Second-Hand-Kleidung kaufen: Hier wirst du online und offline fündig

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Second-Hand-Kleidung zu kaufen spart nicht nur Ressourcen, sondern macht auch Spaß und ist unkompliziert. Du musst nur wissen, wo du fündig werden kannst. Wir stellen dir ein paar gute Anlaufstellen vor.

Wenn du nachhaltiger einkaufen möchtest, ist Ware aus zweiter Hand eine gute Idee. Das gilt vor allem für Second-Hand-Kleidung. Hosen, Jacken und Co. werden heutzutage viel zu schnell aussortiert, weil die Fast-Fashion-Ketten ununterbrochen neue Trendstücke auf den Markt werfen und so zum Neukauf verleiten. Laut dem Wissensportal Quarks.de tragen wir Kleidungsstücke heute nur noch halb so lange wie vor 15 Jahren. 

Kleidung wird also immer mehr zur Wegwerfware – und das, obwohl so viele versteckte Kosten mit jedem einzelnen Kleidungsstück verbunden sind. Diese Kosten bezahlen die Arbeiter:innen in Kleidungsfabriken, die oft unter gesundheitsgefährdenden Umständen arbeiten müssen und ausgebeutet werden, aber auch die Natur und das Klima. Die Textilherstellung verursacht laut Quarks.de mehr Treibhausgase als die Seeschifffahrt und alle internationalen Flüge zusammen. 

Wenn du gezielt Second-Hand-Kleidung kaufst, kannst du Textilien ein zweites Leben schenken und dadurch Ressourcen schonen. Außerdem macht die Suche nach besonderen Stücken auch Spaß und oft kannst du dabei einiges an Geld sparen. Umständlich ist die Suche nicht, denn inzwischen gibt es sowohl online wie auch offline viele Möglichkeiten, an Second-Hand-Kleidung zu kommen. 

Second-Hand-Kleidung auf Online-Plattformen kaufen

Eine schier unendliche Auswahl bieten dir Online-Plattformen, die auf Second-Hand Kleidung spezialisiert sind. Dort findest du von Basic-Teilen über Sportklamotten bis hin zu Trendstücken und Vintage-Mode so gut wie alles, was dir im Kleiderschrank noch fehlt. Anhand von Kategorien und Filtern kannst du ganz gezielt nach neuen Lieblingsstücken suchen. Zu den größten Plattformen gehören:

  • Vinted ist die neue Plattform, zu der sich Kleiderkreisel und Mamikreisel zusammengeschlossen haben. Du kaufst die Kleidung hier direkt von anderen Nutzer:innen. Das funktioniert entweder über ein Bezahlsystem (das alle Beteiligten absichert) oder nach Absprache und Verhandlung mit dem/der Verkäufer:in selbst. Für letzteres gibt es eine Nachrichtenfunktion. Neben Damen-, Schwangerschafts-, und Kinderkleidung kannst du auch Herrenkleidung auf Vinted finden. 
  • Mädchenflohmarkt ist eine weitere große Second-Hand-Plattform. Dort bist du beim Kauf dank Bezahlsystem und Geld-zurück-Garantie ebenfalls gut abgesichert. Auf der Plattform findest du auch eine Premium-Kategorie, die dir die Suche nach exklusiveren Kleidungsstücken erleichtert. Auf dem Mädchenflohmarkt wird ausschließlich Damenkleidung angeboten. 
  • Kleiderkorb bietet Damen-, Kinder-, und Herrenkleidung an. Anmeldung, Verkauf und Kauf sind auf Kleiderkorb komplett kostenlos. 

Tipps und Hinweise:

  • Auf diesen Plattformen kannst du Kleidung auch tauschen. Manchmal werden Stücke auch verschenkt, sodass du nur den Versandpreis zahlen musst. Plattformen für Second-Hand-Kleidung sind also auch für alle interessant, die mit einem kleineren Budget shoppen. 
  • Unter der riesigen Menge an Second-Hand-Kleidung auf diesen Plattformen werden auch Shopper:innen fündig, die nach kleineren und größeren Größen suchen. 

Kleidung online kaufen – in Second-Hand- und Vintage-Shops

Wenn du mit Second-Hand-Kleidung lieber eine gewöhnliche Shopping-Erfahrung machen möchtest, kannst du bei den immer zahlreicher werdenden Second-Hand- und Vintage-Shops im Internet einkaufen. Im Gegensatz zu den Online-Plattformen bieten dir reguläre Shops auch an, Artikel zurückzugeben. Je nach Shop kannst du dich durch eine bunte Mischung aus Kleidungsstücken aller Art oder eine kuratierte Auswahl an Vintage-Funden und Designerartikeln stöbern. Einige Online-Second-Hand-Shops sind: 

  • Ubup: Laut eigener Aussage handelt es sich bei Ubup um Deutschlands größten Online-Shop für Second-Hand-Kleidung. Täglich kommen 10.000 neue Einzelstücke hinzu. Wenn du darunter ein neues Lieblingsteil findest, kannst du es versandkostenfrei bestellen. Besonderes Highlight bei Ubup: Der Shop bietet eine Kategorie mit Kleidung von nachhaltigen Marken an. 
  • Designer: In Second-Hand-Shops wie Vite EnVogue, Vestiaire Collective und Rebelle kannst du Designerstücke aus zweiter Hand zu vergünstigten Preisen ergattern. 

Second-Hand-Kleidung über Apps kaufen

Dank Apps kannst du von überall aus schnell Second-Hand-Kleidung finden.
Dank Apps kannst du von überall aus schnell Second-Hand-Kleidung finden.
(Foto: CC0 / Pixabay / JESHOOTS-com)

Bequemer geht es nicht: Second-Hand-Kleidung über Smartphone-Apps kaufen. Die meisten dieser Apps sind die mobilen Anwendungen zu bekannten Online-Second-Hand- oder Flohmarkt-Plattformen. Mit Apps kannst du auch von unterwegs aus unkompliziert und schnell Second-Hand-Kleidung kaufen.

  • Vinted-App: Hier kannst du genauso gut shoppen wie in der Browser-Version der Second-Hand-Plattform.
  • eBay-Kleinanzeigen-App: Auf eBay-Kleinanzeigen findest du so gut wie alles, auch eine riesige Auswahl an gebrauchter Kleidung. 
  • Shpock-App: Shpock ist eine weitere Flohmarkt-Plattform. Die App erlaubt es dir, rund um die Uhr in dem vielfältigen Angebot an gebrauchter Ware zu stöbern. Dabei kannst du den Suchradius so anpassen, dass dir nur Kleidungsangebote in deiner Nähe oder deutschlandweit angezeigt werden. 

Second-Hand-Kleidung in stationären Second-Hand-Shops kaufen

Möchtest du dich vor Ort von der Qualität der Second-Hand-Kleidung überzeugen? Dann mach dich auf den Weg zu lokalen Second-Hand-Shops. Davon gibt es dank der erhöhten Nachfrage nach gebrauchter Kleidung immer mehr, auch in kleineren Städten. Im stationären Handel kannst du dich persönlich beraten lassen. Vielleicht erfährst du dadurch sogar, woher das Vintage-Schmuckstück stammt, dem du ein zweites Leben gibst. In lokalen Geschäften ist die Auswahl vielleicht nicht so umfassend wie online, dafür werden die Stücke aber erst begutachtet, bevor sie auf der Kleiderstange landen. Viele lokale Shops haben daher eine gut kuratierte Sammlung an gebrauchter Kleidung. 

In Charity-Shops und Sozialkaufhäusern, also Second-Hand-Läden von gemeinnützigen Organisationen wie Oxfam, kannst du sehr günstig gespendete Kleidung kaufen und unterstützt damit die jeweilige Organisation. 

Stationäre Second-Hand-Läden in deiner Stadt kannst du mithilfe einer Online-Suche finden – oder du fragst Freund:innen nach Tipps. 

Flohmärkte und Kleidertauschparties

Auf Flohmärtken verbergen sich manchmal Second-Hand-Schätze.
Auf Flohmärtken verbergen sich manchmal Second-Hand-Schätze.
(Foto: CC0 / Pixabay / extrabrandt)

Auch auf Flohmärkten kannst du günstige und gebrauchte Kleidungsstücke finden. Oftmals verbergen sich darunter auch wahre Vintage-Highlights. Kleidertauschparties bieten eine gute Gelegenheit, nach neuer Second-Hand-Kleidung zu shoppen, während du eigene aussortierte Stücke an neue Träger:innnen weitergeben kannst. Auf diese Möglichkeiten müssen wir aufgrund der Kontaktbeschränkungen vorerst allerdings verzichten, bis entsprechende Regelungen sie wieder zulassen.

Tipps für den Kauf von Second-Hand-Kleidung

Zu Anfang mag es ein wenig chaotisch und langwierig sein, Second-Hand-Kleidung einzukaufen. Schließlich wirst du vermutlich nicht so schnell fündig wie in einem normalen Kleidergeschäft, das die meisten Größen in mehrfacher Ausführung führt. Doch mit ein wenig Ausdauer und ein paar Tipps wird auch das Second-Hand-Shopping ein sicheres und zufriedenstellendes Erlebnis:

Sicherheit

Keine Frage: Online lauern Betrüger:innen an vielen Ecken – so auch auf Online-Plattformen für Second-Hand-Kleidung. Wenn du ein paar Dinge beachtest, kannst du esvermeiden, auf betrügerisches Verhalten hereinzufallen:

  • Kaufe nur über die Plattform und lehne es ab, den Verkauf über die private E-Mail-Adresse oder Telefonnumer abzuwickeln. Auf eBay würde das nämlich den Käuferschutz außer Kraft setzen. Wenn dir eine hundertprozentige Absicherung wichtig ist, dann solltest du auch auf Plattformen wie Vinted ausschließlich über die Bezahlsysteme und nicht über den Nachrichtenaustausch Kleidung kaufen. 
  • Informiere dich über die Sicherheitsvorkehrungen der einzelnen Plattformen: Gibt es ein Bezahlsystem mit integriertem Käufer:innenschutz? Gibt es eine Geld-zurück-Garantie? Gibt es Bewertungssysteme für die Verkäufer:innen? 
  • Wenn du Designerstücke kaufen möchtest: Lass dir einen Kaufbeleg und die Originalverpackung zeigen. Alternativ kannst du über Shops wie Vite EnVogue einkaufen, die die Stücke auf Echtheit überprüfen, um Fälschungen auszuschließen.

Qualität

Besonders wenn du Second-Hand-Kleidung online kaufst, kannst du ruhig Nachfragen zu Qualität und Zustand der Kleidung stellen. Die Produktfotos geben darüber nämlich nicht immer Aufschluss. 

Nach dem Kauf

Nach einem erfolgreichen Second-Hand-Einkauf solltest du das Kleidungsstück waschen, da du dir nicht sicher sein kannst, ob es sauber verschickt wurde. Besonders bei Kleidungstücken, die du direkt auf der Haut trägst, solltest du die Reinigung nicht vernachlässigen. Tipps für das Waschen:

  • Nicht alle Second-Hand-Stücke haben noch die Pflegehinweis-Etiketten. Achte dann auf das Material und wasche es entsprechend der allgemeinen Empfehlungen. Wie du beispielsweise Wolle oder Seide waschen solltest, kannst du in unserem Ratgeber nachlesen.
  • Hat das Stück Pailletten, schwere Holzknöpfe oder andere Applikationen? Auch darauf solltest du beim Waschen achten.
  • Du kannst dich auch schon im Voraus erkundigen, ob ein Stück beispielsweise nur per Hand gewaschen werden sollte. 

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