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Umweltfreundlich verpacken und versenden: So geht’s

Foto: CC0 / Pixabay / skeeze

Umweltfreundlich verpacken und versenden ist überhaupt nicht schwer, wenn du ein paar Dinge beachtest. Wir zeigen dir Tipps, die du einfach umsetzen kannst.

Fast zwölf Millionen Sendungen stellen Paketdienste am Tag in Deutschland zu. Das macht 3,5 Milliarden Lieferungen jedes Jahr. Vor allem liegt das am boomenden Online-Handel: Menschen bestellen mehr und mehr – meist auch Dinge, die sie sonst im Laden vor Ort kaufen würden. Durch den Online-Shopping-Wahn fallen Unmengen an Transportkosten, CO2 und vor allem Müll an. Für die Umwelt ist das eine große Belastung. Deshalb zeigen wir dir, wie du selbst zu weniger Müll beim Paketversand beitragen kannst. Umweltfreundliches Verpacken und Versenden ist überhaupt nicht schwer. Viele Tipps findest du in diesem Artikel.

Warum umweltfreundlich verpacken und versenden?

Versandverpackungen bestehen in der Regel aus Papier und Karton, basieren also auf Holz. Mittlerweile wird fast jeder zweite Baum für die Papierproduktion gefällt. Fast ein Fünftel davon stammt sogar aus Urwäldern.

Das Problem: Der Mensch verbraucht weitaus mehr Ressourcen als die Erde bereitstellen kann (mehr im Artikel: Ökologischer Fußabdruck). Die Papierindustrie verbraucht einen großen Teil der natürlichen Ressourcen, denn sie ist auf große Mengen an Holz angewiesen. Um den hohen Bedarf zu decken, gibt es spezielle Baumplantagen, die nur der schnellen Holzgewinnung dienen. Diese sind jedoch alles andere als umweltfreundlich: Sie belegen große Flächen an Land, sind mit Monokulturen bepflanzt und schaden dem Boden mit Pestiziden.

Doch nicht nur die Holzgewinnung, sondern auch die Papierproduktion ist wenig ressourcensparend. Vor allem Wasser und Energie werden in großen Mengen dafür verbraucht.

Immer mehr Konsumenten legen inzwischen Wert auf umweltfreundliche Verpackungen schauen nach Alternativen Ausschau. Hier kommen Anbieter für alternative Verpackungen: Ihnen geht es meist darum, weniger oder besser nachwachsende Ressourcen zu verwenden und gleichzeitig stabile, sichere Verpackungen herzustellen.

Umweltfreundlich verpacken und versenden: Tipps

Auf Luftpolsterfolie und Klebeband aus Kunststoff solltest du verzichten.
Auf Luftpolsterfolie und Klebeband aus Kunststoff solltest du verzichten.
(Foto: CC0 / Pixabay / stux)

Bevor es ans Verpacken und Versenden geht, haben wir noch ein paar grundsätzliche Tipps für dich:

  • Ein Paket zu verschicken, ist oftmals gar nicht dringend notwendig. Versende Pakete nur, wenn es wirklich nötig ist. Wieso nicht auf das nächste Treffen warten, wenn du jemandem eine Freude machen oder etwas übergeben möchtest? So sparst du Emissionen wie zum Beispiel CO2, die bei jedem Transport anfallen.
  • Verpacke deine Sachen so klein und leicht wie möglich. Damit sparst du nicht nur Geld – du tust auch dem Paketboten einen Gefallen. Wenn die einzelnen Pakete klein sind, können außerdem mehr Pakete gleichzeitig in einem Lieferwagen transportiert werden. Das bedeutet wiederum weniger Transportkosten und weniger CO2-Ausstoß.
  • Viele Dinge musst du nicht in einem Karton versenden. Häufig kannst du diese auch in einem viel kleineren Umschlag und günstiger als Warensendung verschicken, zum Beispiel Bücher und Kleidung.
  • Nutze klimaneutrale Versandangebote (z. B. GoGreen von DHL). Welche Angebote es in Deutschland bei den großen Paket-Anbietern gibt, findest du hier: Klimaneutraler Versand: Wer bietet ihn an? Was bringt er?

Tipp: Versandaufkleber musst du nicht bei der Post abholen. Stattdessen kannst du Adressen einfach direkt auf die Kartons schreiben.

Umweltfreundlich verpacken: Kartons und Boxen

Wenn du etwas per Post versenden möchtest, kommst du um einen Karton oft nicht herum. Welchen du dafür verwendest, kannst du dir aber selber aussuchen. Du musst keinen neuen Karton bei der Post kaufen. Stattdessen kannst du folgende Möglichkeiten ausprobieren:

  • Wirf Schuh- und Versandkartons nicht weg, sondern sammle sie. Wenn du selbst etwas verschicken möchtest, kannst du einfach diese alten Kartons benutzen. Im besten Fall hast du dann verschiedene Größen zur Auswahl und kannst deine Sachen so klein wie möglich verpacken. Damit sparst du Geld und setzt die Kartons noch einmal sinnvoll ein.
  • Solltest du wirklich keinen alten Karton zuhause finden, besorge dir nachhaltiges Verpackungsmaterial. Mittlerweile gibt es einige Shops, die umweltfreundliche Kartons und Verpackungen anbieten. Einen Überblick findest du hier: Nachhaltige Verpackungen für Kosmetik, Lebensmittel & Versand.

Schon gewusst? Eine tolle Alternative zu herkömmlichem Papier ist zum Beispiel Papier aus Gras. Gras wächst immer wieder nach und kann mehrere Male im Jahr geerntet werden. 

Umweltfreundlicher Versand: Füllmaterial

Alte Kartons kannst du sammeln und später verwenden
Alte Kartons kannst du sammeln und später verwenden
(Foto: CC0 / Pixabay / jackmac34)

Beim Füllmaterial gilt: Am besten du lässt es weg. Verpacke deine Sachen in den kleinstmöglichen Kartons – so gibt es erst gar nicht viel Platz zum Ausstopfen. Manchmal geht es natürlich nicht ohne Füllmaterial. Vor allem bei Artikeln aus Glas, Porzellan oder anderen zerbrechlichen Materialien sollte etwas Füllmaterial zum Schutz mit hinein. Viele Menschen greifen zu Luftpolsterfolie oder Styropor. Beides ist aber überhaupt nicht umweltfreundlich. Zum Glück gibt es aber einige tolle Alternativen:

  • Am besten benutzt du Dinge, die du bereits zuhause hast: Geeignet sind zum Beispiel alte Zeitungen oder auch altes Geschenkpapier, das du nicht mehr benutzt. 
  • Wenn du dir Füllmaterial kaufen möchtest, greife zum Beispiel zu Holzwolle, umweltfreundlichem Wellpolster, kompostierbaren Luftkissen oder nachhaltigen Polsterchips.

Umweltfreundlich verpacken: Klebeband

Auf Klebeband lässt sich beim Versenden von Paketen meist nicht verzichten. Irgendwie muss das Paket schließlich verschlossen werden. Wenn du das nächste Mal Klebeband kaufst, kannst du aber Papierklebeband verwenden. Dieses ist umweltfreundlicher als das herkömmliche Paketklebeband aus Kunststoff, denn es setzt kein Mikroplastik frei. Zudem basiert Plastik in der Regel auf Erdöl, das für die Klimaerwärmung mitverantwortlich ist.

Kaufen kannst du Klebeband aus Papier zum Beispiel bei **Memolife.

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(1) Kommentar

  1. Ich nutze auch Briefumschläge in verschiedenen Größen wieder. Beim Aufmachen einfach vorsichtig sein, ein altes Blatt, dass man sowieso ins Altpapier werfen würde über Briefmarke und Adresse kleben und fertig.

    twentyshadesofgreen.wordpress.com