Mit diesen Tricks bleiben Basilikum & Co. ewig frisch

Küchenkräuter wie Basilikum länger frisch halten.
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Frische Kräuter im Topf aus dem Supermarkt sind praktisch – überleben allerdings selten lange. Wir zeigen, wie du Schnittlauch, Petersilie, Basilikum und Co. am Leben erhältst.

Hummus mit frischer Petersilie, Tomate-Mozzarella mit Basilikumblättern und Kartoffeln mit Rosmarin: Frische Kräuter besitzen ein stärkeres Aroma als getrocknete und schmecken deshalb einfach leckerer. Nicht jeder hat einen Kräutergarten und deshalb sind die frischen Kräutertöpfe aus dem Supermarkt sehr praktisch – aber auch eine Verschwendung. Wir verwerten oft nur einen Bruchteil der Kräuter die dort drin stecken, denn die Pflanze geht schnell ein. Und selbst wenn wir alles verwenden, fliegt der Topf nach wenigen Tagen mitsamt Plastik, Erde und Wurzeln in den Mülleimer. Das geht besser: Wir geben einfache Tipps, wie du Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum so pflegst, dass sie ewig halten.

Basilikum pflegen: teilen und umtopfen

Wenn du dich für Basilikum, Rosmarin, Salbei und Co. im Topf entscheidest, achte auf Bio-Qualität. So stellst du sicher, dass die Kräuter nicht mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet sind.

Teile die frischen Kräuter auf drei bis vier Töpfe auf. Die Kräuter aus dem Supermarkt werden in der Regel dicht gedrängt in einen Topf gepflanzt, so haben sie keinen Platz zu wachsen und nehmen sich gegenseitig die Nährstoffe weg. Dem wirkst du entgegen indem du sie auf mehrere Töpfe aufteilst.

Verwende für das Umtopfen Blumentöpfe mit einem Loch am Boden und jeweils einen Übertopf, damit das Gießwasser abfließen kann. Zum Umtopfen eignet sich lockere Blumenerde, es muss keine spezielle Kräutererde sein. Ab und zu kannst du Schnittlauch, Petersilie und Basilikum pflegen, indem du sie mit etwas Komposterde düngst oder ihnen mit natürlichem Dünger beim Wachsen hilfst. Dazu eignet sich beispielsweise etwas Kaffeesatz, abgestandenes Bier, Teesatz (am besten von Grün- oder Schwarztee) oder Mineralwasser. Achte darauf, nicht zu viel Dünger zu verwenden und den alten Kaffee- und Teesatz regelmäßig wieder zu entfernen.

Basilikum und Co. richtig ernten

Sind Basilikum, Schnittlauch, Petersilie und Co. erst einmal umgetopft, muss man sie nur noch am Leben erhalten. Auch das ist kein Hexenwerk.

Küchenkräuter richtig ernten
Die Knospen mit einem Messer ernten um die Pflanze nicht zu beschädigen. (Foto: © Utopia.de)

Vermeide es, einzelne Blätter abzuzupfen, schneide stattdessen die oberen Knospen der Kräuter mit einer Schere oder einem Messer zurück. Dann können neue Ästchen austreiben. Man verhindert so, dass die Kräuter zu blühen beginnen, was zwar schön aussieht, sie aber am Wachsen hindert. Denn sobald die Pflanze blüht, steckt sie fast ihre gesamte Energie in die Blüten- und Samenbildung. Das Aroma der Kräuter wird schwächer. Damit deine Kräuter in Ruhe wachsen können, solltest du auch alte und abgestorbene Blätter und Zweige regelmäßig entfernen.

Basilikum pflegen: Küchenkräuter nicht zu viel und nicht zu wenig gießen

Die Kräuter sollten genug Licht haben, aber nicht in der prallen Sonne stehen, da die empfindlichen Blätter sonst verbrennen können. Entscheidender für die langfristige Frische deiner Küchenkräuter ist aber die Wasserzufuhr. Als Orientierung kann man sich an die Faustregel halten: zehn Prozent des Topf-Volumens pro Tag. Petersilie verträgt ein klein wenig mehr Wasser und auch Basilikum kommt am besten nach, wenn er permanent feucht gehalten wird. Zu viel Feuchte sorgt allerdings für Schimmel, bekommen die Kräuter zu wenig Wasser, vertrocknen sie.

Küchenkräuter richtig ernten
Als Faustregel gilt: zehnt Prozent des Topfvolumens gießen. (Foto: © Utopia.de)

Kräuter überwintern

Damit mehrjährige Kräuter den Winter überleben, solltest du sie im Herbst komplett zurückschneiden. Die abgeschnittenen Kräuter kannst du dann entweder einfrieren, trocknen oder direkt zu Pesto oder anderen Aufstrichen verarbeiten. Einjährige Kräuter wie Basilikum und Dill sind kaum zu überwintern, größere Chancen hast du bei Rosmarin oder Salbei.

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(17) Kommentare

  1. Absorbwind: getrocknete Kräuter, wie Basilikum, haben ein intensiveres Aroma!

    Am besten gefriertrocknen im Eisfach, das erhält am besten die Vitamine!

    Beim Ernten immer nur einzelne Blätter am Stängel abknipsen,
    die andere Blätter beschatten oder selber beschattet werden,

    damit möglichst viel Grün ans Licht kommt, um das Kraut zu reproduzieren und Pilzen oder anderen Schädlingen das Leben schwer zu machen!

    Die Stängel sind meist zu holzig um diese zu genießen, deshalb diese der Planze zur schnelleren Reproduktion lassen!

  2. Als ich noch keinen Balkon hatte ist mein Basilikum auch fast immer nach 4 bis 6 Wochen eingegangen. Seit 5 Jahren habe ich einen Balkon. Gleich im ersten Jahr habe ich mir Basilikum Saatgut von Demeter gekauft. Die Samenkörner habe ich auf zwei Tontöpfe verteilt, einen lasse ich wachsen und blühen worüber sich Bienen, Hummeln und Schmetterlinge freuen und ich kann neue Samen ernten. Den zweiten Topf ernte ich. Beim ernten sollte man aber darauf achten den Stängel oberhalb der untersten Blätter abzuknipsen. Gegossen wird am späten Abend. Als Dünger eignet sich auch ein Sud aus ausgekochten Obst und Gemüseabfällen, nach dem Kochen einfach durch ein feines Sieb in einen großen Eimer gießen und abkühlen lassen. So habe ich einen riesigen Busch mit dem ich Freunde, Familie und die gesamte Nachbarschaft versorge. Wenn die Temperaturen unter 15 Grad sinken stelle ich die Töpfe im Badezimmer auf die Fensterbank. So ist es mir schon einmal gelungen bis Ende März immer frischen Basilikum zu ernten.

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