenden Vermehrung der gesundheitsgefährdenden Pilzsporen aus.

2. Bei altem Schimmelbefall: Sanierung durch Profis

Ist der Befall schon älter, so sind die Schimmelpilze in der Regel bereits in Anstriche, Tapeten und seltener sogar in die vorhandene Putzstruktur eingedrungen. Dann ist mit einer oberflächlichen Behandlung des Schimmels an der Wand keine dauerhafte Abhilfe mehr zu schaffen. Hier ist ein Sachverständiger für die Durchführung der Maßnahmen hinzuzuziehen. Die befallenen Materialien müssen entfernt werden.

3. Nach dem Schimmel-Entfernen oder der Sanierung

Das Entfernen des Schimmelpilzes allein reicht nicht aus. Die Ursache für die Schimmelpilzbildung muss erkannt und behoben werden, ansonsten beginnt das Spiel von vorn. Gängige Ursachen für Schimmel in der Wohnung sind: Schlechte Abdichtung der Mauern, erhöhte Feuchte-Produktion im Innenraum (z.B. durch Pflanzen, trocknende Wäsche oder Dusch-Nässe), falsche Belüftung oder nicht ausreichende Beheizung.

Wie du richtig lüftest, kannst du in unserem Beitrag Richtig lüften: 10 Tipps gegen Schimmel in der Wohnung nachlesen. Auch wichtig: Richtig heizen.

Schimmel vorbeugen

Tipps und Warnungen, um Schimmel zu vermeiden

  • Für die Erneuerung der mit Schimmel befallenen Stellen solltest du, falls erneut mit Feuchtigkeit zu rechnen ist, anorganische Materialien verwenden. Darunter fallen unter anderem Kalkputz, Kalk-Mineral-Farbanstriche (Silikat Innenraumfarbe), die in der Regel zwar etwas teurer als die übliche Binderfarbe, dafür aber dampfdurchlässiger und anorganisch sind.
  • Klebe an die kritischen Wandbereiche möglichst keine Tapeten, da diese in der Regel neuen Nährboden für Schimmeplpilzsporen bilden. Bei einigen Schimmelpilzarten werden Zusammenhänge zu Erkrankungen an der Lunge sowie Allergieerkrankungen vermutet, da die Sporen über die Luft auf die Haut und in die Atemwege gelangen können.

Lese-Tipp

Feuchtigkeit und Schimmelbildung BuchWas du tun kannst, um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden, erfährst du ausführlich und mit vielen weiteren Tipps in der Broschüre Feuchtigkeit und Schimmelbildung – Erkennen, beseitigen, vorbeugen der Verbaucherzentrale NRW.

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(48) Kommentare

  1. Zum Thema Schimmel in Häusern:
    Leider ist der Artikel nicht sehr vollständig. Schimmelprobleme gibt es zu mindestens 95 % in schlecht gedämmten Altbauten. Die Feuchtigkeit, die in einer Wohnung produziert wird, schägt sich auf kalten Außenbauteilen nieder. Die Tapeten an schlecht gedämmten Wänden sind an frostigen Wintertagen so kalt, wie eine Bierflasche aus dem Kühlschrank. Genau wie an der Bierflasche kondensiert die Feuchtigkeit auch an den Wänden. Besonders kalt sind die Wände hinter Gardinen, Schränken, Büchern etc. An kalten Tagen freuen sich die Schimmelpilze, weil sie Wasser frei Haus geliefert bekommen. Ohne dieses Wasser könnten sie nicht leben!
    Wer Schimmelpilze wirksam bekämpfen will, sollte also sein Haus rundum warm einpacken. An warmen Bauteilen gibt es kein Kondenswasser (ebenso nicht an einer warmen Bierflasche). Das Haus wird also wesentlich fehlertoleranter, auch wenn nicht ganz optimal geheizt und gelüftet wird. Ein weiterer Effekt ist, dass ein rundum gedämmtes Haus ein wesentlich verbessertes Raumklima hat. Diese Art der „Schimmelbekämpfung“ amortisiert sich sogar auch noch in einigen Jahren und es gibt Fördermittel z.B. von der KFW. Außerdem ist es ein Beitrag zum Klimaschutz.
    In Norddeutschland haben die Außenwände Hohlschichten, die mit Dämmstoff vollgeblasen werden können (Kerndämmung). Damit ist das Schimmelproblem meist schon erledigt. Die Kerndämmung (25 € je m² Wandfläche) bringt meist eine Energieeinsparung von 20 % und amortisiert sich bereits in 5-7 Jahren.
    Mfg Hubert Westkämper, Dipl.Phys., öbuv Sachverständiger für thermische Bauphysik und Energieberater

    • @Hubert Westkämper

      „Schimmelprobleme gibt es zu mindestens 95 % in schlecht gedämmten Altbauten“

      Woher jhaben Sie diese Zahl? Ich bin in den 50-ern in einem ungedämmten Bauernhaus aufgewachsen. Ich habe in einer Dachbodenkammer mit 12 cm-Wänden und Einfachfenster geschlafen. Im Winter war auf den Fenstern der Reif zentimeterdick und das Wasser war im Wasserkrug bei großer Kälte gefroren: Wir hatten keinen Schimmel an den Wänden!
      Aber ich bin meiner beruflichen Tätigkeit in vielen hochgedämmten Neubauten mit Schimmel an den Wänden gewesen.

      Wie erklären Sie sich das?

      Durch falsches und schlampiges Dämmen entstehe viele Feuchtigkeits- und Schimmelschäden. Darauf ist der Artikel gar nicht eigegangen.

      Denn es gilt: Dämmen nur so viel wie nötig – nicht so viel wie möglich! Am besten ist es aber, einen Baustoff zu nehmen, der schon selbst hohe Wärmedämmeigenschaften hat, wie z. B. Holzbetonstein! Eine monolithische Wand, ist immer besser als ein Schicht-Mauerwerk!

      http://www.dimagb.de/info/bauneu/schiml1.html

      buhad – DI (FH) für rationelle Energieanwendung und Energieeffizienz

  2. Ein absolut sicheres Mittel gegen Schimmel ist:
    1. Schimmel entfernen z.B. mit Schmirgelpapier.
    2. Die kritischen Stellen mit Ölfarbe streichen.
    100% Erfolgsgarantie !

    Der Untergrund muß natürlich tragfähig sein, damit die Farbe nicht abblättert.
    Das habe ich vor vielen Jahren über meiner Dusche gemacht – nie wieder Schimmel.
    Auch in Heizkörpernischen in unbeheizten Räumen (z.B. Schlafzimmer) hatte ich dies Problem.
    Ölfarbe drauf – nie wieder Schimmel.

    Aus meiner Kinderzeit konnte ich mich an eine Wohnung erinnern, in der das Badezimmer komplett mit Ölfarbe gestrichen war. Schimmel unbekannt. Unsere Altvorderen waren halt auch nicht blöd.

    Grundsätzlich ist natürlich eine gute Dämmung der bessere Weg.
    Wenn das nicht durchführbar ist – Ölfarbe hilft.

    • Ölfarbe, wenn aus Erdöl gemacht (wie heute meistens der Fall) ist allerdings bzgl der Herstellung (weil aus Erdöl) leider gar nicht umweltfreundlich !

      Außerdem ist der Schimmelpilz manchmal nicht nur obeflächlich sondern geht in die Wand hinein, taucht dann bei der Methode mit ein bisschen Pech ggf. im Nachbarzimmer oder ein Stockwerk höher etc. … wieder auf …

    • Was war das für Ölfarbe bei unseren Altvorderen?
      Kennst Du da evt. ein Rezept zum Selbstmachen?
      Ich kenne als altes Farbrezept nur die Kalkfarbe mit etwas Milch (Kasein).

      • Ölfarbe gibt es in jedem Baumarkt.
        Nachdem ich meine Farbtöpfe gesichtet habe, mußte ich feststellen, dass die Bezeichnung „Ölfarbe“ wohl veraltet ist. Jetzt nimmt man „Lack für innen und außen“.
        Er darf natürlich nicht wasserlöslich sein.
        Selber machen kann man den vermutlich nicht.

        Natürlich sind die meisten Lacke aus Erdöl, aber wenn ich mit einmaligem Anstrich hier einen durchschlagenden Erfolg erziele ist das meiner Ansicht nach zu verantworten.
        Außerdem ist die benötigte Menge doch sehr gering.
        Wenn ich einmal tanken gehe verbrauche ich die hundertfache Menge an Erdöl.

      • Maria_L schrieb am 02.04.2012 um 07:08
        „Achso Lackfarbe…ne, die wollte ich sicher nicht selbst machen.
        Die ist ja nicht atmungsaktiv und somit förderlich für den Schimmel.“

        Nein, im Gegenteil.
        Pilze verstoffwechseln organische Substanzen mithilfe von Sauerstoff zu CO2 und H2O (übrigens ähnlich wie der Mensch und im Unterschied zu den Pflanzen).

      • „Die ist ja nicht atmungsaktiv und somit förderlich für den Schimmel.“
        Ja, ich habe das Laienhaft ausgedrückt.
        Unter vollständigem Luftabschluss wächst er auch nicht, das ist schon klar.

        Fakt ist, daß an Stellen, wo wenig Luftaustausch stattfindet der Schimmel besonders gut gedeiht. Z.B. hinter Schränken.
        Und Fakt ist auch, daß nicht atmungsaktive Farben den Schimmel eher fördern.

      • „Fakt[1] ist, daß an Stellen, wo wenig Luftaustausch stattfindet der Schimmel besonders gut gedeiht. Z.B. hinter Schränken.
        Und Fakt[2] ist auch, daß nicht atmungsaktive Farben den Schimmel eher fördern. “

        Zu Fakt1:
        richtig.
        Allerdings hat das nichts mit dem Sauerstoffgehalt zu tun, denn der ist vor und hinter dem Schrank völlig identisch.
        Wesentlich für eine Schimmelbildung hinter Schränken, Sofas usw. ist die niedrigere Temperatur und die damit einhergehende höhere Luftfeuchte. Aufgrund des verminderten Luftaustauschs hinter besagten Wohnungsmöbeln besitzt die angrenzende Wandfläche eine relativ niedrige Temperatur. In der Folge ist a.) dort die relative Luftfeuchtigkeit erhöht (was das Schimmelwachstum begünstigt) und b.) diffundiert der in der Raumluft enthaltende Wasserdampf in die kalte Wandfläche (insbesondere dann, wenn es sich um eine ungenügend wärmegedämmte Außenwand handelt). Die Wandfeuchte ist neben der Luftfeuchte das Hauptkriterium für Schimmelpilzbildung.

        Zu Fakt2:
        auch richtig, oder zumindest nicht ganz unrichtig.
        Das einzige, was den Wasserdampf daran hindern kann, in einer schlecht wärmegedämmten Wand zu kondensieren, ist eine Dampfsperre.
        Poröse, wasserdampfdurchlässige Antriche können dies nicht bewerkstelligen und enthalten zudem meist organische Bestandteile, die dem Schimmelpilz als zusätzliche Nahrungsquelle dienen können.

      • „ist die niedrigere Temperatur und die damit einhergehende höhere Luftfeuchte“

        Die Aussage ist nicht ganz korrekt. Je Wärmer die Luft ist umso mehr Feuchtigkeit kann sie beinhalten, je kälter sie ist umso mehr Feuchtigkeit fällt als Kondensat an kalten Wänden aus, das führt zur Schimmelbildung.
        Da in einem Raum eine gegeben Luftfeuchtigkeit durch alle möglichen Ausdünstungen besteht, fällt sie dort eben als Kondensat aus, wo die Luft durch eine verringerte Temperatur sie nicht mehr als Wasserdampf halten kann.
        Wenn der Wert der relativen Luftfeuchtigkeit, das heißt das absolute Feuchtigkeitshaltevermögen, das von der Temperatur abhängig ist überschritten wird, fällt Kondensat aus.
        Das absolute Feuchtigkeitshaltevermögen steigt mit zunehmender Temperatur.

        Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60% und 20° ist mehr Wasser in der Luft gelöst als bei derselben relativen Luftfeuchtigkeit von 60% und – 10°.

        Sonst würde es nicht zu einem Dampfdruckgefälle von einem Wohninnenraum mit 20° und einer Außentemperatur von -10° kommen und der damit verbundene Dampfdifussion durch die Wand.

        Wobei unter Wasserdampf nicht der sichtbare Dampf über dem Kochtopf zu verstehen ist, denn das sind bereits Kondensierte Wassertropfen.

      • Richard-Burgenlandler schrieb am 10.05.2012 um 18:35
        „ist die niedrigere Temperatur und die damit einhergehende höhere Luftfeuchte“
        Die Aussage ist nicht ganz korrekt.

        Die Aussage ist korrekt, aber Du hast sie vmtl. missverstanden.
        Gemeint ist die relative Luftfeuchte.
        Wenn z.B. in einem Zimmer 22°C und 60% relative Luftfeuchte herrschen, kondensiert diese Luft bei 14°C (d.h., daß bei 14°C 100% Luftfeuchte erreicht werden). Das kann bei schlecht gedämmten Außenwänden z.B. hinter irgendeinem Möbelstück, das an der Außenwand aufgestellt ist oder innerhalb der Außenwand selber passieren. Hat die Kondensation einmal begonnen, wird sie zum Selbstläufer: aufgrund des durch die Kondensation verringerten Partialdrucks wird ständig neuer Wasserdampf buchstäblich in diese Zone hereingesaugt.
        Verstärkt wird dieser Mechanismus noch dadurch, daß der Wärmedurchgangskoeffizient der immer feuchter werdenden Wand ansteigt, was die Wandtemperatur weiter reduziert, wodurch die Wasserdampfdiffusion zusätzlich an Tempo gewinnt.

    • umweltbrief schrieb am 01.04.2012 um 00:48:
      „Ein altes Hausmittel gegen Schimmel ist Essigwasser.
      Schimmel bei abnehmendem Mond mit Essigwasser und Wurzelbürste entfernen. Dann kommt er auch nicht wieder.“

      Den kompletten Schimmel mit einer Wurzelbürste zu entfernen, dürfte schwierig bis unmöglich sein. Der dunkle Belag, der für einen Schimmelbefall charakteristisch ist, besteht ja lediglich aus den Fruchtkörpern des Schimmelpilzes. Der eigentliche Pilz wächst jedoch unterhalb der Oberfläche und bildet i.d.R. ein weitverzeweigtes und tiefwurzelndes Gewebe, Mycel genannt, das sich nur selten durch eine oberflächliche Behandlung entfernen bzw. abtöten läßt.
      Zudem ist eine negative Beeinflussung des Schimmelpilzwachstums durch günstige Mondphasen *innerhalb* eines Hauses nicht ganz einfach zu realisieren.
      Im Gegensatz zu seinen freilebenden Verwandten in Wald und Flur besitzt der in morschem Gebälk und durchfeuchteten Wohnungswänden ansässige Schimmelpilz oft keine genaue Kenntnis der aktuellen Mondphase, so daß für ihn demzufolge auch kein Anlaß zu einer spontanen Rückbildung im Einklang mit der Mondphase besteht.
      Um einen effizienten Rückkopplungseffekt zwischen abnehmendem Mond und Pilz zu gewährleisten, empfiehlt es sich deshalb, nach der Essiganwendung (bis zum Erreichen der Neumondphase) Vorhänge und Fensterläden des befallenen Raumes offen zu lassen. Die Fenster selbst können geschlossen bleiben; sie müssen allerdings sauber sein.
      Leider führt auch die gewissenhafte Beachtung dieser Hinweise nicht immer zum gewünschten Erfolg. Als Ursache stellt sich dann häufig die Verwendung eines zur Schimmelbekämpfung ungeeigneten Essigs heraus: eines Essig nämlich, dessen Inhaltsstoffe bei zunehmendem Mond oder sogar bei Vollmond geerntet wurden (wie es z.B. bei Demeter üblich ist).
      Logischerweise bringen die wachstumsfördernden Energien, die einem solchen Essig innewohnen, jeden Schimmelpilz erst richtig zum Erblühen. Ein besseres Düngemittel für den Schimmelpilz gibt es garnicht, selbst inmitten einer Phase des abnehmenden Mondes!

      • @bastler

        Welche Gründe und Argumente kannst du anführen, die dazu geeignet sind anzunehmen, dass Mond und Mondphasen keinen Einfluss, oder Auswirkung auf Lebensprozesse auf der Erde haben?

    • Ich kenne es so, daß Sumpfkalk gegen Schimmel hilft, weil der sich in alkalischer Umgebung nicht wohl fühlt.
      Wie passt das mit dem Essig zusammen?

      • Auch wenn (leider) niemand über den Zusammenhang zwischen Mondphasen und Schimmelpilzen diskutieren wollte: sicherheitshalber füge ich hier noch den entsprechenden Inaktivierungs-HTML-Tag ein: ;
        damit zurück zu einem ernsthafteren Umgang mit dem leidigen Schimmelpilzthema:

        Maria_L, Du hast völlig damit recht, daß Pilze sich in einer alkalischen Umgebung nicht wohl fühlen. Ihr ideales Wachstumsmilieu ist eine leicht saure Umgebung mit einem pH-Wert von 5-6 (insgesamt bewegt sich ihr Überlebensspektrum in einem Bereich von 2- 8 pH, was als ziemlich sauer anzusehen ist).
        Essigsäure besitzt einen pH-Wert von ca. 2,5 und ist damit in der Lage, Schimmelpilze abzutöten oder zu inaktivieren. Lt. Stiftung Warentest wirkt Essigessenz (= 25%-ige Essigsäure) wesentlich besser als die meisten im Handel erhältlichen Antischimmelsprays (s. http://www.test.de/themen/haus-garten/test/Mittel-gegen-Schimmel-Was-den-Pilz-killt-1027823-1030197/ )
        Allerdings ist zu vermuten, daß der Essig nur relativ kurzfristig wirkt, da er im Baugrund eine Verschiebung vom alkalischen in ein saures Milieu verursacht, was im Endeffekt das Wachstum von Schimmelpilzen fördert.

  3. Dass mein Tip mit der Lackfarbe hier in der Luft zerrissen wird, war mir schon vorher klar.
    Zu den „Fakten“ die dagegen sprechen möchte ich lieber nichts sagen, denn das führt zu nichts.
    Für mich gilt immernoch der Spruch:

    PROBIEREN GEHT ÜBER STUDIEREN.

    Und ich habe es probiert. Auf einer wasserfesten Lackfarbe bildet sich kein Schimmel.
    An folgenden Stellen habe ich Lackfarbe eingesetzt:
    Die Decke über der Dusche. (vor ca. 5 Jahren)
    Heizkörpernische im Schlafzimmer und einem weiteren unbeheizten Raum. (vor 2 Jahren)
    In mehreren Räumen die Ecke zwischen Außenwand und Zimmerdecke. (vor ca. 20 Jahren !!)
    Erfolgsquote: 100%

    • „PROBIEREN GEHT ÜBER STUDIEREN.“
      Das wird nicht mehr gehen.
      Oder wie ist der Absatz zu interpretieren in der von mir oben verlinkten -nicht mehr ganz taufrischen- Webseite?
      „Und der Einsatz von wasserverdünnbaren Dispersionslacken ermöglicht durch seine Eigenschaften eben in Verbindung mit obengenannten Einflußfaktoren die Bildung von Schimmelpilz. Die von Herrn Hantschke empfohlene Abhilfe, nämlich das Überstreichen mit altbewährter lösemittelhaltiger Lackfarbe, wird in ein paar Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen. Die künftige VOC-Richtlinie, die nun ab dem Jahre 2010 europaweit gelten soll und den Anteil der Lösemittel im Lack begrenzt, wird dafür sorgen, daß der altbewährte Alkydharzlack nicht mehr eingesetzt werden darf und damit wohl auch nicht mehr hergestellt wird.“
      Altes Problem: Wie kriege ich den Schimmel kaputt, ohne mir selbst zu schaden?

  4. Betreff SCHIMMELbildung an Wänden:

    Die betroffenen Stellen mit reinem Essig (Essigkonzentrat) besprühen und mit einem professionellen Heizstrahler erhitzen, dass die Schimmelbakterien absterben. Ich hab das selber gemacht und es hat geholfen.
    Der Heizstrahler sieht so aus wie ein etwas größerer Fön und man kann ihn bei gewissen Verleihgeschäften ausborgen.
    Mit einem normalen Haarfön hat es keine Wirkung, weil dieser nicht genug heiß ist.

    Das alles kostet nicht viel und ist sehr wirkungsvoll.

    LG
    Gemeinsam

    • Das mit dem Essig habe ich gehört, sei auf Dauer nicht so wirksam, weil der Schimmerl saures Milieu bevorzugt.
      Das mit der Hitze klingt interessant.
      Wie lange hast Du die Hitze einwirken lassen?
      Wie lange ist die Stelle jetzt schon schimmelfrei?

  5. Schimmelbekämpfung:
    Wie lange kann ich jetzt nicht mehr genau sagen, nur – lass dir dabei Zeit. Man sieht ja auch wie trocken die Wand wird. Hängt auch damit zusammen, mit wieviel Essig man die Wand benetzt hat.
    Und das ganze ein paar mal. Schimmel ist hartnäckig – ichauch!
    An dieser besagten Wand hat es gut geholfen. Auch keine Tapeten mehr aufgeklebt und danach Bio-Wandfarbe verwendet, welche die Wand gut atmen lässt.
    In einem Kellerraum hab ich es auch gemacht. Das war vor ca.2 Jahren. Dort kommt leider von der Erde die Feuchtigkeit hoch. Schimmlig ist es noch nicht. Wir sprühen dort an der Wand auch immer wieder mit EM (effektiven Mikroorganismen), hilft auch.

  6. @Bastler

    Es gibt keine atmungsaktive, sondern nur diffusionsoffene Farben,. Auch Wände können nicht „atmen“, sondern sie müssen auch diffussionsoffen sein!

    Diffusionsoffenen Wände:
    http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Muessen_Waende_atmen.pdf

    ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Was soll das ganze Gerede im Forum über die Sekundärschäden durch Feuchteeintrag an Baulichkeiten. Es geht nicht um Symptombehandlung, sondern um Beseitigung der Ursachen für den Schimmelbefall!

    http://www.kbb-weber.de/files/Wasseraufnahme.pdf

    In Baulichkeiten gibt es vier verschieden Feuchten:

    – Kapillarfeuchte: http://www.immo-san.de/aufsteigende-kapillarfeuchte-im-mauerwerk-%E2%80%93-ungewunschte-nasse-aus-dem-erdreich.html

    – Sorptionsfeuchte: http://www.heimwerker.sakret.de/glossar/sorptionsfeuchte.html

    – Diffusionsfeuchte: http://www.pavatex.de/berechnungen.aspx

    – Kondensationsfeuchte: http://www.schimmeldetektiv.eu/INFO_Bauphysik-3b.html

    Feuchte am und im Gebäude:
    http://www.preisinger.info/download/baufeuchtigkeit_pruefen_und_beheben_ils_nrw.pdf

    In diesem Sinne: Nur dämmen so viel wie nötig – nicht so viel wie möglich!

    • @Looki:
      Dein Kommentar verwundert mich ein bißchen, da ich nichts von atmungsaktiven Farben oder Wänden geschrieben habe. Der Begriff kam nur in den von mir verwendeten Zitaten vor (die daran zu erkennen sind, daß sie in Anführungszeichen stehen).
      Davon mal abgesehen: natürlich können weder Farben noch Wände atmen, wohingegen sie natürlich diffusionsoffen sein können.

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