Soleier-Rezept: Eier einlegen und haltbar machen

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Dieses einfache Rezept für klassische Soleier kommt mit nur fünf Zutaten aus. In einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir dir, worauf du bei der Herstellung der haltbaren Eier achten musst.

Rezept für Soleier: Die Zutaten

Soleier sind Eier, die hartgekocht und anschließend mitsamt ihrer Schale in einer Lake aus Kochsalz gelagert werden. Früher wurden Eier auf diese Weise haltbar gemacht, heute erinnern sich nur wenige al Soleier. Dabei sind sie lecker und einfach zuzubereiten.

Für zehn Soleier brauchst du diese Zutaten:

  • 10 Eier
  • 2 Zwiebeln
  • 50 g Salz
  • 3 Lorbeerblätter
  • 2 TL Kümmel

Wichtig: Eier solltest du immer in Bio-Qualität kaufen – nur so bekommst du Eier von artgerecht gehaltenen Hühnern. Im besten Fall findest du einen Bauern in deiner Nähe, von dem du sie frisch beziehen kannst. Mehr Infos zu Eiern: Bio-Eier, Freilandeier, Bodenhaltung – welche Eier sind die richtigen?

Weiterhin brauchst du:

  • einen Kochtopf
  • ein großes Einmachglas mit mindestens einem Liter Fassungsvermögen (alternativ benutzt du einfach mehrere kleine Gläser)

Da heute fast jeder einen Kühlschrank besitzt und Lebensmittel generell nicht mehr über Monate gelagert werden, sind Soleier – jedenfalls im Hinblick auf ihren eigentlich Zweck – überflüssig geworden. Heutzutage werden sie eher einfach aufgrund ihres würzigen Geschmacks zubereitet.

Übrigens: Ihren Namen verdanken die Soleier einer Lösung aus Wasser und Salz – diese wird nämlich auch als Sole bezeichnet.

Eier mit Salz haltbar machen: So bereitest du Soleier zu

Soleier schmecken besonders gut auf Brot mit einem Klecks Senf.
Soleier schmecken besonders gut auf Brot mit einem Klecks Senf. (Foto: CC0 / Pixabay / congerdesign)

Bei der Herstellung der Soleier kannst du eigentlich kaum etwas falsch machen:

  1. Koche die Eier zuerst für zehn Minuten hart. Gieße dann das Wasser ab und schrecke die Eier kalt ab.
  2. Schäle die Zwiebeln und schneide sie in kleine Stücke. Fülle ungefähr 750 Milliliter Wasser in den Kochtopf und füge die Zwiebelstücke, das Salz, die Lorbeerblätter und den Kümmel hinzu. Lasse das Ganze einmal aufkochen.
  3. In der Zwischenzeit sterilisierst du das Einmachglas. So tötest du Bakterien und Keime ab und verhinderst, dass die Eier später schnell verderben.
  4. Die Schale der Eier schlägst du nun an, sodass sich feine Risse bilden, pellst sie allerdings nicht ab. Übrigens: Du kannst Eier zwar auch gepellt in die Salzlake geben, dann sind sie aber weniger lange haltbar.
  5. Schichte die Eier nun nacheinander in das Glas und übergieße sie mit der leicht abgekühlten Salzlake. Die Eier sollten vollständig von der Flüssigkeit bedeckt sein. Verschließe das Glas und lasse die Eier für mindestens zwei Tage durchziehen.
  6. Soleier werden klassisch wie folgt gegessen: Die Eier werden geschält und halbiert. Dann löffelst du das Eigelb vorsichtig heraus und träufelst Essig, Öl und Senf in die Kuhle. Das Eigelb wird dann wieder hinein gesetzt. Soleier kannst du als Snack zwischendurch essen oder auf’s Brot legen.

Zur Haltbarkeit von Soleiern gibt es unterschiedliche Meinungen: Hartgekochte, abgeschreckte Eier sind bereits bis zu zwei Wochen im Kühlschrank haltbar. Soleier hingegen werden zusätzlich durch den hohen Salzgehalt in der Lake konserviert und sind daher noch länger genießbar. Empfehlungen reichen von zwei Wochen bis hin zu Monaten – wenn du sie innerhalb von einem Monat verspeist, hast du auf jeden Fall nichts zu befürchten. Bei Bedenken kannst du einfach an den Eiern riechen: Wenn sie faulig oder sauer riechen, sind sie schlecht.

Tipp zur Abwandlung: Die Gewürze in der Salzlake kannst du beliebig variieren: Du kannst zum Beispiel noch ein paar Wacholderbeeren, schwarze Pfefferkörner oder einige Stiele Dill hinzufügen.

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