Schnittlauch säen, pflanzen und schneiden: So pflegst du ihn richtig

Foto: CC0 / Pixabay / matthiasboeckel

Wenn du Schnittlauch säen möchtest, brauchst du nicht viel Zeit und Mühe. Auch die Pflege gestaltet sich unkompliziert. Wir geben dir Tipps fürs Anpflanzen, Schneiden und den richtigen Standort für Schnittlauch.

Schnittlauch säen: Das solltest du beachten

Schnittlauch ist eine heimische Pflanze und gehört in Deutschland zu den bekanntesten Küchenkräutern. Statt ihn im Supermarkt zu kaufen, kannst du Schnittlauch anpflanzen und so aus deinem eigenen Garten oder Balkonkasten ernten. Die Blüten sind gute Nahrungsquellen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten.

Wenn du Schnittlauch säen möchtest, solltest du folgende Aspekte beachten:

  • Der ideale Standort für Schnittlauch ist ein sonniger bis halbschattiger Platz auf einem kalkhaltigen, nährstoff- und humusreichen Boden. Achte darauf, die Erde immer mäßig feucht zu halten.
  • Du kannst Schnittlauch entweder direkt ins Beet säen oder in Töpfen vorziehen. Bei der Direktsaat ist es wichtig, dass der Boden komplett frei von Unkraut ist, Tipps dazu hier: Unkraut jäten: Tipps und was du beachten solltest. Sobald der Boden etwa eine Temperatur von fünf Grad Celsius hat, kannst du den Schnittlauch säen. Das ist in der Regel ab Mitte März der Fall.
  • Achte darauf, dass zwischen den Samen ein Abstand von etwa 20 Zentimetern herrscht.
  • Wenn du die Pflanze im Topf vorkultivieren willst, brauchst du kleine Töpfe mit einem Durchmesser von acht bis zehn Zentimetern. Verwende nun am besten sogenannte Saatscheiben. Dabei handelt es sich um ein rundes, zugeschnittenes Papier, auf dem die Samen im optimalen Abstand angeordnet sind. So stellst du sicher, dass möglichst viele Samen sprießen und sich nicht gegenseitig beeinträchtigen.
  • Fülle den Topf nun mit Erde und lege die Samenscheibe hinein. Achte dabei auf torffreie Erde, um den klimaschädlichen Torfabbau nicht zu unterstützen. Befeuchte die Scheibe großzügig mit Wasser und bedecke sie mit etwa einem Zentimeter Erde. Halte die Erde nun immer gut feucht, bis die Samen anfangen zu keimen.
  • Nach etwa vier bis acht Wochen kannst du die Pflanzen ins Beet setzen. Bis Mitte März solltest du Schnittlauch jedoch drinnen aufbewahren, da die jungen Pflanzen noch recht frostempfindlich sind. 
  • Wenn du die Pflanze auf dem Balkon oder der Fensterbank aufbewahren willst, kannst du sie jetzt in einen größeren Topf umpflanzen.

Schnittlauch: Pflege und Ernte

Für die Pflege von Schnittlauch musst du nicht viel Zeit und Mühe investieren.
Für die Pflege von Schnittlauch musst du nicht viel Zeit und Mühe investieren.
(Foto: CC0 / Pixabay / Nennieinszweidrei)

Die Pflege von Schnittlauch gestaltet sich relativ unkompliziert. Folgende Hinweise solltest du beachten:

  • Achte darauf, die Pflanze immer ausreichend zu gießen. Ist der Boden zu trocken, werden die grünen Stiele schnell braun und strohig. Achte jedoch auch darauf, Staunässe möglichst zu vermeiden.
  • Um den Wachstum der Pflanze zu fördern, kannst du Schnittlauch im Frühjahr mit etwas Kompost düngen.
  • Befreie die Erde um den Schnittlauch regelmäßig von Unkraut, mehr dazu hier: Unkraut jäten: Tipps und was du beachten solltest.
  • Wenn du Schnittlauch im Topf aufbewahrst, solltest du ihn etwa alle zwei bis drei Jahre in einen größeren Topf mit frischer Erde umpflanzen.
  • Um seine Lebenszeit zu verlängern, kannst du Schnittlauch schneiden. So wächst er buschiger und ist ertragreicher. Achte jedoch darauf, ihn auch immer mal blühen zu lassen. Nur dann ist er auch eine Nahrungsquelle für Insekten.
  • In der Wachstumsphase kannst du die Pflanze etwa zwei- bis viermal leicht zurückschneiden. Die Halme sollten dann nur noch zwei bis drei Centimeter lang sein. Das abgeschnittene Kraut kannst du in der Küche für Kräuterquarks, Pesto, Salate & Co. verwenden.
  • Nach der Blütezeit im Herbst solltest du Schnittlauch einmal bis kurz über den Boden zurückschneiden.
  • Von März bis Oktober kannst du Schnittlauch regelmäßig ernten und als Küchenkraut verwenden. Sobald er blüht, schmecken die Halme jedoch bitter und sind nicht mehr zum Verzehr geeignet.

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