Teufelskralle als Salbe, Kapsel oder Tee: So wendest du sie an

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Die Teufelskralle verfügt über entzündungshemmende Stoffe, die Schmerzen, Fieber und Verdauungsbeschwerden lindern. Vor allem bei Gelenkproblemen kommt die Heilpflanze zum Einsatz – nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pferden und Hunden.

Ihren beunruhigenden Namen verdankt die Teufelskralle den scharfen Widerhaken, mit denen ihre Früchte versehen sind: Sie ähneln in der Form gekrümmten Krallen. Das ist nicht nur optisch auffällig, sondern sichert das Überleben der Teufelskralle in der afrikanischen Savanne. Dank der Widerhaken verfangen die Früchte sich leicht im Fell von Tieren, die so unfreiwillig zu ihrer Weiterverbreitung beitragen.

Trotz ihres eher stachligen Charakters findet die Teufelskrallenwurzel schon lange Verwendung als natürliches Schmerzmittel. Auch wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass sie anti-entzündlich wirkt. Verantwortlich für diese Wirkung ist insbesondere der Bitterstoff Harpagosid. In der Apotheke bekommst du Arzneimittel mit diesem Inhaltsstoff in Form von Teufelskralle-Salbe, Kapseln oder Tee. Sie helfen jeweils bei unterschiedlichen Beschwerden.

Gegen Gelenkschmerzen: Teufelskralle-Salbe

Ursprünglich stammt die Teufelskralle aus der afrikanischen Savanne
Ursprünglich stammt die Teufelskralle aus der afrikanischen Savanne (Foto: CC0 / Pixabay / 2017_Franziska)

Zur äußeren Anwendung in Form von Salbe empfiehlt sich Teufelskralle beispielsweise, wenn du unter Gelenkschmerzen leidest oder dir eine Sehnenscheidenentzündung zugezogen hast. Gegen deine Schmerzen kannst du die Teufelskralle-Salbe regelmäßig auf die betroffenen Körperstellen auftragen.

Auch manche Hautkrankheiten – etwa Schuppenflechte oder Ekzeme – lassen sich mit Inhaltsstoffen aus der Teufelskralle behandeln. Genaue Informationen zu den besonderen Anwendungsgebieten von Teufelskralle-Salbe findest du auf der Verpackung oder im Beipackzettel.

Bei Rheuma und Rückenschmerzen: Teufelskralle als Kapsel

Teufelskralle-Kapseln können bei rheumatischen Beschwerden für Besserung sorgen
Teufelskralle-Kapseln können bei rheumatischen Beschwerden für Besserung sorgen (Foto: CC0 / Pixabay / naturwohl-gesundheit)

In Kapsel- oder Tablettenform kann die Teufelskralle bei Rheuma, Gicht und Arthrose helfen. Auch bei Rückenschmerzen wird häufig Teufelskrallenwurzel empfohlen. Auf die Heilpflanze allein und ihre entzündungshemmenden Stoffe solltest du dich dabei aber nicht verlassen: Wichtig ist bei Rheuma und anderen chronischen Gelenkbeschwerden vor allem eine entsprechende Therapie unter fachärztllicher Aufsicht.

Zusätzlich dazu eingenommen, entfalten Teufelskralle-Kapseln aber oft eine positive Wirkung und können deshalb als ergänzendes Naturheilmittel sinnvoll sein. Anders als Teufelskralle-Salbe richten die Kapseln allerdings wenig bei akuten Schmerzen aus und erfordern etwas Geduld: Bis sich die Beschwerden tatsächlich bessern, dauert es manchmal einige Wochen.

Für die Verdauung: Teufelskralle als Tee

Getrocknete oder pulverisierte Teufelskrallenwurzel eignet sich auch, um Tee herzustellen. Er kann bei akuten Verdauungsbeschwerden helfen und soll Blähungen und Völlegefühl lindern.

Andererseits reagieren einige Menschen gerade im Magen-Darm-Bereich empfindlich auf die Inhaltsstoffe der Teufelskralle – es kann dann passieren, dass sich die Beschwerden sogar leicht verstärken. Wenn du bereits unter Magenerkrankungen leidest, solltest du am besten ganz auf Produkte verzichten, die Teufelskralle enthalten.

Im Geschmack zeigt sich Tee aus der Teufelskrallenwurzel etwas bitter. Zu seiner Wirksamkeit gibt es bisher keine eindeutigen Forschungsergebnisse. Im Vergleich zu Teufelskralle-Salbe, Kapseln und Tabletten enthält er nur geringe Mengen der wichtigen Inhaltsstoffe. Er ist deshalb zur langfristigen Behandlung anderer Beschwerden wie Gelenkschmerzen nicht empfehlenswert.

Teufelskralle bei Pferden: Gegen Entzündungen und Arthritis

Die Teufelskralle hilft auch Pferden mit Gelenk- oder Hufproblemen
Die Teufelskralle hilft auch Pferden mit Gelenk- oder Hufproblemen (Foto: CC0 / Pixabay / PixelwunderByRebecca)

Gelenkschmerzen kommen nicht nur beim Menschen vor, sondern betreffen auch Tiere. Vor allem bei Pferden treten sie häufig als Folge zu stark belasteter Fessel-, Sprung- und Kniegelenke auf. Die Teufelskralle kommt zum Einsatz, um solche Probleme zu behandeln.

Darüber hinaus soll sie Arthrose vorbeugen: Die Krankheit greift den Knorpel in den Gelenken an und zerstört ihn dabei allmählich. Präparate, die Teufelskralle enthalten, sollen helfen, das zu verhindern.

Ein weiterer Anwendungsbereich sind Entzündungen im Hufbereich. Obwohl der entzündungshemmende Effekt der Teufelskralle grundsätzlich nachgewiesen ist, gibt es bisher kaum spezifische Untersuchungen dazu, wie sie bei Tieren wirkt. Eine aktuelle Studie fasst aber die herkömmlichen Anwendungsgebiete der Pflanze zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass sie für Pferde gesundheitlich unbedenklich ist. Zur äußeren Anwendung empfiehlt sich auch hier eine Teufelskralle-Salbe, zur inneren Anwendung gibt es Teufelskralle-Extrakt, Pulver oder Pellets.

Teufelskralle für Hunde: Bei Verdauungsproblemen und Gelenkschmerzen

Wenn du deinen Hund mit Teufelskralle behandeln möchtest, lässt du dich am besten von deinem Tierarzt beraten
Wenn du deinen Hund mit Teufelskralle behandeln möchtest, lässt du dich am besten von deinem Tierarzt beraten (Foto: CC0 / Pixabay / moshehar)

Auch Hunden, die unter anhaltenden Verdauungsbeschwerden oder Gelenkerkrankungen leiden, kann eine Behandlung mit Teufelskralle-Salbe oder -Tabletten Besserung bringen. Ähnlich wie bei Pferden sind die genauen Auswirkungen der Teufelskrallenwurzel und mögliche Risiken bisher allerdings noch wenig erforscht.

Insbesondere bei der inneren Anwendung ist die Dosierung abhängig vom einzelnen Fall. Bevor du deinem Hund Produkte verabreichst, die Teufelskralle enthalten, sprichst du die Einzelheiten deshalb am besten mit einem Tierarzt ab.

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