Spritzbeutel selber machen: Einfache Anleitung

Foto: Pascal Thiele / Utopia.de

Einen Spritzbeutel selber machen kannst du mit nur wenigen Materialien: Wir stellen dir zwei einfache Bild-Anleitungen vor, wie du Spritzbeutel aus Backpapier und einem Plastikbeutel selber basteln kannst.

Ob zum Verzieren von Plätzchen oder Cupcakes, zum Befüllen von Spritzgebäck oder zum raffinierten Anrichten von herzhaften Speisen: Spritzbeutel sind praktisch in der Küche.

Brauchst du für ein Rezept einen Spritzbeutel, kannst du diesen auch mit relativ wenig Aufwand selber machen. Wir zeigen dir, wie das geht – mit zwei verschiedenen Methoden. Für die eine brauchst du nur einen Plastikbeutel, für die andere baust du eine Spritztüte aus Backpapier.

Spritzbeutel selber machen – mit einem Plastikbeutel

Vor allem für festere Massen wie einen Mürbeteig für Spritzgebäck oder eine dicke Creme kannst du einen stabilen Spritzbeutel mit einem reißfesten Plastikbeutel improvisieren. Gut geeignet ist dafür etwa ein Frischhalte- oder Gefrierbeutel, da diese besonders stabil sind.

Für den selbst gemachten Spritzbeutel brauchst du lediglich folgende Materialien:

  • Gefrierbeutel (oder einen stabilen Plastikbeutel)
  • Schere
  • hohes Gefäß (zum Beispiel einen Messbecher)
  • evtl. Klebefilm
Den selbst gemachten Spritzbeutel musst du zunächst befüllen.
Den selbst gemachten Spritzbeutel musst du zunächst befüllen.
(Foto: Pascal Thiele / Utopia.de)

1. Schritt: Spritzbeutel befüllen

  • Um einen Spritzbeutel selber zu machen, legst du zunächst das hohe Gefäß mit dem Plastikbeutel aus. Halte dabei den Rand des Beutels oben fest, sodass dieser nicht mit ins Gefäß rutscht.
  • Gib dann die Masse hinein. Du solltest den Beutel dabei nicht mehr als zur Hälfte füllen: Gegebenenfalls musst du also die Masse oder den Teig portionieren.
Schneide dann die unterste Ecke von dem Spritzbeutel ab.
Schneide dann die unterste Ecke von dem Spritzbeutel ab.
(Foto: Pascal Thiele / Utopia.de)

2. Schritt: Spritztüte abschneiden und schließen

  • Spritzbeutel formen: Nimm den gefüllten Spritzbeutel aus dem Gefäß und drücke die Masse in eine der unteren Ecken, sodass eine Trichterform entsteht.
  • Spritzbeutel schließen: Dazu kannst du ihn entweder verknoten, mit einem straffen Gummiband zuschnüren, mit einer Frischhalteklemme abschließen oder einfach mit einer Hand zudrehen und festhalten.
  • Spritzbeutel verstärken: Die Schwachstelle dieser Plastikbeutel ist die Naht, die bei zu viel Druck aufplatzen kann – vor allem, wenn du eine recht feste Masse spritzen willst. Wenn dein Gefrierbeutel nicht besonders stabil ist, kannst du diesen mit Klebefilm verstärken. Wickle diesen einfach ein- bis zweimal um den gefüllten Spritzbeutel herum, um ihn so zu stabilisieren.
  • Spritzbeutel abschneiden: Schneide die untere Ecke klein ab, um eine Öffnung für den Spritzbeutel zu schaffen. Beginne zunächst mit einem kleinen Loch und teste den selbst gemachten Spritzbeutel aus. Wenn die Öffnung zu klein ist, kannst du sie danach noch etwas erweitern.
Den selber gemachten Spritzbeutel kannst du wie eine herkömmliche Spritztüte verwenden.
Den selber gemachten Spritzbeutel kannst du wie eine herkömmliche Spritztüte verwenden.
(Foto: Pascal Thiele / Utopia.de)

3. Schritt: Spritzbeutel verwenden

  • Du verwendest diesen selbst gemachten Spritzbeutel ähnlich wie eine gewöhnliche Spritztüte.
  • Da dieser Plastikbeutel aber etwas weniger stabil ist, solltest du etwas vorsichtiger sein. Am besten solltest du beim Herausdrücken die Naht mit einer Hand stabilisieren.
  • Achte zudem darauf, nicht zu sehr zu drücken, damit der Beutel nicht platzt. Es gilt hier ein gutes Maß zu finden.
  • Sollte das Ergebnis dir nicht gefallen, kannst du die Masse einfach erneut in den Spritzbeutel füllen und nochmal herausdrücken.

Tipp: Um unnötigen Plastikmüll zu vermeiden, kannst du auch diesen Spritzbeutel mehrfach verwenden. Spüle ihn dazu nach der Verwendung gut aus und lass ihn an der Luft trocknen. Früher oder später geht die Tüte jedoch kaputt. Wenn du beim Kochen häufiger einen Spritzbeutel benötigst, solltest du dir lieber ein wiederverwendbares Modell kaufen. (Spülmaschinenfeste Beutel gibt es zum Beispiel auf **Amazon.)

Spritzbeutel selber machen – aus Backpapier

Einen guten Spritzbeutel kannst du zudem auch aus Backpapier selber machen. Diese Spritztüte ist besser für leichtere Massen wie dünne Cremes, Mousse oder Sahne geeignet.

Für den selbst gemachten Spritzbeutel aus Backpapier brauchst du folgende Materialien:

  • Backpapier (Quadrat mit 30 cm Seitenlänge)
  • Büroklammer
  • scharfes Messer oder Brieföffner
  • evtl. Trinkbecher (oder ein ähnliches Gefäß)
Für den Spritzbeutel aus Backpapier musst du zunächst ein Quadrat ausschneiden und diagonal falten.
Für den Spritzbeutel aus Backpapier musst du zunächst ein Quadrat ausschneiden und diagonal falten.
(Foto: Pascal Thiele / Utopia.de)

1. Schritt: Backpapier zuschneiden und falten

  • Messe dir ein Quadrat von 30 mal 30 Zentimetern ab und schneide dieses mit der Schere aus. Mit diesem Maß erhältst du einen relativ handlichen Spritzbeutel, der vielseitig verwendbar ist. Für eine besonders große Masse kannst du auch einen größeren Ausschnitt wählen.
  • Falte das Quadrat diagonal zu einem Dreieck.
Trenne das gefaltete Dreieck an der Faltkante.
Trenne das gefaltete Dreieck an der Faltkante.
(Foto: Pascal Thiele / Utopia.de)

2. Schritt: Backpapier trennen

  • Trenne das Backpapier-Dreieck an der Faltkante mit einem scharfen Messer oder einen Brieföffner auseinander.
  • So erhältst du zwei gleich große Dreiecke, die du übereinander liegen lässt. Der selbst gemachte Spritzbeutel wird dadurch am Ende stabiler.
Den Spritzbeutel musst du anschließend zu einem Kegel falten.
Den Spritzbeutel musst du anschließend zu einem Kegel falten.
(Foto: Pascal Thiele / Utopia.de)

3. Schritt: Spritzbeutel falten

  • Lege das doppelte Backpapier-Dreieck so vor dich, dass eine Ecke zu dir zeigt.
  • Rolle nun die linke Ecke nach innen ein, sodass diese auf der mittleren Ecke liegt. Halte diese zwei Ecken fest. So entsteht bereits eine Kegelform.
  • Rolle dann die rechte Ecke über den Kegel, sodass sie am Ende unter den beiden anderen Ecken liegt. Es liegen nun alle drei Ecken übereinander.
  • Schlage diese drei Ecken nach innen in den Trichter um und stabilisiere die Faltkante mit der Büroklammer.
Befülle den Spritzbeutel und schließe ihn anschließend.
Befülle den Spritzbeutel und schließe ihn anschließend.
(Foto: Pascal Thiele / Utopia.de)

4. Schritt: Spritzbeutel befüllen und schließen

  • Knicke die untere Spitze der Spritztüte leicht um, um diese zu verschließen.
  • Befülle die Spritztüte nun mit der Masse. Achte auch hierbei darauf, den Trichter nur maximal halbvoll zu füllen, damit er später nicht überquillt. Du kannst die Spritztüte dazu auch in einen Trinkbecher oder ein anderes hohes Gefäß stellen, damit du sie leichter befüllen kannst.
  • Schließe die obere Seite des selbst gemachten Spritzbeutels, indem du das Backpapier zusammenschlägst.
Die Spritztüte aus Backpapier kannst du ähnlich wie eine normalen Spritzbeutel benutzen.
Die Spritztüte aus Backpapier kannst du ähnlich wie eine normalen Spritzbeutel benutzen.
(Foto: Pascal Thiele / Utopia.de)

5. Schritt: Spritzbeutel abschneiden und verwenden

  • Auch diese Spritztüte kannst du ganz ähnlich wie eine herkömmliche Spritztüte verwenden. Achte lediglich darauf, das obere Ende gut festzuhalten, damit die Masse nicht oben wieder herausquillt.
  • Schneide die unterste Spitze mit einer Schere ab. In den meisten Fällen reicht dabei ein kleines Loch von wenigen Millimetern.
  • Probiere die Spritztüte mit einem sehr kleinen Loch aus. Ist dir das Ergebnis zu filigran, kannst du das Loch noch etwas größer schneiden.

Tipp: Um Spritzbeutel selbst zu machen, kannst du auch besseres Backpapier mit FSC-Siegel nutzen. Das gibt es zum Beispiel bei **Memolife. Auch Backpapier-Ersatz wie Butterbrotpapier eignet sich. Das ist frei von Weichmachern und anderen Chemikalien.

Rezept-Ideen mit Spritzbeutel:

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