Tripmadam anpflanzen und in der Küche verwenden: So geht’s

Foto: CC0 / Pixabay / Pezibear

Die Tripmadam ist eine eher unbekannte, aber sehr pflegeleichte Blütenstaude. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du die früher als Heilkraut genutzte Pflanze anbauen und verwenden kannst.

Die Tripmadam gehört zu den heimischen Stauden und ist auch unter den Namen Felsenpfeffer oder Felsen-Fetthenne bekannt. Sie kommt vor allem in Mitteleuropa vor, wo du sie auf kargen Felsböden und an steinigen Hängen finden kannst. Als Polsterstaude bildet Tripmadam einen dichten Pflanzenteppich, dessen goldgelbe Blüten sich von Juli bis August zeigen. Im Mittelalter nutzten die Menschen Tripmadam als Heilpflanze gegen verschiedene Beschwerden und bauten sie zum Beispiel in Klostergärten an. Heute wird die Unterart der Fetthenne vor allem in der Küche als Gewürzkraut verwendet.

Tripmadam pflanzen: So machst du es richtig

Ihre fleischigen Blätter dienen der Tripmadam als Wasserspeicher.
Ihre fleischigen Blätter dienen der Tripmadam als Wasserspeicher.
(Foto: CC0 / Pixabay / AndreasGoellner)

Wegen ihrer hübschen gelben Blüten kommt die Tripmadam als Zierpflanze vor allem im Steingarten sehr gut zur Geltung. Tripmadam-Samen kannst du in jedem gut sortierten Gartenfachhandel kaufen. Bevor du das Saatgut in die Erde setzt, solltest du aber die folgenden Hinweise beachten:

  • Standort: Tripmadam gehört zu den Sukkulenten und liebt deshalb warme und sonnige Standorte. Auch an einem Platz in der prallen Sonne gedeiht die Staude gut.
  • Boden: Idealerweise säst du die Samen der Tripmadam in möglichst sandiger und trockener Erde aus. Der Boden sollte außerdem gut durchlässig sein und nur wenig Humus enthalten.
  • Pflanzzeitpunkt: Am besten pflanzt du Tripmadam im Frühjahr oder Herbst an.

Tripmadam pflanzen:

  1. Lockere den Boden am ausgewählten Standort auf und mische etwas Sand oder Tongranulat unter die Erde.
  2. Setze nun die Samen im Abstand von etwa  20 Zentimetern in die Erde. Drücke die Samen dabei nur leicht an.
  3. Gieße die Tripmadam-Samen zum Schluss großzügig an.

Die richtige Pflege für Tripmadam

Vor allem in der Wachstumsphase solltest du Tripmadam regelmäßig wässern.
Vor allem in der Wachstumsphase solltest du Tripmadam regelmäßig wässern.
(Foto: CC0 / Pixabay / stux)

Die fleischigen Blätter der Tripmadam dienen der Pflanze als Wasserspeicher, was sie wiederum sehr pflegeleicht und genügsam macht. Achte auf diese einfachen Pflegehinweise:

  • Gießen: Das meiste Wasser benötigt die Tripmadam in der Wachstumsphase, die von Frühling bis Herbst reicht. Auch wenn die Staude kürzere Trockenperioden problemlos übersteht, solltest du sie in diesem Zeitraum regelmäßig mit Regenwasser gießen. Achte dabei darauf, dass du die oberste Erdschicht zwischen den Wassergaben immer leicht antrocknen lässt.
  • Düngen: In der Regel benötigt Tripmadam keine zusätzlichen Nährstoffe. 
  • Vermehren: Am leichtesten kannst du Tripmadam durch Stecklinge vermehren. Schneide dafür etwa fünf Zentimeter lange Triebe von der erwachsenen Pflanze ab und pflanze sie anschließend an einem neuen Standort ein.

Verwendung von Tripmadam als Heilpflanze und in der Küche

In der Küche wird Tripmadam häufig zu Kräuteröl verarbeitet.
In der Küche wird Tripmadam häufig zu Kräuteröl verarbeitet.
(Foto: CC0 / Pixabay / silviarita)

Da Tripmadam viel Vitamin C enthält und als harntreibend gilt, wurde sie vor allem im Mittelalter als Heilpflanze bei Skorbut und Harnbeschwerden eingesetzt. Die in der Pflanze enthaltenen Gerbstoffe sollen außerdem die Behandlung von Bluthochdruck und Arterienerkrankungen unterstützen. Dies ist bisher aber nicht durch medizinische Studien belegt.

Größere Bedeutung hat Tripmadam in der Küche. Besonders die im Frühling geernteten Triebspitzen eignen sich gut als Würzkraut für Suppen, Saucen und Salate. Wenn du die frischen Triebe kurz vor dem Servieren hinzugibst, verleihen sie Gerichten einen würzigen Geschmack. Getrocknet verliert Tripmadam sein Aroma allerdings sehr schnell. Tripmadam eignet sich außerdem gut zur Herstellung von Kräuteröl, am besten in Kombination mit anderen Kräutern wie Zitronenmelisse oder Thymian.

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: