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Vegane Burger bei Öko-Test: Aldi, Dm & Beyond Meat mit Problemen

Vegane Burger im Test
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Jiroe Matia Rengel

Öko-Test hat vegane Burgerpatties untersucht – auf Inhaltsstoffe, Konsistenz, Geschmack und mehr. Wie in früheren Tests haben einige Produkte ein Manko: Mineralöl. Andere vegane Bratlinge konnten auf ganzer Linie überzeugen.

Auf immer mehr Grills kommen vegane Burgerpatties auf Basis von Weizeneiweiß Seitan, Soja, Erbsen oder anderen Hülsenfrüchten. Längst sind sie nicht mehr nur bei Veganer:innen beliebt und werden gerne gegessen. Doch was steckt in den pflanzlichen Burgern?

Vegane Burger im Test: Das prüfte Öko-Test

Öko-Test hat sich 16 vegane Burgerpatties aus den Kühlregalen von Supermärkten und Discountern genauer angesehen. Sechs der Produkte sind bio-zertifiziert, die restlichen sind konventionell hergestellt. Zwei Testprodukte stammen aus dem Drogeriemarkt und sind ungekühlt haltbar. Die Zutaten der untersuchten Burgerpatties reichen von Erbsen, Seitan (Weizeneiweiß) über Süßkartoffeln, Linsen und Sonnenblumenkerne.

Die Verbraucherschützer:innen haben deklarierte Nährwertangaben und Salzgehalt im Labor überprüfen lassen. Ebenso untersuchten die Tester:innen die Bratlinge auf Pestizide, Mineralölbestandteile und Rückstände von chlorhaltigem Reinigungsmitteln. Vorgebratene Burgerscheiben prüfte Öko-Test auf Fettschadstoffe. Produkte mit Sojaanteil untersuchte man im Labor auf gentechnisch veränderte Bestandteile und die Verpackungen auf umweltschädliche PVC-Verbindungen. Abschließend floss in die Bewertung der Patties ein, wie diese schmeckten und wie nah die Textur an „echtes“ Fleisch herankommt.

Vegane Burger im Test: Viele Patties überzeugen

Die gute Nachricht zuerst: Sieben der getesteten Burgerpatties auf Pflanzenbasis schnitten bei Öko-Test „gut“ oder „sehr gut“ ab, darunter:

  • Alnatura Roter Linsen Burger vegan („sehr gut“, von Alnatura)
  • Rewe Beste Wahl Vegane Burger Patties („sehr gut“, von Rewe)
  • Endori Veggie Burger aus Erbsen („gut“, von Endori)
  • Garden Gourmet Sensational Burger („gut“, von Nestlé)

An diesen Burgern hatten die Tester:innen nur wenig auszusetzen. Nährstoffe und Salzgehalt sowie fehlende Problemstoffe wurden positiv bewertet. Bei Endori und Nestlé verhinderten die zugesetzten Aromen eine „sehr gute“ Gesamtnote.

Öko-Test vegane Burgerpatties als PDF lesen

Mineralöl: Öko-Test findet Spuren in manchen Patties

Weniger positiv fällt das Urteil bei anderen veganen Burgerpatties aus, darunter auch namhafte Marken. Das Problem ist ein altbekanntes: Mineralölrückstände. Bereits in früheren Tests bemängelte Öko-Test, dass sich in Bratlingen Spuren von Mineralöl fanden. Dieses Mal war dies unter anderem beim Mein Veggie Tag The Wonder Burger von Aldi („ungenügend“) und beim Beyond Meat Beyond Burger („ausreichend“) der Fall.

Vegane Burger bei Öko-Test: 5x "sehr gut", 2x "ungenügend"
Leckere vegane Burger kannst du auch ohne pflanzliche Patties machen, zum Beispiel mit Quinoa. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash - Lefteris Kallergis)

Im aktuellen Test hat das beauftragte Labor in drei Produkten aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) entdeckt. MOAH können krebserregende Verbindungen aufweisen, weshalb sie als gesundheitlich hochbedenklich gelten. Sie stecken in drei der untersuchten Burger:

  • Dm Bio Make It Vegan Burger („ungenügend“, von Dm)
  • Followfood Frei!Burger („mangelhaft“, Followfood)
  • Block House Vegan Burger („mangelhaft“, Block House)

Öko-Test vegane Burgerpatties als PDF lesen

Öko-Test: von Pestiziden (fast) keine Spur, von Salz umso mehr

Voller Gemüse, doch von Pestiziden keine Spur. Zumindest in den allermeisten Patties fanden sich keine Rückstände von Spritzmitteln. Nur in einem Bratling wies das Labor Rückstände von Cypermethrin nach. Das Pestizid gilt als bienentoxisch. Bei Öko-Test führten bereits Messwerte im Spurenbereich zu einer Abwertung.

Kritisch sieht Öko-Test den erhöhten Salzgehalt einiger Burger. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt die empfohlene Höchstmenge an Salz pro Tag bei fünf Gramm (etwa ein Teelöffel). Einen Anteil von mehr als 1,7 Gramm Salz pro 100 Gramm Patty (laut Packungsangaben) werteten die Tester:innen ab. Dabei orientierten sie sich an der finnischen Salzreduktionsstrategie, die für Würstchen mit vergleichbaren Salzgehalten einen Warnhinweis vorsieht. Zu viel Salz enthielten z.B. der „Mein Veggie Tag Wonder Burger“ von Aldi und der „Bio Make it Vegan Burger“ von Dm.

Alle Details zum Test findest du im Öko-Test Jahrbuch 2023 oder direkt bei Öko-Test.

Wenn du sicher gehen möchtest, welche Zutaten in deine Burger kommen, kannst du vegane Burgerpatties auch einfach selbst machen.

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