Schwarzkümmelöl gegen Zecken: Darauf solltest du bei der Anwendung achten

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Die Wirkung von Schwarzkümmelöl gegen Zecken wird unter Haustierbesitzer*innen oft kontrovers diskutiert. Was es genau mit dem Öl auf sich hat, ob es auch bei Menschen wirkt und wie du es anwendest, erfährst du in diesem Artikel.

Besonders in wärmeren Monaten fangen sich Mensch und Tier in Wäldern, Parks und Co. schnell eine Zecke ein. Die kleinen Parasiten sind nicht nur unangenehm, sondern stellen als Krankheitsüberträger eine ernste Gesundheitsgefahr dar.

Schwarzkümmelöl soll gegen Zecken wirken und ihnen vorbeugen. Doch wie wirksam ist es wirklich?

Schwarzkümmelöl gegen Zecken: So wirkt es bei Hunden

Die Wirkung von Schwarzkümmel gegen Zecken ist zwar noch nicht eindeutig belegt, bei Hunden gibt es jedoch Hinweise auf eine mögliche Abwerkwirkung des Öls.
Die Wirkung von Schwarzkümmel gegen Zecken ist zwar noch nicht eindeutig belegt, bei Hunden gibt es jedoch Hinweise auf eine mögliche Abwerkwirkung des Öls. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Der 18-jährige Schüler Alexander Betz untersuchte 2014 bei „Jugend forscht“ die Wirkungen von Schwarzkümmelöl gegen Zecken. Er hatte seinem Hund aus gesundheitlichen Gründen täglich das Öl ins Futter gemischt und dann festgestellt, dass sein Hund deutlich weniger von Zecken befallen wurde.

In seinen Versuchen versetzte Betz Präparate aus Blut und Schweiß mit Schwarzkümmelöl und beobachtete das Verhalten der Parasiten. Er konnte beweisen, dass die Zecken die Öl-Präparate tatsächlich mieden. Das Experiment beweist nicht, dass Schwarzkümmelöl zweifelsfrei gegen Zecken hilft. Doch es gibt erste Anhaltspunkte für die Wirkung.

Bei Hunden: So wendest du Schwarzkümmelöl gegen Zecken an

Im Fell: Wenn du deinen Hund mit Schwarzkümmelöl gegen Zecken schützen möchtest, kannst du ihm je nach Größe und Felllänge zehn bis 15 Tropfen ins Fell geben und gut einmassieren. Achte darauf, dass das Öl wirklich bis auf die Haut des Tieres gelangt und nicht an den Haarspitzen hängen bleibt.

Verwende am besten kaltgepresstes Öl aus biologischem Anbau. Hochwertiges Schwarzkümmelöl findest du im Reformhaus und Bioladen oder online zum Beispiel im **Avocadostore.

Im Futter: Bevor du deinem Hund Schwarzkümmelöl ins Futter mischst, solltest du dich auf jeden Fall mit einer Tierärztin absprechen. Es gibt Hinweise darauf, dass das Öl in großen Mengen lebertoxisch wirken kann.

Schwarzkümmelöl: Geeignet für Katzen?

Bei Katzen solltest du Schwarzkümmelöl nicht verwenden, da es unter anderem schwere Leber- und Nierenschäden auslösen kann.
Bei Katzen solltest du Schwarzkümmelöl nicht verwenden, da es unter anderem schwere Leber- und Nierenschäden auslösen kann. (Foto: CC0 / Pixabay / doanme)

Tierärzte raten Katzenbesitzern, ihren Haustieren kein Schwarzkümmelöl gegen Zecken zu verabreichen. Denn für Katzen kann das Öl giftig sein. Es enthält Terpene und andere Stoffe, die die Tiere nicht verdauen können. Bei Katzen kann Schwarzkümmelöl, wie viele andere ätherische Öle, deshalb schwere Leber- und Nierenschäden hervorrufen. Außerdem kann es Atembeschwerden und Hautreaktionen auslösen.

Wissenschaftliche Studien, die diese Wirkungen eindeutig belegen, fehlen bislang. Die Erfahrungsberichte von Haustierbesitzer*innen und Tierärzt*innen liefern jedoch viele Anhaltspunkte für die giftige Wirkung des Schwarzkümmelöls bei Katzen.

Schwarzkümmelöl gegen Zecken: Wie wirkt es beim Menschen?

Ob Schwarzkümmelöl auch bei Menschen gegen Zecken wirkt, ist ebenfalls wissenschaftlich nicht belegt. Du kannst das Öl in der Regel jedoch gefahrlos selbst ausprobieren.
Ob Schwarzkümmelöl auch bei Menschen gegen Zecken wirkt, ist ebenfalls wissenschaftlich nicht belegt. Du kannst das Öl in der Regel jedoch gefahrlos selbst ausprobieren. (Foto: CC0 / Pixabay / Catkin)

Ob Schwarzkümmelöl bei Menschen gegen Zecken wirkt, ist wissenschaftlich bisher nicht belegt beziehungsweise nicht ausreichend untersucht. Du kannst das Öl jedoch relativ gefahrlos selbst testen, indem du ein paar Tropfen des Öls auf deine Haut gibst und einmassierst.

Das Kümmelöl soll sich generell positiv auf die Haut auswirken: Du kannst es zum Beispiel bei trockener Haut verwenden. Mehr zu den weiteren positiven Wirkungen des Schwarzkümmelöls findest du in diesem Artikel: Schwarzkümmelöl: Wirkung und Nebenwirkungen bei der Einnahme

Insektizide gegen Zecken

Um Zecken abzuwehren gibt es verschiedene Tropfen und Sprays, die oft synthetisch hergestellte Pestizide beinhalten. Als beliebtes Mittel bei Haustieren gilt zum Beispiel das Insektizid Fipronil.

Fipronil gilt für Haustiere zwar weitestgehend als unbedenklich, da es nur äußerlich angewandt wird. Jedoch kommen Menschen und insbesondere Kinder durch das Tier schnell selbst in Kontakt mit dem Insektizid. Auch bei anderen Haustieren, die den Wirkstoff z.B. vom Fell ihres Artgenossen lecken, kann Fipronil Nebenwirkungen wie Erbrechen und Mattheit auslösen.

Wenn du derartige Wirkstoffe umgehen willst, dann nutze ein natürliches Hausmittel, um deinen Hund vor Zecken zu schützen. Nicht nur Schwarzkümmelöl hilft gegen Zecken – mehr Hausmittel findest du hier: Zeckenmittel für Hunde: Diese natürlichen Mittel helfen

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