Second Hand (online) kaufen: Alt ist das neue Neu!

Secondhand kaufen
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Second-Hand-Shops, Flohmärkte, Online-Portale wie Ebay und Kleiderkreisel – Dinge Second Hand zu kaufen ist in. Und: Der Kauf aus zweiter Hand ist online wie lokal unkomplizierter denn je.

Mal ehrlich, wie oft liest du ein und dasselbe Buch? Wie viele kaum getragene Kleider hängen in deinem Schrank? Statt immer den neuesten Trends hinterherzulaufen, können wir durch Second-Hand-Käufe Konsumgütern zu einem längeren Leben verhelfen.

Wer verantwortungsvoll konsumieren möchte, sollte sich vor jeder Anschaffung fragen: Muss es wirklich neu sein? Denn es gibt viele gute Gründe, warum es sich lohnt, Second Hand zu kaufen oder gebrauchte Dinge wieder zu verkaufen. Und: Es gibt überall Möglichkeiten für den Second-Hand-Kauf oder -Verkauf. Besonders einfach geht Second Hand online, so richtig stöbern geht am besten im Second-Hand-Laden vor Ort.

Second Hand online kaufen

Im Second-Hand-Laden zu stöbern ist schön, aber nicht jedermanns Sache. Dinge Second Hand online zu kaufen hat den Vorteil, dass du bequem von zuhause aus shoppen kannst, in vielen Second Hand Online-Shops eine riesige Auswahl vorfindest und bei manchen Portalen die Ware sogar zurückschicken kannst.

Online Shopping
Second Hand online kaufen ist ganz einfach: Es gibt immer mehr Second Hand Online-Shops. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash.com)

Wer am Samstagmorgen also lieber ausschläft, als auf dem Flohmarkt zu stöbern und gerne auch Second Hand online shoppt, findet im Netz eine ganze Menge Second Hand Online-Shops: Kleinanzeigenportale sowie größere und kleinere Plattformen für Gebraucht-Käufer und -verkäufer. Die wichtigsten:

  • eBay ist die klassische Plattform für alle Arten von Verkäufen (Neu und Second Hand) online;
  • eBay Kleinanzeigen bietet zudem die Möglichkeit, online nach Second-Hand-Angeboten direkt vor Ort zu suchen.
  • reBuy ist eine gut gemachte und auch von unseren Lesern gut bewertete Plattform für geprüfte Second-Hand-Waren.
  • Fairmondo versteht sich als faire Amazon-Alternative für Second Hand online.
  • Kleiderkreisel hat viele Fans im Bereich der Kleidung, sich allerdings mit seiner Preispolitik etwas unbeliebt gemacht.
  • Styleflow ist ein Secondhand-Onlineshop für modebegeisterte und qualitätsbewusste Schnäppchenjäger.
  • Booklooker ist eine bei Utopisten sehr beliebte Plattform um Second Hand online Bücher zu kaufen.
  • Quoka ist ein klassisches Kleinanzeigen-Portal.
  • Stuffle verlegt den Flohmarkt auf das Smartphone.
  • Upub ist ein Onlineshop für geprüfte Second-Hand-Mode

Second Hand Online kaufen geht auch vor Ort: Auf Facebook gibt es für fast jeden Ort Gruppen, in denen Menschen lokal Second-Hand-Waren zum Kauf oder sogar umsonst anbieten; oft kann man sie persönlich abholen und spart sich (und der Umwelt) so den Versand. Stöbere einfach mal nach lokalen Facebook-Gruppen für den Second Hand Online-Kauf vor Ort.

Hast du weitere Idee, wo man Second Hand online kaufen kann oder kennst weitere Second Hand Online-Shops? Dann schreibe gerne einen Kommentar!

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Second Hand vor Ort kaufen

In beinahe jeder Kleinstadt – und in Großstädten sowieso – gibt es zahlreiche Läden und Veranstaltungen für den (Ver-)Kauf gebrauchter Waren.

Second-Hand-Läden bieten längst nicht mehr nur gebrauchte Kleidung an, in vielen kann man auch Möbel, Spielzeug oder Bücher kaufen. Flohmärkte sind oft eine großartige Gelegenheit, Schnäppchen zu machen und ungewöhnliche oder gar antike Stücke zu erstehen.

Vielerorts gibt es auch Flohmärkte oder Second-Hand-Basare speziell für Kleider, Kindersachen, Skis, Fahrräder oder Bücher; oft organisieren die örtliche Kirchengemeinde oder Vereine solche Veranstaltungen ein bis zweimal im Jahr.

In der Regel werden Flohmärkte und Ähnliches in der Tageszeitung oder den kostenlosen Stadtteil-Zeitungen und auf entsprechenden Facebookseiten angekündigt. In den Zeitungen findet man übrigens auch weitere Gelegenheiten zum Gebraucht-Kauf. Und zwar sowohl in den Kleinanzeigen (online und offline) als auch in Ankündigungen für Garagenflohmärkte, Haushaltsauflösungen oder Versteigerungen.

 

Warum eigentlich Second Hand? Konsum ohne Konzerne

Mit dem Geld, das wir für ein neues Produkt ausgeben, unterstützen wir immer auch den Hersteller, dessen Produktionsbedingungen und Geschäftspraktiken. Wer ständig neue Billigware niedriger Qualität kauft, trägt dazu bei, dass Ressourcenverschwendung und Ausbeutung als Geschäftsmodell erfolgreich sind.

Natürlich kann und sollte man es beim Neukauf besser machen und sein Geld für langlebige, hochwertige Waren nachhaltiger Hersteller ausgeben. Eine andere Möglichkeit verantwortungsvoll zu konsumieren, ist der Second-Hand-Kauf.

Gebrauchtkäufer und -verkäufer organisieren ihren Konsum selbstständig jenseits der Konzerne – und machen sich damit ein Stück weit unabhängig von deren Profistreben.

Second Hand online kaufen: zweiter Hand schont die Umwelt
Second Hand kaufen schont die Umwelt (Fotos: Pixabay / CC0)

Alt statt neu: Aus zweiter Hand kaufen schont Ressourcen und Klima

Jedes Produkt verbraucht zur Herstellung Ressourcen: Energie, Wasser und Rohstoffe. Viele Ressourcen aber sind knapp oder nur unter großem Risiko nutzbar: Die Förderung von Erdöl zur Herstellung von Kunst- und Treibstoffen richtet beispielsweise weltweit Umweltschäden an. Der Abbau von Bodenschätzen wie Coltan oder Gold für die Produktion von Elektronik zerstört ganze Landschaften und finanziert bewaffnete Konflikte. Für den Anbau von Baumwolle werden Unmengen von Pestiziden eingesetzt und enorm viel Wasser verbraucht. Und die Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung verstärkt den Klimawandel.

Durch bewusste Konsumentscheidungen können wir unseren Beitrag zu diesen Problemen reduzieren: Für ein gebrauchtes Produkt, das anstelle eines neuen gekauft wird, werden nicht extra Rohstoffe produziert und Ressourcen verbraucht. Gebraucht kaufen schont also die natürlichen Ressourcen – und Ressourcenschutz ist auch Klimaschutz.

Ob Online oder offline: Wer Second Hand kauft, vermeidet Müll

Gebraucht-Kauf oder –verkauf verlängert das Produktleben und sorgt damit dafür, dass dieses Produkt (noch) nicht auf dem Müll landet.

Es ist eigentlich ganz einfach: Je länger die Dinge genutzt werden, desto weniger wird weggeworfen und neu gekauft und desto weniger wachsen die Müllberge. Das ist ganz besonders dann wichtig, wenn es um Gegenstände geht, die problematisch in der Entsorgung sind, wie etwa Elektrogeräte oder Kunststoff.

Wann lohnt der Second-Hand-Kauf?

Theoretisch kann man fast alles Second Hand kaufen. Online findet man auf Gebraucht-Kauf-Portalen wie Ebay vom gebrauchten Rasierer bis hin zum Luxus-Wohnmobil so ziemlich jedes Produkt, was man sich vorstellen kann. Empfehlenswert ist der Gebraucht-Kauf zwar generell, aber in einigen Fällen lohnt der Kauf aus zweiter Hand mehr als in anderen:

  • Ganz besonders lohnen sich Second-Hand-Käufe bei Gegenständen, die aufwendig in Herstellung oder Entsorgung sind, etwa Elektrogeräte, Möbel, Fahrräder und Kleidung.
  • Second Hand ist außerdem oft sinnvoll bei Dingen, die man sowieso nur für einen begrenzten Zeitraum nutzt – etwa Kinderspielzeug, Bücher oder Filme.

Allerdings sollten wir nicht wahllos alles gebraucht kaufen. Gerade bei Elektrogeräten ist es wichtig, die Energieeffizienz zu beachten und dann abzuwägen: Ist es effizienter, ein altes Gerät weiter zu benutzen und damit Ressourcen für die Neuproduktion zu sparen oder ist ein neues, stromsparendes Gerät womöglich umweltfreundlicher?

Second Hand für Bücher, Möbel, Kleidung: Gute Ware für wenig Geld

Gebrauchte Bücher, Möbel und Kleider sind billiger als neue, das ist klar. Second Hand kaufen spart hier also auf jeden Fall Geld. Großes Plus: Die Qualität von Gebrauchtware ist oft nicht schlechter als die neuer Produkte – im Gegenteil.

Logischerweise sind gerade hochwertige, gut verarbeitete Produkte besonders langlebig und lassen sich immer wieder weitergeben. So kann man sich gebraucht oft Qualität leisten, die neu für viele zu teuer ist: Designerkleidung, Massivholzmöbel, Marken-Fahrräder oder gebundene Bücher zum Beispiel bekommt man häufig Second Hand in einwandfreiem Zustand – zu einem Bruchteil des Neupreises. Und kann sie dann selbst wieder verkaufen oder verschenken, wenn man sie nicht mehr braucht.

Insbesondere Kleidung Second Hand zu (ver)kaufen ist sehr sinnvoll. Lies dazu Gebrauchte Kleidung: Wo landen Altkleider wirklich?

Flohmarkt in Hamburg
Vor allem bei hochwertigen, langlebigen Dingen lohnt der Gebrauchtkauf. (Foto: 'flohmarkt hamburg' von elena arkhipova unter CC BY 2.0 )

„Ist das neu?“ – „Nee, Second Hand.“ Wer gebraucht kauft und seinen Freunden davon erzählt, kann vielleicht den einen oder anderen dazu anregen, selbst weniger neu und mehr gebraucht zu kaufen und sein Konsumverhalten zu überdenken. Vermutlich ist vielen Menschen noch nicht klar, wie einfach man Second Hand online und vor Ort shoppen kann. Erzähl es ihnen!

Noch scheint Neuheit in unserer Gesellschaft einen Wert an sich darzustellen. Aber: Je mehr Menschen Waren aus zweiter Hand kaufen und dazu stehen, desto mehr gesellschaftliche Akzeptanz wird diese nachhaltige Form des Konsums erlangen.

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(14) Kommentare

  1. heeey, zum gleichen Thema hatte ich einen Beitrag geschrieben, der den klasse Artikel hier SUPER ERGÄNZT.
    Hauptsächlich geht es um die Fragen: WO GENAU gebraucht kaufen? Wo finde ich was?
    Hier http://www.oekollege.de/gebraucht-statt-neu-kaufen-wo-finde-ich-was/ findet Ihr die hilfreiche und umfangreiche Linkliste, wo Ihr gebraucht kaufen könnt – sortiert nach Themengebieten.
    Hinterlasst gerne auch Ergänzungen zur Linkliste in den Kommentaren!

    Eines sei noch schnell gesagt: Auch beim Gebraucht-Kauf sollte man sich auf umweltfreundlichere Produkte besinnen.

    Im übrigen ist LEIHEN, MIETEN, TAUSCHEN ebenso eine Option. Auch hierzu gibt es umfangreiche Linklisten:
    http://www.oekollege.de/gute-tipps-wo-man-dinge-leiht-mietet-tauscht-und-geschenkt-bekommt-statt-diese-neu-zu-kaufen/

    Viel Erfolg beim Durchstöbern.
    Liebe Grüße, Micha

  2. Hallo zusammen, das Thema Second Hand wird meiner Meinung nach absolut unterschätzt. Ich erinnere mich daran, dass meine Eltern häufig gebraucht gekauft haben als wir Kids klein waren, allerdings rein aus Kostengründen (das ist 20 Jahre her). Mittlerweile sind Probleme wie geplante Obsoleszenz, Umweltschutz, Überproduktion etc. den meisten bekannt. Kritik an Plastikverpackungen braucht man kaum jemandem zu länger zu begründen. Was in der Textilproduktion passiert, ist jedoch kaum jemandem bewusst. Enormer Ressourcenverbrauch um Polyestermüll zu erzeugen und das unter schlechten Arbeitsbedinungen – ich kann dazu nur die Greenpeace Reports empfehlen. https://www.google.de/search?q=greenpeace+report+altkleider Weiterhin möchte ich noch ein paar Shopping Tipps abgeben: Für App Freunde „Shpock“, für Ladenfreunde HUMANA und für Online Shopper https://www.styleflow.com/
    Und eine Bitte an alle Leser: klärt eure Freunde auf!
    Mary

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