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11 faule Angewohnheiten, mit denen wir uns selbst schaden

Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Jonathan Cooper, Kous9 Studio / Pexels - Amanda Lim

Faule Angewohnheiten haben wir fast alle, sie abzulegen ist nicht immer leicht. Diese 11 Dinge solltest du jedoch in Zukunft nicht mehr tun. Wir zeigen dir Alternativen.

Sitzt du bequem? Damit tust du bestimmt niemandem weh. Aber wer es sich in der modernen Konsum-Welt allzu gemütlich macht, verursacht unbequeme Folgen – manchmal für sich selbst, oft für alle anderen.

Die gute Nachricht: Diese Angewohnheiten kann man einfach ändern. Wir zeigen dir, wie.

1. Keimt mir in der Tüte

Tütensalat ist nicht nur in Plastik verpackt, er enthält oft auch ungesunde Keime. (Foto: © whiteaster - Fotolia.com)

Ja, Tütensalat ist praktisch, weil er schon zerkleinert ist. Dank ihm kann man auch verschiedene Sorten Salat in einer kleineren Portion kaufen. Leider sorgt die Plastiktüte als Verpackung für unnötigen Plastikmüll. Außerdem bietet deine Tüte Keimen und Schimmelsporen ein hervorragendes Klima. Also kauf lieber ganze Salate und mixe dir deine Portion selber zusammen. Welcher Salat gerade saisonal und regional verfügbar ist, siehst du in unserem Saisonkalender.

Mehr über Schafstoffe in abgepackten Salat erfährst du in unserem Artikel „Wieviel Schimmel, Keime, Gift essen wir mit Tütensalat?„.

Besonders absurd wird es, wenn der Salat nicht nur in der Tüte, sondern gleich in der Salatschüssel und mit Besteck kommt – natürlich alles Einweg-Plastik zum Wegwerfen. Schau dir dazu doch mal unser Video: Unboxing Supermarkt-Salat an:

2. Schlechte Angewohnheit: nur das Nächste lieben

Der Discountbäcker lockt mit großem Angebot. Die Qualität kann dabei nicht mit Handwerksbäckereien mithalten. (Foto: © JackF - Fotolia.com)

Schnell noch zum Discounter um die Ecke oder zum Billig-Backshop nebenan – so kaufen viele von uns ein. Doch wer nur in die nächstgelegenen Läden geht, verpasst die Möglichkeit, die wirklich guten Dinge zu unterstützen: zum Beispiel Bio-Läden, Hofläden, Wochenmärkte oder Handwerksbäckerei.

Schau dir dazu unsere Bäckerkarte an: Hier gibt es noch richtig gutes Brot und finde heraus, warum Brot oft gefärbt wird.

3. Schlechte Angewohnheit: Wissen, aber nicht wechseln

Dein Geld kannst du nachhaltig sparen bei Öko-Banken. (Foto: CC0 / Pixabay / andibreit)

Ob man gegen Atomkraft oder gegen schmutzige Geldgeschäfte ist – wer aus Faulheit nicht zu Ökostrom oder zu einer nachhaltigen Bank wechselt, verspielt seine Verbrauchermacht. Dabei ist gerade der Ökostrom-Wechsel bequem zu erledigen – du brauchst nur die Nummer deines Stromzählers, musst deine Adresse und deinen Namen kennen. Klingt machbar.

Also: Herz in die Hand nehmen und endlich wechseln! So gelingt der Ökostrom-Wechsel.

4. Schlechte Angewohnheit: Kaffeekapseln verwenden

Alu-Kapseln für die Kaffeemaschine verursachen viel Müll. besser sind wiederbefüllbare Kapseln. (Foto: © august.columbo - Fotolia.com)

Bequem und elegant – aber nach jeder Tasse Kaffee eine umweltschädliche Alu-Kapsel im Müll. Außerdem kostet Nespresso eine schöne Stange Geld: ca. 70 Euro pro Kilo. Zum Vergleich: Ein fair gehandelter Bio-Kaffee von Gepa kostet pro Kilo um die 20 Euro.

Außerdem schmecken Slow Coffees einfach besser. Wer schon eine Kapselmaschine hat, kann sich zumindest wiederbefüllbare Kaffeekapseln anschaffen.

5. Nicht wirklich guten Kaffee genießen

Bei Kaffeebohnen solltest du auf Qualität und faire Anbaubedingungen achten. (Foto: CC0 / Pixabay / Alexas_Fotos)

Aber nicht nur Besitzer von Nespressomaschinen machen es sich allzu bequem mit ihren Kaffeetassen. Auch wer Filter– oder Bohnenkaffee kauft und blind zum ersten oder billigsten Produkt greift, sollte dringend etwas ändern. Denn: Wenn du gezielt fair zertifizierte Produkte unterstützt, hilfst du Kaffeebauern zu einem fairen Gehalt und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen. Außerdem landen deutlich weniger Pestizide in deiner Tasse – die Umwelt und deine Gesundheit werden es dir danken.

PS: Wenn du für deinen Coffee-to-go stets einen Becher mitnimmst, kannst du wahre Berge an Papiermüll und Einwegplastik vermeiden. Oder frage vor Ort nach wiederverwendbaren Bechern, wie denen von ReCup.

6. Schlechte Angewohnheit: zur Not Plastik

Faule Angewohnheit: Getränke aus der Plastikflasche (Foto: © thodonal - Fotolia.com )

Eigentlich wissen wir doch, dass wir nicht mit leeren Händen heimkommen, wenn wir einkaufen gehen. Oder, dass wir Durst bekommen, wenn wir länger unterwegs sind. Trotzdem sind umweltschädliche Plastiktüten oder Wasser in Einweg-Flaschen allzu oft die letzte Rettung. Eine Trinkflasche für unterwegs im Rucksack und dazu noch eine Tragetasche lösen beide Probleme.

BPA-freie Trinkflaschen findest du in unserer Bestenliste.

7. Schlechte Angewohnheit: einfach weghauen

Reparieren statt wegwerfen schon Ressourcen. (Foto: "Camera and screwdriver" von 24oranges.nl unter CC-BY-SA-2.0)

Geht nicht mehr, weg damit, Neues her – unsere Wegwerfmentalität produziert maßlose Mengen an Müll und sorgt für knapper werdende Ressourcen. Dabei könnte man vieles wieder reparieren. Manches (mit ein wenig Hilfe) sogar selbst:

Repair-Cafés gibt es in immer mehr Städten. In entspannter Atmosphäre unterstützen hier Fachkundige beim Reparieren von Kleidung, Elektronik, Möbeln, Fahrrädern und vielem mehr. Einfach mal hingehen!

8. Ewig zusammenbleiben

Bei der Mülltrennung solltest du dich an die Regeln halten und zum Beispiel wissen, was in den gelben Sack kommt. (Foto: © CCO / Picapay - geralt)

Manchmal ist es besser, wenn sich die Wege trennen – vor allem bei Müll. Allzu viele Leute schmeißen nach wie vor ihren Verpackungsmüll mit grünem Punkt oder ihren Bio-Müll einfach in den Restmüll. So können diese leider nicht recycelt beziehungsweise kompostiert werden.

Schau dir dazu unsere 13 Tipps für Mülltrennung & Recycling an.

9. Schlechte Angewohnheit: lange Warmduschen

Duschen kann übers Jahr gerechnet ganz schön teuer werden. Vor allem, wenn du warm duschst. (Foto: CC0 / Pixabay - PublicDomainPictures)

Bietet nicht nur eine Steilvorlage für Beleidigungen, sondern verschwendet wertvolle Energie. Nach dem Heizen verbraucht der Durchschnitts-Deutsche im Haushalt am meisten Energie für die Warmwasserbereitung. Wer während des Einseifens das Wasser abstellt, hat auch schon viel gewonnen.

Hier findest du mehr Tipps, um Energie im Haushalt zu sparen.

10. Dem Strom den Geldhahn nicht zudrehen

Strom sparen kannst du zum Beispiel mit LED-Birnen. Oder noch einfacher: Licht nur an, wenn es gebraucht wird. (Foto: CC0 Public Domain)

Der Fernseher, der Laptop und die Soundanlage haben eines gemeinsam: Sie verbringen den Großteil des Tages im Standby-Modus und schlucken dabei fleißig Strom. Das muss nun wirklich nicht sein!

Besorge dir lieber eine Mehrfachsteckdose oder steuere die Stromfresser bequem per App – für Letzteres musst du nicht mal aufstehen. Weitere smarte Stromspar-Tipps findest du hier: Strom sparen für Faule: Tipps und Geräte

11. Es nicht selbst in die Hand nehmen

Kannst du Dinge selber machen, bist du auch unabhängiger. (Foto: CC0 Public Domain)

Kaufen, kaufen, kaufen – fast alles, was wir brauchen, lassen wir andere für uns herstellen. Wir machen uns abhängig, obwohl wir vieles ganz einfach selbst in die Hand nehmen könnten.

Das kannst du auch alles ändern

Leben bedeutet Veränderung. Hier findest du mehr Inspiration, wenn du etwas ändern willst:

Lies dazu auch unser spannendes Interview mit Hirnforscher Gerald Hüther, wie wir unser Verhalten ändern können.

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